Magid Musisi


Magid Musisi Mukiibi (auch Majid Musisi geschrieben; * 15. September 1968 in Kampala, Uganda; † 13. Februar 2005 ebenda) gilt als einer der besten ugandischen Fußballspieler. Er war der erste Ugander, der in einer europäischen Profiliga spielte. Sein bekanntester Spitzname war Magic Magid.

Magid Musisi wuchs in Mulago, einem Vorort von Kampala auf und begann dort mit dem Fußballspielen. Sein ausgeprägter Torinstinkt blieb nicht lange unentdeckt, und nach einem weiteren Jahr bei Pepsi FC kam er 1984 zum Profiverein Villa SC, bei dem er zwei Jahre später sein Erstligadebüt hatte und in dieser Zeit auch Nationalspieler wurde. Ein Jahr später wurde er als Achtzehnjähriger mit achtundzwanzig Toren bester Torschütze der Liga. Bis 1991 wiederholte er diesen Erfolg zweimal und schoss als erster Spieler insgesamt über einhundert Erstligatore in Uganda. Im selben Jahr stand er mit dem SC Villa im Finale der afrikanischen Champions League, das gegen Club Africain aus Tunesien verloren wurde.
1992 wurde er zum vierten Mal ugandischer Torschützenkönig (insgesamt waren es einhundertachtunddreißig Tore in sieben Jahren) sowie zum sechsten Mal ugandischer Meister. Magid Musisi stand mit erneut 28 Saisontoren kurz davor, Jimmy Kirundas Ligarekord von 32 Toren in einer Spielzeit zu brechen, doch bereits vier Spieltage vor Saisonende erfolgte sein Wechsel nach Europa. Nach den heimatlichen Erfolgen ging er nach Frankreich, wo er für 120.000 $ Ablösesumme einen Vertrag bei dem Zweitligisten Stade Rennes unterschrieben hatte.
Als erster ugandischer Fußballprofi spielte Musisi in Europa. In den Jahren bei Rennes waren die einzigen Erfolge jedoch 1994 der Aufstieg in die Division 1. 1994 wechselte Musisi zu Bursaspor in die Türkei. Hier verbrachte er wiederum mehrere Jahre. In seiner ersten Saison in der türkischen Süper Lig kam er auf neun Tore und landete mit dem Verein auf dem sechsten Platz. In der folgenden Spielzeit kam er auf fünfzehn Saisontore. In der Winterpause 1996/97 wechselte Musisi innerhalb der Liga von Bursa zum abstiegsbedrohten Neuling Dardanelspor, den er mit fünf Toren in der Rückrunde zum Klassenerhalt führte. 1997/98 war seine erfolgreichste Saison: Er schoss fünfzehn Ligatore und wurde zum besten ausländischen Spieler der Süper Lig gewählt. Als der kleine Verein nur ein Jahr später aus der Süper Lig abstieg, ging er zurück zu seinem früheren Verein SC Villa in Uganda.
Nachdem er in drei Jahren beim SC Villa nur zwei kleinere Pokale gewonnen hatte, wechselte Musisi 2003 schließlich zu Kampala United.
2005 starb er nach langer Krankheit.
Musisi erreichte die meisten Erfolge mit dem ugandischen Verein SC Villa. Während seiner Zeit in Europa gewann er keinen Vereinstitel.

Laodike (Gattin des Perseus)

Laodike († um 150 v. Chr.) war eine Tochter des Seleukidenherrschers Seleukos IV. und dessen ebenfalls Laodike genannter Gattin sowie Schwester des Demetrios I. Soter. Seleukos IV. verheiratete seine Tochter Laodike 178 v. Chr. mit Perseus, dem letzten König von Makedonien. Dorthin geleiteten sie die Rhodier mit prächtigen Schiffen zur Hochzeit. Aber Eumenes II. von Pergamon stellte diese Vermählung und das dazugehörige Geleit der Rhodier dem Senat als eine gegen Rom gerichtete Aktion dar (172 v. Chr.). Nach dem Tod ihres Gatten dürfte Laodike in ihre Heimat zurückgegangen sein. Ariarathes V. von Kappadokien lehnte um 160 v. Chr. das Angebot des Demetrios I. Soter ab, Laodike mit ihm zu vermählen. Womöglich heiratete Demetrios I. nun selbst seine Schwester. Jedenfalls ließ er Abbildungen von seinem und Laodikes Kopf auf Münzen prägen, auch auf solchen des von ihm besiegten Timarchos. Als Demetrios I. gestorben war, wurden dessen Vertraute, auch Laodike, vom Reichsverweser Ammonios getötet, um dem neuen König freie Hand in der Herrschaft zu lassen.

Stefan Lövgren

Stefan Lövgren am 11. August 2007 beim Schlecker Cup
Stand: Nationalmannschaft 5. Oktober 2008
Stefan Lövgren (* 21. Dezember 1970 in Partille) ist ein ehemaliger schwedischer Handballspieler. Er spielte zuletzt auf der Position Rückraum Mitte beim THW Kiel.

Lövgren begann mit sieben Jahren das Handballspielen beim schwedischen Verein Skepplanda BTK und schloss sich 1990 Redbergslids IK Göteborg an. Im Jahr 1998 wechselte der Rechtshänder zum deutschen Bundesligisten TV Niederwürzbach. Ab 1999 spielte der gelernte Kaufmann für Bürokommunikation beim Ligarivalen THW Kiel, für den er bis 2009 aktiv war. In Kiel war Lövgren zwischen 2001 und 2009 der Mannschaftskapitän und wurde nach seinem Karriereende dort zum Ehrenspielführer ernannt. Der Löwe hält beim THW die Rekorde für die meisten verwandelten Siebenmeter in einem Spiel (10) und die meisten Tore in einem Spiel (18/8).
Sein Länderspiel-Debüt gab Lövgren am 23. Oktober 1993 in der EM-Qualifikation. Bis zu seinem Rücktritt aus der schwedischen Nationalmannschaft, den er am 31. Juli 2006 bekannt gab, absolvierte er 268 Länderspiele, in denen er 1138 Tore warf. Er war von 2001 bis 2006 Mannschaftskapitän der Nationalmannschaft.
Nach seiner Karriere bildet er an einem Sportgymnasium in Uddevalla den Nachwuchs aus und arbeitet in einer mit Martin Schmidt gegründeten Sportagentur. Zudem ist er als Botschafter für die EHF tätig. Des Weiteren kommentiert er gelegentlich Bundesligaspiele für den schwedischen Fernsehsender TV4.
Aus seiner Ehe mit Ann-Sophie Claesson sind ein Sohn und eine Tochter hervorgegangen.

Internationale Friedensfahrt 1986

Die 39. Internationale Friedensfahrt (Course de la paix) fand vom 6. bis 22. Mai 1986 statt.
Die 39. Auflage der Internationalen Friedensfahrt bestand aus 14 Einzeletappen und führte auf einer Gesamtlänge von 2138 km von Kiew über Warschau und Berlin nach Prag.

Mannschaftssieger war die UdSSR. Der beste Bergfahrer war Petar Petrow aus Bulgarien. Der vielseitigste, aktivste und punktbeste Fahrer war Olaf Ludwig aus der DDR, der dann auch Gesamtsieger wurde.
Die Fahrt begann nur wenige Tage nach der Katastrophe von Tschernobyl etwa 100 km südlich in Kiew. Trotz gesundheitlicher Risiken wurde der Ort des Starts aus politischen Gründen nicht verlegt und die Fahrer aus dem Ostblock wurden zur Teilnahme oft genötigt. Fast alle westlichen Länder – bis auf Frankreich und Finnland – fuhren dieses Jahr nicht mit. Auch die Teilnehmerzahl von 64 hatte sich – im Vergleich zum Vorjahr 1985 mit 129 – halbiert. Im folgenden Jahr (1987) fuhren sogar 159 Fahrer.
Teilnehmende Nationen waren:
Bulgarien 1971 Bulgarien Kuba Kuba Deutschland Demokratische Republik 1949 Deutsche Demokratische Republik Finnland Finnland Frankreich Frankreich Mongolei Volksrepublik 1949 Mongol. VR.
Polen Polen Ungarn 1957 Ungarn Syrien Syrien Tschechoslowakei Tschechoslowakei Sowjetunion Sowjetunion
1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | – | 2006 |

Pirchkogel

Der Pirchkogel von Südosten
Der Pirchkogel (oder auch Pirchkogl) ist ein 2828 m hoher Berg in den Stubaier Alpen in Tirol. Er gilt als guter Aussichtspunkt.
Der Pirchkogel erhebt sich nördlich von Kühtai (2017 m) und der direkt an der Straße über den Kühtaisattel gelegenen Dortmunder Hütte (1948 m). Er umrahmt mit seinen Gratausläufern, den östlich liegenden Irzwänden (2757 m) und dem südlich liegenden Grießkogel (Vorderer 2666 m und Hinterer Grießkogel 2673 m) ein Plateau, welches als Schwarzmoos bezeichnet wird.
Hier befinden sich vier kleine Bergseen, darunter der Gossenköllesee auf 2413 m, bis zu denen sich das Skigebiet Kühtai vom Tal herauf erstreckt. Bis zum Jahr 2014 war mit 85 ha das kleinste österreichische UNESCO-Biosphärenreservat im Bereich der Seen ausgewiesen, mit Langzeitforschung zur Gewässerökologie der Universität Innsbruck. Wegen der geringen Größe und der von der Verwaltung nicht vorgenommenen Zonierung in Kern-, Puffer- und Entwicklungszone erfüllte dieses 1977 zu den ersten Biosphärenparks in Österreich zählende Gebiet die neuen Kriterien nicht mehr, die Österreichische UNESCO-Kommission erkannte dem Gebiet diesen Status ab. Gewässermonitoring und -forschung, welche bereits 1933 begonnen worden war, werden mit der am 9 m tiefen Gossenköllesee gelegenen limnologischen Forschungsstation fortgeführt. Forschungsergebnisse beziehen sich auf die wechselnden Wachstumsbedingungen in der hochalpinen Landschaft infolge der Klimaschwankungen der letzten 800 Jahre. Die Sedimentproben spiegeln auch den höheren Nährstoffeintrag durch die im Mittelalter ab dem Jahr 1670 intensivierte Weidewirtschaft mit Schafen und Rindern nahe dem See wider (Schwaighof), die veränderten Mineralien im Seeboden weisen auf den Besatz mit Bachforellen (Salmo trutta morpho fario) bereits seit dieser Zeit hin.
Mehrere Wege führen zum Gipfel des Pirchkogels: Der Weg über den auch Schafjoch genannten Nordwestrücken kann von Silz über die Silzer Alm oder von Ochsengarten erreicht werden. Von Stams führt ein Anstieg über das nordöstlich vom Gipfel hinabziehende Schneetal. Der beliebteste und kürzeste Weg ist der südostseitige Steig von Kühtai aus. Alle diese Routen sind im Winter auch beliebte Schitouren.
Am Pirchkogel steht nur eine Signalstange aber kein Gipfelkreuz. Es ist etwas weiter unten am Marlstein zu finden, wo man es vom Westen und Norden aus sehen kann.

Bruce Kogut

Bruce Mitchel Kogut ist ein US-amerikanischer Soziologe, Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer.
Kogut studierte ab 1971 an der University of California, Berkeley, seinen Bachelor of Arts in Politikwissenschaft erhielt er 1975 mit Auszeichnung. Anschließend wechselte er an die Columbia University, die er 1978 als Master of International Affairs verließ. An der Sloan School of Management am Massachusetts Institute of Technology graduierte er 1983 als Ph.D.. Kurze Zeit später wechselte er an die Wharton School der University of Pennsylvania, wo er nach Tätigkeiten als Assistant Professor und Associate Professor zum ordentlichen Professor aufstieg. Ab 1994 bedeckte er zudem den Posten des stellvertretenden Direktors des Reginald H. Jones Center for Management Policy, Strategy, and Organization an der Hochschule. 2003 folgte er einem Ruf des Institut européen d’administration des affaires, bei dem er den Eli-Lilly-Lehrstuhl für Innovation, Wirtschaft und Gesellschaft übernahm. 2007 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück und übernahm die Sanford-Bernstein-Professur an der Columbia University.
Die Forschung Koguts umfasst Aspekte der Wirtschaftssoziologie, von Social Entrepreneurship und Governance, wobei einer seiner Schwerpunkte auf dem internationalen Vergleich der beobachteten Phänomene liegt. In verschiedenen Publikationen ging er zudem auf Einflüsse der Weltwirtschaft und technologischer Entwicklungen auf das Wirtschaftsleben ein. In seinen Vorlesungen im Rahmen der MBA-Studiengänge vermittelt er zudem den Einfluss dieser Fragen auf die Unternehmensstrategie.
Die folgende Auflistung gibt von ihm veröffentlichte Bücher wieder, zudem hat er zahlreiche Zeitschriftsartikel und Arbeitspapiere verfasst.

Coy Koopal

Coy Koopal (* 22. Juli 1932 in Blerick; † 20. Dezember 2003 in Voerendaal) war ein niederländischer Fußballnationalspieler.
Koopal begann beim SV Blerick, Fußball zu spielen. 1954 wechselte er als Profispieler zum VVV Venlo. Hier schaffte er den Sprung in die niederländische Fußballnationalmannschaft.
Sein Debüt gab der Stürmer am 14. März 1956 unter Bondscoach Max Merkel beim legendären 2:1-Sieg gegen Deutschland in Düsseldorf. Insgesamt bestritt Koopal bis Ende 1956 sechs Länderspiele und erzielte dabei zwei Tore. Im Juni 1956 schoss er beim 3:2-Sieg gegen das Saarland das fünfhundertste Tor der in der Geschichte der Nationalmannschaft. Als Merkel Koopals Konkurrenten Coen Moulijn auf der Position des linken Stürmers den Vorzug gab, war dies das Ende seiner internationalen Laufbahn.
1956 wechselte Koopal zum Ehrendivisionär Willem II Tilburg. Ein Angebot, nach Genua in die italienische Serie A zu wechseln, schlug er aus. Er fürchtete das Heimweh. Bei Willem II erlebte er dann seine erfolgreichste Zeit als Vereinsspieler. In acht Jahren erzielte er 95 Treffer. Damit ist Koopal bis heute Rekordtorschütze des Vereins. Schließlich wechselte er 1964 zum Ligakonkurrenten Fortuna ’54 Geleen, mit dem er den Europapokal der Pokalsieger erreichte. Nach zwei Jahren in Geleen beendete Koopal im Alter von 34 Jahren seine Fußballkarriere.
In den folgenden Jahren trainierte er verschiedene Amateurvereine. 1976 führte er den BSV Limburgia Brunssum zur Niederländischen Amateurmeisterschaft.
Coy Koopal starb am 20. Dezember 2003 in seinem Wohnort Voerendaal im Alter von 71 Jahren während eines Tennisspiels an einem Herzstillstand.

Franz Seraph von Dietrichstein

Franz Seraph von Dietrichstein (tschechisch František z Ditrichštejna ; * 22. August 1570 in Madrid; † 19. September 1636 in Brünn) war Bischof von Olmütz und Kardinal sowie seit 1624 Reichsfürst.
Er entstammte dem österreichischen Adelsgeschlecht Dietrichstein. Seine Eltern waren der kaiserliche Diplomat Adam von Dietrichstein und Margarete († 1609), Tochter des sardischen Vizekönigs Antonio Folche Duque de Cardona (Haus Folch de Cardona).
Dietrichstein studierte an den Universitäten Wien und Prag sowie an der päpstlichen Universität in Rom, Collegio Romano. Im Alter von 21 Jahren wurde er Kanoniker in Olmütz, zwei Jahre später in Breslau und Passau. 1594 folgte die Berufung zum Propst des Leitmeritzer Kollegiatkapitels. 1597 wurde er zum Priester geweiht und 1599 von Papst Clemens VIII. zum Kardinal der Titelkirche San Silvestro in Capite (bis 1623) ernannt.
Im selben Jahr wählte das Olmützer Domkapitel den kaiserlichen und päpstlichen Wunschkandidaten Franz Seraph von Dietrichstein zum Nachfolger des 1598 verstorbenen Bischofs Stanislaus Pavlovský von Pavlovitz. Die Amtsübernahme in Olmütz erfolgte erst am 9. Juni 1600. Als Bischof gehörte er zu den Verfechtern der Gegenreformation, wobei er die katholische Erneuerung im Geiste Philipp Neris verfolgte. Er galt als Vertreter des Barockhumanismus und setzte sich für Kunst, Wissenschaft und die Bildung des Volkes ein. Für den Olmützer Dom ließ er einen neuen repräsentativen Chor im Stil des Frühbarock bauen.
Von 1602 an war er stellvertretender Landeshauptmann von Mähren. 1607 ernannte ihn Kaiser Rudolf II. zum Präsidenten des Geheimen Rates. 1608 bis 1611 vertrat er den Kaiser bei Verhandlungen mit dessen Bruder Matthias und krönte diesen 1611 zum König von Böhmen. 1617 krönte er dessen Nachfolger Ferdinand II.
Zusammen mit Karl dem Älteren von Žerotin erreichte er, dass sich die mährischen Stände am Aufstand von 1618 nicht beteiligten. Nach dem vorübergehenden Sieg der böhmischen Protestanten wurde Dietrichstein 1619 gestürzt und des Landes verwiesen. Seine Güter wurden konfisziert. Nach der Schlacht am Weißen Berg kehrte er aus Wien zurück und erhielt neben seinen konfiszierten Gütern zwei weitere Herrschaften von Kaiser Ferdinand II. geschenkt. Weitere Besitzungen, wie etwa 1611 die Herrschaft Rosenburg in Niederösterreich erwarb er käuflich hinzu. Mit seinem Vermögen stiftete er zahlreiche Klöster. Er gehörte zu den Verfechtern der Rekatholisierung und erreichte, dass die katholische Kirche in Mähren an Bedeutung gewann. Nach 1620 stieg er zum Generalkommissar und Landeshauptmann von Mähren auf. 1622 wirkte er als Richter gegen die Aufständischen. Ein Jahr vor seinem Tod wurde er „Protector Germaniae“. Am 16. März 1624 wurde er in Wien von Kaiser Ferdinand II. als erster Vertreter des Hauses Dietrichstein in den erblichen Reichsfürstenstand erhoben. Dies mit dem Recht, den Fürstenstand – insbesondere an seine Neffen – weitergeben zu können. Kardinal von Dietrichstein setzte daraufhin seinen Neffen Maximilian von Dietrichstein zum Universalerben und Nachfolger in der fürstlichen Würde ein.
Die von ihm hinterlassene Bibliothek auf Schloss Mikulov (deutsch Nikolsburg) wurde 1645 von den Schweden geraubt.
Stanislaus Thurzó von Bethlenfalva | Bernhard Zoubek von Zdětín | Johannes XVI. Dubravius | Marek Khuen | Wilhelm Prusinovský von Víckov | Johannes XVII. Grodetzký von Brod | Thomas Albin von Helfenburg | Johannes XVIII. Mezoun | Stanislaus Pavlovský von Pavlovitz | Franz Seraph von Dietrichstein | Johannes XIX. Ernst Plateis von Plattenstein | Leopold Wilhelm von Österreich (nicht geweiht), Administratoren: Andreas Orlik von Lažisko, Kaspar Karas von Rhomstein, Johannes Kaspar Stredele von Montani, Kaspar Karas von Rhomstein (2.), Roderich von Santhilier | Karl I. Joseph von Österreich | Karl II. von Liechtenstein-Kastelkorn | Karl III. Joseph von Lothringen | Wolfgang Hannibal von Schrattenbach | Jakob Ernst von Liechtenstein-Kastelkorn | Ferdinand Julius von Troyer | Leopold II. Friedrich von Egkh und Hungersbach | Maximilian von Hamilton

Monreith House

Monreith House ist ein Herrenhaus nahe der schottischen Ortschaft Port William in der Council Area Dumfries and Galloway. 1972 wurde das Bauwerk in die schottischen Denkmallisten in der höchsten Denkmalkategorie A aufgenommen. Des Weiteren sind die zugehörigen Garten- und Parkanlagen im schottischen Register für Landschaftsgärten verzeichnet. In fünf von sechs Kategorien sind sie mit dem höchsten Prädikat „herausragend“ ausgezeichnet.

Der Clan Maxwell mit Stammsitz Caerlaverock Castle erwarb das Anwesen im 15. Jahrhundert. Mit dem heute als Ruine auf dem Anwesen erhaltenen Myrton Castle errichteten sie einen neuen Sitz und William Maxwell wurde als Baronet installiert. Sein gleichnamiger Urenkel erbte Monreith im Jahre 1771. Dieser beauftragte 1791 Alexander Stevens mit der Errichtung von Monreith House in der Nähe von Myrton Castle. Der Eingangsbereich wurde 1821 durch den englischen Architekten Robert Smirke gestaltet. Im Jahre 1877 erbte Herbert Maxwell, 7. Baronet das Anwesen von seinem Vater. Im folgenden Jahr ließ er einen Flügel ergänzen und Teile des Innenraums überarbeiten. Nach seinem Tod 1937 erbte sein Enkel Aymer Maxwell Monrieth House. Er ließ verschiedene Holzarbeiten aus der zwischenzeitlich abgebrochenen Felix Hall in Essex in dem Herrenhaus installieren. Außerdem verkaufte er Teile der rund 6900 Hektar umfassenden Ländereien, wobei rund 3600 Hektar bei Monreith House verblieben.
Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs zeigte Aymer Maxwell nur noch geringes Interesse an dem Gebäude und lebte hauptsächlich in London. Monreith House ließ er verfallen, da dies im Vergleich zu einem Abriss die günstigere Variante darstellte. Sein Erbe begann in den 1980er Jahren mit den Restaurierungsarbeiten. Das Herrenhaus wurde hierbei in Einheiten unterteilt, die als Ferienwohnungen angemietet werden können. Dei Arbeiten wurden nur schrittweise vorgenommen und zogen sich über einen langen Zeitraum hin. 2010 wurde die Restaurierung von Monreith House in der Fernsehserie Country House Rescue vorgestellt.
Das Gebäude liegt isoliert rund 1,5 km östlich der Ortschaft Port William. Das Anwesen umfasst die umgebenden Wald- und Parklandschaften mit dem White Loch of Myrton. Das georgianisch gestaltete, dreistöckige Herrenhaus weist einen länglichen Grundriss auf. Der Eingangsbereich an der nordexponierten Frontseite ist mit dorischen Säulen, die einen schlichten Fries tragen, und Gesimse gestaltet. An der Südseite tritt zentral eine Auslucht halbrund hervor, die in ihrer Gestaltung der Rückseite des ein Jahrzehnt zuvor entstandenen Leuchie House ähnelt. Entlang der Fassaden sind Sprossenfenster verbaut, die teilweise gekuppelt sind. Unterhalb des abschließenden Walmdaches läuft ein Dachgesimse auf Kragsteinen um.
54.753694444444-4.5563611111111Koordinaten: 54° 45′ 13″ N, 4° 33′ 23″ W

Fiqri Dine

Oberst Fiqri oder Fikre Dine (* 3. August 1897 bei Debar, Osmanisches Reich (heute Mazedonien); † 26. November 1960 in Brüssel) war eine albanische Militärperson und Ministerpräsident Albaniens im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung. Er war Mitglied der Balli Kombëtar.
Fiqri Dine war das Familienoberhaupt des sunnitisch-moslemischen Dine-Clans aus Debar.
Oberst Fiqri Dine wurde am 18. Juli 1944 Ministerpräsident Albaniens. Er war beeinflusst von den Ideen Mehdi Bej Frashëris und Abaz Kupis. Frashëri nutzte Dines Verbindungen zur Legaliteti, um dessen Vorsitzenden Kupi in die Regierung miteinzubeziehen. Nachdem Generalkonsul Martin Schliep und Josef Fitzthum, Beauftragter des Reichsführers SS für Albanien, sauer über Dines Kontakte zu den Alliierten wurden, wurde Dine am 29. August nach nur 43 Tagen abgesetzt.
Nach dem Krieg arbeitete Fiqri Dine zusammen mit Muharrem Bajraktari für das Albanische Komitee in Paris. Dine floh von Jugoslawien in das Königreich Griechenland. Er starb im Jahre 1960 in Belgien.