Schlossruine Bielriet

Die Burg Bielriet ist eine abgegangene Spornburg etwa 1,5 Kilometer nordnordwestlich des Schwäbisch Haller Ortsteils Wolpertsdorf im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. Die Burg gehörte laut Eugen Gradmann zu den „ältesten des Landes“.

Der Burgstall der ehemalige Burganlage liegt bei 404,6 m ü. NN auf einem nordöstlich auslaufenden Bergsporn in etwa 140 m Höhe über Cröffelbach im unteren Bühlertal. Sie beherrschte den dortigen Flussübergang am Handelsweg Schwäbisch Hall – Rothenburg ob der Tauber und die beidseitigen Talsteigen.
Der Name der Burg wird im Jahre 1057 im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Fulda erstmals erwähnt, für die ein „Adelbraht de Bilirieth“ als Zeuge fungierte. Ein „Adelbertus de Bielrieth“ – vielleicht der Erstgenannte oder ein Sohn – trat 1085 als Mönch in das Benediktinerkloster Comburg ein und übereignete diesem seine Güter und Rechte, zu denen eine Hälfte der Burg Bielriet gehörte („oppidi partem in Bilrieth“). Es wird vermutet, dass es sich bei dem Geschlecht der Edelfreien von Bielriet um eine Nebenlinie der Grafen von Comburg-Rothenburg handelt. Die Familie, deren bedeutendster Vertreter Friedrich von Bielriet wichtige Ämter für Kaiser Friedrich Barbarossa ausübte, verschwindet nach 1190 aus der urkundlichen Überlieferung und dürfte im Mannesstamm ausgestorben sein. Wahrscheinlich durch eine Eheschließung mit einer Erbtochter kam der Besitz der Edelfreien von Bielriet um 1220/30 an Schenk Walter I. von Schüpf. Dieser nutzte Bielriet jedoch nicht als Wohnsitz, sondern ließ nahe Schwäbisch Hall um 1230 die neue Burg Limpurg errichten, nach der sich die Schenken von Limpurg seitdem benannten. Auf der Burg saßen wahrscheinlich meist Limpurgische Ministerialen, die sich ebenfalls „von Bielriet“ nannten, z.B. der 1278 bis 1273 als Reichsschultheiß von Schwäbisch Hall amtierende Friedrich von Bielriet. Um 1280 war die Burg im Besitz des Minnesängers Schenk Konrad von Limpurg, der seine Rechte gegen Ansprüche seines Neffen Friedrich behaupten konnte. Schenk Friedrich von Limpurg scheint die Burg nach dem Tod seines Onkels geerbt zu haben, denn 1287 verkaufte er sie an Heinrich Küchenmeister von Nordenburg. Dieser und seine Erben nannten sich nun „Küchenmeister von Bielriet“. Einer chronikalischen Überlieferung des 16. Jahrhunderts zufolge soll ein Küchenmeister von Bielriet die Überlebenden des Schwäbisch Haller Judenpogroms von 1349 beraubt haben. Er habe sie zuerst in die Burg aufgenommen, sie dann aber vertrieben und ihren Besitz behalten. Eine Burgkapelle ist 1352 im Zusammenhang mit der Stiftung einer Seelmesse durch Lupold und Dietrich Küchenmeister von Bielriet erwähnt. 1359 verkauften diese beiden die Burg an Kraft von Hohenlohe. Sie scheint in der Folge wohl nicht mehr bewohnt worden zu sein, wenn auch die Kapelle noch in Gebrauch war, wie eine weitere Seelmessenstiftung von 1369 zeigt. Auf Wunsch Kaiser Karls IV. übertrug Kraft von Hohenlohe 1361 mehrere seiner Burgen, darunter Bielriet, an Böhmen und erhielt sie als Lehen zurück. Zur Begleichung von Schulden verpfändeten Kraft und Ulrich von Hohenlohe die Burg Bielriet 1381 an den Schwäbisch Haller Stadtadeligen Eberhard Philipp und verzichteten 1390 ganz auf ihre Rechte. Philipp verkaufte die Burg noch im selben Jahr an den Rat seiner Heimatstadt weiter. Dieser ließ sie durch eine Sprengung mit Schwarzpulver zerstören. Wegen dieser eigenmächtigen Handlung verhängte König Wenzel für drei Jahre die Reichsacht gegen die Stadt und gab erst 1393 nachträglich seine Zustimmung zum Abbruch Bielriets. Seitdem ist in den urkundlichen und archivalischen Nennungen nur noch von einem „Burgstall“ die Rede.
Bei Annäherung von der Hochebene zieht sich 100 m westlich der Spornspitze von Nord nach Süd die Linie eines flachen Grabens, die im Süden noch vor der Hangkante ausläuft. 30 m weiter dem Sporn zu fällt das Gelände stellenweise senkrecht zum etwa 20 m breiten Halsgraben ab, der sichtlich aus dem anstehenden oberen Muschelkalk herausgehauen ist und an der nördlichen Hangkante heute über 10 m Tiefe erreicht. Dahinter erheben sich in Reihe, aber unregelmäßig hoch einige gewachsene Felsen mit von Schutt und Erde bedeckten Flanken, wohl kaum über das Niveau der Hochebene ragend. Das Burgterrain talseitig dahinter liegt deutlich über der heutigen Grabensohle und ist verebnet. Nördlicher wie südöstlicher Hang fallen abrupt und steil ab.
Nur wenige Mauerreste sind erhalten. Auf dem Gelände wurde in späterer Zeit erkennbar auch Kalk gebrochen.
Burg Alt-Bartenstein | Burgstall Alte Burg (Unterregenbach) | Wasserburg Altenhausen | Burgstall Altes Schloss (Birkelbach) | Burg Amlishagen | Burgruine Anhausen | Burg Bachenstein | Ruine Bachenstein | Schloss Bartenstein | Ruine Bebenburg | Burgstall bei den Schenkenseen | Schloss Bernhardsweiler | Schlossruine Bielriet | Burg Billingsbach | Schloss Braunsbach | Burg Brettheim | Burg Buch | Burgruine Buchhorn | Burgstall Burgberg | Schloss Burleswagen | Burgstall Burstel | Comburg | Burg Crailsheim | Schloss Crailsheim | Schloss Döttingen | Burg Eichholz | Burg Ellrichshausen | Schloss Eltershofen | Burg Enningen | Schloss Erkenbrechtshausen | Burgstall Eulenburg | Wasserburg Flügelau | Burgstall Forst | Burg Flyhöhe | Altes Schloss Gaildorf | Burgstall Gailenkirchen | Schloss Gammesfeld | Burgstall Geißrain | Burgruine Geyersburg | Schloss Goldbach | Burgstall Greifenberg | Schloss Gröningen | Burg Haagen | Burgstall Haßfelden | Burg Hengstfeld | Wasserschloss Herboldshausen | Burg Herrentierbach | Burg Hertenstein | Wasserschloss Honhardt | Burg Hohenkressberg | Burgruine Hohenstadt | Burgstall Hohenstatt | Burgruine Hohenstein | Burgstall Holenstein | Burgruine Hopfach | Schloss Hornberg | Schloss Jagstheim | Burgstall Kappelberg | Burg Katzenstein | Schloss Kirchberg | Burgruine Klingenfels | Wasserburg Kottspiel | Burg Kranzberg | Schloss Langenburg | Burg Leofels | Burg Limpurg | Burg Lobenhausen | Burg Lohr | Löwenburg | Schloss Ludwigsruhe| Jagdschloss Mainhardt | Schloss Matzenbach | Burgstall Michelbach | Schloss Michelbach an der Bilz | Schloss Michelbach an der Lücke | Turmhügel Michelbach | Burgstall Molkenstein | Schloss Morstein | Burg Neidenfels | Burgruine Neuberg | Burg Neuburg | Schloss Obersontheim | Schloss Oberrot | Burgstall Onolzheim | Burg Ottendorf | Pfannenburg | Wasserburg Ramsbach | Burgstall Rappenburg | Schloss Rechenberg | Burgstall Reinsburg | Schloss Reinsbürg | Burg Riedbach | Burg Rieden | Burgstall Rinnen | Burg Roßbürg | Burg Rötenberg | Burgstall Sanzenbach | Burgstall Schäfferloch | Burgstall Schlossbuckel | Schloss Schmiedelfeld | Burg Schönebürg | Schloss Schrozberg | Schrozburg | Schloss Senftenschlössle | Burgstall Staufenberg | Burgstall Stetten | Stöckenburg | Burgstall Streiflesberg | Suhlburg | Burg Sulz | Tannenburg | Burg Tierberg | Schloss Tullau | Wasserburg Untermünkheim | Wasserburg Unterscheffach | Burg Vellberg | Burg Vohenstein | Schloss Wäldershub | Burgruine Werdeck | Schloss Wildenstein | Burg Wolkenstein | Burgstall Wüstenau

Olympische Sommerspiele 1972/Teilnehmer (Thailand)

Thailand nahm bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München zum sechsten Mal an Olympischen Spielen teil. Das Land wurde durch vier Sportler vertreten.
Algerien • Äthiopien • Dahomey • Elfenbeinküste • Föderation Arabischer Republiken • Gabun • Ghana • Kamerun • Kenia • Lesotho • Liberia • Madagaskar • Malawi • Mali • Marokko • Niger • Nigeria • Obervolta • Sambia • Senegal • Somalia • Sudan • Swasiland • Tansania • Togo • Tschad • Tunesien • Uganda • Volksrepublik Kongo
Amerikanische Jungferninseln • Argentinien • Bahamas • Barbados • Bermuda • Bolivien • Brasilien • Britisch-Honduras • Chile • Costa Rica • Dominikanische Republik • Ecuador • El Salvador • Guatemala • Guyana • Haiti • Jamaika • Kanada • Kolumbien • Kuba • Mexiko • Nicaragua • Niederländische Antillen • Panama • Paraguay • Peru • Puerto Rico • Suriname • Trinidad und Tobago • Uruguay • Venezuela • Vereinigte Staaten
Afghanistan • Birma • Ceylon • Hongkong • Indien • Indonesien • Iran • Israel • Japan • Kambodscha • Kuwait • Libanon • Malaysia • Mongolei • Nepal • Nordkorea • Pakistan • Philippinen • Republik China • Saudi-Arabien • Singapur • Südkorea • Südvietnam • Syrien • Thailand
Albanien • Belgien • Bulgarien • Dänemark • BR Deutschland • DDR • Finnland • Frankreich • Griechenland • Irland • Island • Italien • Jugoslawien • Liechtenstein • Luxemburg • Malta • Monaco • Niederlande • Norwegen • Österreich • Polen • Portugal • Rumänien • San Marino • Schweden • Schweiz • Sowjetunion • Spanien • Tschechoslowakei • Türkei • Ungarn • Vereinigtes Königreich
Australien • Fidschi • Neuseeland
1952 • 1956 • 1960 • 1964 • 1968 • 1972 • 1976 • 1980 • 1984 • 1988 • 1992 • 1996 • 2000 • 2004 • 2008 • 2012
2002 • 2006 • 2010 • 2014
2010 • 2014
bisher keine Teilnahme

Karl Bacher

Karl Bacher (* 10. Februar 1884 in Waltrowitz, Südmähren; † 8. Juli 1954 in Steyr) war ein Alt-Österreichischer Mundartdichter.

Als Kind eines Kleinbauern wurde Karl Bacher in Waltrowitz (Südmähren) geboren. Er studierte an der Universität Wien Latein, Griechisch und Germanistik und war anschließend als Mittelschullehrer in Znaim tätig. In den Jahren 1930 hielt er sich häufig in Zellerndorf in Niederösterreich auf, wo ein Kreis um Josef Pazelt seine Mundartstücke aufführte. 1931 war er Mitherausgeber von „Dichtungen in niederösterreichischer Mundart“.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges hielt sich Karl Bacher mit seiner Familie in Steyr auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sein, wie das gesamte Vermögen der deutschen Einwohner von Waltrowitz, laut dem Beneš-Dekret 108 konfisziert. Anschließend wurden die deutschen Bewohner vertrieben. Karl Bacher verblieb bis zu seinem Tod in Steyr.
Karl Bacher beschäftigt sich in seinen Werken mit Natur, Land und niederösterreichischen / südmährischen Brauchtum, charakteristisch dafür: „Dos Liad vo der Thaya“, ein unvollständig gebliebenes Epos in Hexametern, das postum 1974 veröffentlicht wurde.
In all seinen Gedichten „verkörpert“ sich seine tiefempfundene Liebe zu seiner Mutter und seinem Geburtsland, zB.: „Herdfeuer von Dahoam“ (1952), und in seinen vielen Einschaltungen im „Südmährischen Jahrbuch“ sowie „Südmährer“
In Zellerndorf befindet sich eine Gedenkstätte für Karl Bacher.
Lyrik
Dramatik
Prosa
Postum

Ilse Ridder-Melchers

Ilse Ridder-Melchers (* 28. September 1944 in Hindenburg/Oberschlesien, heute Zabrze) ist eine deutsche Politikerin (SPD).

Ilse Ridder-Melchers kam als Kleinkind in das Münsterland und besuchte dort die Volks- und Realschule. Anschließend arbeitete sie als Jahrespraktikantin in einem Kinderheim. Im Jahr 1965 machte sie in Münster Abitur.
Im Jahr 1966 trat Ridder-Melchers der SPD bei. Bereits 1969 wurde sie Mitglied des Stadtrats von Coesfeld und 1972 Fraktionssprecherin. Vorher war sie seit dem Jahr 1970 Vorstandsmitglied der Jungsozialisten im Unterbezirk Münster. 1976 wurde sie Mitglied des Vorstands des SPD-Unterbezirks Coesfeld. Am 17. Januar 1977 rückte sie über die Landesreserveliste als Nachfolgerin für Richard Grünschläger in den nordrhein-westfälischen Landtag nach. Grünschläger wurde zu diesem Zeitpunkt Regierungspräsident in Arnsberg.
Vom 17. Januar 1977 bis 29. Mai 1985, vom 7. November 1985 bis 31. Mai 1995, vom 4. Januar 1996 bis 1. Juni 2000 und vom 19. Februar 2003 bis 7. Juni 2005 saß sie im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Von 1990 bis 1998 war sie nordrhein-westfälische Ministerin für die Gleichstellung von Mann und Frau.
1999 scheiterte sie im Kreis Coesfeld als Landratskandidatin. Sie erreichte mit 27,2 % nur Platz 2. Seit 2006 ist sie als Verantwortliche für den Fachbereich Frauen und Gleichstellung Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbunds.
Ilse Ridder-Melchers wohnt in Coesfeld im Münsterland, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Am 20. August 2008 erhielt sie den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.
Kabinett Rau IV – Kabinett Rau V

William Henry Edwards

William Henry Edwards (* 15. März 1822 in Hunter, Greene County, New York; † 4. April 1909 in Coalburgh, West Virginia) war ein amerikanischer Entomologe.

Edwards Eltern waren William W. Edwards und Helen Ann Mann. Sein Vater besaß eine Gerberei und kaufte im Verlauf der Kindheit seines Sohnes einen mehr als 400 Hektar großen Wald, um Gerberlohe zu erwirtschaften. Durch diesen Wald entdeckte Edwards die Natur und seine Liebe zu ihr.
Im Jahre 1846 besuchte er Brasilien, wo er Vögel, Insekten und andere Tiere sammelte. Bekanntheit erlangte er im Jahr 1847 durch die Veröffentlichung seines Buches A Voyage Up the River Amazon, with a residency at Pará. Dieses Buch faszinierte viele Leser und inspirierte auch Alfred Russel Wallace und Henry Bates dazu, diesen Kontinent zu bereisen und zu erforschen.
Edwards Spezialgebiet waren die Schmetterlinge (Lepidoptera) – im Jahr 1868 begann er mit der Veröffentlichung seines prächtig bebilderten Hauptwerkes The Butterflies of North America, das er im Jahr 1897 abschloss. Er war ein Beobachter des amerikanischen Bürgerkrieges und Briefpartner von Charles Darwin.
Edwards veröffentlichte über 250 Artikel in verschiedenen Wissenschaftsjournalen.

Family Circle Cup 2013/Qualifikation

Dieser Artikel zeigt die Ergebnisse der Qualifikationsrunden für den Family Circle Cup 2013 der Damen. Insgesamt nahmen 32 Spielerinnen an der Qualifikation teil, die am 30. und 31. März 2013 stattfanden.

 Brisbane  | Auckland | Shenzhen |  Sydney  | Hobart |  Australian Open  | Pattaya |  Paris  |  Doha  | Bogotá | Memphis |  Dubai  | Acapulco | Kuala Lumpur | Florianópolis |  Indian Wells  |  Miami  |  Charleston  | Monterrey | Katowice |  Stuttgart  | Marrakesch | Oeiras |  Madrid  |  Rom  |  Brüssel  | Straßburg |  French Open  | Nürnberg | Birmingham |  Eastbourne  | ’s-Hertogenbosch |  Wimbledon Einzel / Doppel  | Palermo | Båstad | Bad Gastein |  Stanford  | Baku |  Carlsbad  | Washington D.C. |  Toronto  |  Cincinnati  |  New Haven  |  US Open  | Taschkent | Québec (Stadt) | Seoul | Guangzhou |  Tokio  |  Peking  | Linz | Ōsaka |  Moskau  | Luxemburg (Stadt) |  WTA Championships  |  Tournament of Champions 
Klassifikation:   Grand Slam  |  Jahresendveranstaltung   Premier Mandatory  |  Premier 5  |  Premier  |  International 

Universidad Bolivariana de Venezuela

Die Bolivarianische Universität Venezuelas (spanisch: Universidad Bolivariana de Venezuela) kurz UBV genannt, ist die jüngste staatliche Universität Venezuelas. Die UBV wurde 2003 durch den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez ins Leben gerufen.
Die UBV ist Teil des von der Bolivarianischen Regierung geschaffenen Sozialprogrammes „Misión Sucre“, dessen Ziel es ist, auch den armen Bevölkerungsteilen eine höhere Bildung zu ermöglichen. Die Aufnahmebedingungen an der UBV sind daher entsprechend wenig restriktiv. Einzige Voraussetzung ist ein Abschluss der Mittelschule, welche ebenfalls im Rahmen der Misión Sucre stattfindet.
Die UBV legt aufgrund ihres Ursprungs in der bolivarianischen Revolution besonderen Wert auf die soziale Ausrichtung ihres Bildungsangebotes sowie Lehrpersonals. Von Seiten der venezolanischen politischen Opposition wird die UBV wegen ihrer politischen Ausrichtung und besonderen akademischen Bedingungen wenig geschätzt.

An der UBV werden folgende Studiengänge angeboten:
Voraussetzung für das Studium an der UBV ist eine abgeschlossene Mittelschulbildung. Vorzugsweise sollte diese über das Bildungsprogramm der Misión Sucre erworben worden sein.
Die UBV vergibt verschiedene Stipendien. Dazu zählen Arbeitsstipendien, Sportstipendien sowie Vollstipendien.
Die Bolivarianische Universität hat neben ihrem Hauptsitz in Caracas auch Zweigstellen in den wichtigsten Gemeinden des Landes. Einige befinden sich jedoch noch in Aufbau bzw. Planung. Die wichtigsten bereits existierenden Campus befinden sich in folgenden Gemeinden:
Der Hauptsitz der bolivarianischen Universität befindet sich in den ehemaligen Gebäuden der staatlichen Erdölfirma PDVSA und bietet in ihren Installationen eine Bibliothek, eine Cafeteria sowie Computerräume mit Internetanschluss. Ebenfalls steht den Studenten eine universitätseigene Busflotte für Exkursionen zur Verfügung.

Arthur Lüttringhaus

Arthur Lüttringhaus (* 6. Juli 1906 in Köln-Mülheim; † 27. Mai 1992 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Chemiker und Universitätsprofessor.

Lüttringhaus stammte aus einer Kölner Fabrikantenfamilie. Ein Onkel väterlicherseits Arthur Lüttringhaus senior war Chemiker bei der BASF. Er studierte von 1924 bis 1927 Chemie an der Universität München und wechselte 1927 zu Adolf Windaus nach Göttingen, wo er 1930 promoviert wurde. Dort gelang ihm unter anderem die erstmalige Kristallisation von Vitamin D1 und Vitamin D2. Von 1931 bis 1936 forschte er unter Karl Ziegler in Heidelberg. Dort habilitierte er sich 1937 zu Themen der Stereochemie. Seine Hochschullaufbahn begann 1938 in Berlin als Privatdozent. 1941 wurde er außerplanmäßiger Professor an der Universität Greifswald, 1947 ordentlicher Professor an der Universität Halle und 1951 Ordinarius für Organische Chemie in Freiburg. Dort war er der Nachfolger von Hermann Staudinger. 1972 wurde er emeritiert. Lüttringhaus war Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin, der Deutschen Akademie der Naturforscher (Leopoldina) in Halle und korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Lüttringhaus beschäftigte sich hauptsächlich mit den Gebieten Organische Chemie, Stereochemie und Metallorganische Chemie. Er fand 1938 die Lüttringhaus-Umlagerung (Diarylether in o-Arylphenole), arbeitete über Schwefelverbindungen (insbesondere Strukturaufklärung der Trithione als Thioozonide), fand bei der Untersuchung von ansa-Verbindungen einen neuen Typ asymmetrischer Verbindungen (Atropisomerie), synthetisierte Phenol aus Chlorbenzol, entdeckte den Cholinesterase-Reaktivator Obidoximchlorid (Toxogonin). Er war Mitherausgeber von Scientia Chimica und der Zeitschrift Chemische Berichte.

Slim-Fast

Slim-Fast ist eine Marke, unter der diätunterstützende Formula-Diäten (Shakes) und Zwischenmahlzeiten (Riegel) für eine Reduktionsdiät hergestellt und vertrieben werden.
Slim Fast wirbt häufig mit Diäten prominenter Personen, die ihre Produkte einsetzen. Mitte der 1990er Jahre war Harry Wijnvoord in Deutschland einer der prominenten Werbeträger.
Lange Zeit benutzte Slim-Fast den Slogan „a shake for breakfast, a shake for lunch, then a sensible dinner“ („Ein Shake zum Frühstück, ein Shake zu Mittag, dann ein vernünftiges Abendessen“), um die Anwendung der Slim-Fast Produkte im Rahmen des Diätplans zu beschreiben. In letzter Zeit versucht die Marke vor allem durch die Verknüpfung der Slim-Fast-Produkte mit der „Best Life Diät“ erfolgreich zu sein. Einer Studie von 2003 zufolge sind Langzeiterfolge mit Slim-Fast durchaus möglich, unter der Voraussetzung, dass sich Anwender streng an die SlimFast-Regeln halten.
Slim-Fast wurde 1977 von S. Daniel Abraham als Teil der Thompson Medical Group gegründet. 1987 privatisierte Abraham die Marke und verkaufte sie im Jahr 2000 für 2,3 Milliarden Dollar an Unilever. Sie wurde unter anderem in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Irland, Deutschland und Brasilien vertrieben.
Ab etwa der Jahrtausendwende kämpfte Slim-Fast, wie viele andere Diätprodukte im Zuge des Aufkommens von sogenannten Low-Carb-Diäten, mit einem Verkaufszahlenrückgang (2002: 21 Prozent in einem Jahr). Darauf reagierte die Marke 2004 mit einer eigenen Low-Carb-Produktreihe, um diesen Teil des Marktes mit abzudecken. Des Weiteren wurden Slim-Fast-Optima-Produkte entwickelt, die im Vergleich zu den standardmässigen Slim-Fast-Produkten einen noch geringeren Zuckergehalt haben sollen.
Aufgrund starker Absatzrückgänge wurde der Vertrieb in Deutschland um das Jahr 2005 von Allpharm übernommen. Im Jahr 2014 veräußerte Unilever einen Mehrheitsanteil an Slim-Fast an die US-amerikanische Beteiligungskapitalgesellschaft Kainos Capital.

Nico Ihle

Nico Ihle (* 2. Dezember 1985 in Karl-Marx-Stadt) ist ein deutscher Eisschnellläufer. Er ist der jüngere Bruder von Denny Ihle.
Nico Ihle startet für die Chemnitzer Skatergemeinschaft, wo er zunächst von Henry Taube, später durch Heiko Walther und seit 2005 von Klaus Ebert trainiert wird. Sein Weltcupdebüt gab Ihle 2005/06 bei einem Weltcup in Salt Lake City. Bei den Rennen zur Deutschen Meisterschaft 2006 wurde er Dritter auf der 500-Meter Strecke. 2007 wurde er Vizemeister über 100 Meter und Dritter im Sprintvierkampf. Sieben Mal war er Deutscher Juniorenmeister.
Bei den Sprintweltmeisterschaften 2008 landete Ihle mit Platz 25 im Mittelfeld. Die Saison 2008/09 begann mit den deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in Berlin wo er Bronze über 1000 Meter und seinen ersten nationalen Titel über 500 Meter holte.
Im letzten Weltcup-Rennen in der Saison 2009/10 vor den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver konnte sich Ihle in Salt-Lake City mit deutschem Rekord über 1000 m für die Olympischen Spiele mit Platz sieben qualifizieren. Bei seiner ersten Olympiateilnahme in Vancouver erreichte er über die 500 m einen respektablen 18. Platz.
Seinen internationalen Durchbruch schaffte Ihle in der Saison 2010/2011 mit zahlreichen Top-Ten-Platzierungen über 500 m und 1000 m, die beste davon war ein vierter Platz am 29. Januar 2011 beim Weltcup in Moskau.
Bei der Sprint-Weltmeisterschaft am 26./27. Januar 2013 in Salt Lake City holte er sich mit 34,87 s den mittlerweile verlorenen Deutschen Rekord von seinem Bruder wieder zurück, und verbesserte ihn einen Tag später nochmal deutlich auf 34,64 s. In der Gesamtwertung kam er auf den zehnten Platz. Dabei übertraf er mit 137,945 seinen eigenen nationalen Punkterekord. Am 2. März 2013 belegte er beim 1000-Meter-Rennen in Erfurt den dritten Platz und erreichte erstmals im Weltcup einen Podiumsplatz.
Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi belegte Ihle über 500 m den achten Platz und sorgte somit für das beste Olympia-Ergebnis eines deutschen Teilnehmers in dieser Disziplin seit 1992. Über 1000 m erreichte Ihle sogar Platz vier und verfehlte den Bronzerang nur um 0,12 Sekunden. Am 8. und 9. März 2014 gelangen Ihle in Inzell mit dem dritten und zweiten Rang über 500 m zwei Podestplatzierungen im Weltcup.
Am 6. Dezember 2014 gewann Ihle in Berlin über 1000 m sein erstes Weltcuprennen vor Samuel Schwarz. Zuletzt hatte es in der Saison 1989/90 einen deutschen Doppelsieg gegeben. Bei der Sprintweltmeisterschaft 2015 in Astana lag Ihle nach dem ersten Tag auf dem Bronzerang, wurde aber am zweiten Tag wegen eines Fehlstarts beim 500-Meter-Rennen disqualifiziert.
Ihle ist Sportsoldat der Bundeswehr-Sportfördergruppe im sächsischen Frankenberg.
(Stand: 9. Februar 2015)