Eugenie von Soden

Eugenie von Soden (* 21. Oktober 1858 in Esslingen am Neckar; † 19. März 1930 in Baden-Baden) war eine deutsche Schriftstellerin.
Eugenie von Soden war eine Tochter des Freiherrn Theodor August von Soden und seiner Frau Clementine Camerer, die nach Jahren in Cincinnati nach Esslingen gezogen waren, wo sie in der Fabrikstraße 18 eine private Töchterschule mit Pensionat eröffneten. Hier wuchs Eugenie von Soden mit fünf Geschwistern, darunter der Zwillingsschwester Frieda, auf und arbeitete später in dem Institut ihrer Eltern mit, bis dieses nach 35 Jahren geschlossen wurde. Danach zog sie mit ihren Eltern nach Cannstatt und versorgte sie bis zu deren Tod.
1905 veröffentlichte sie den Gedichtband Haidekraut, den sie ihrer Zwillingsschwester widmete. Ein weiteres Buch aus dieser Zeit war Aus meiner Mappe. Außerdem schrieb sie Aufsätze für die Schwäbische Frauenzeitung und fungierte als Herausgeberin der drei Bände des Frauenbuchs. Diese drei Bände erschienen 1913/14 und waren dazu bestimmt, eine „allgemeinverständliche Einführung in alle Gebiete des Frauenlebens der Gegenwart“ zu geben.
Eugenie von Soden war in zahlreichen Einrichtungen der Frauenbewegung tätig. So war sie Mitglied im Württembergischen Verein für Frauenstimmrecht, im Verein für weibliche Angestellte in Handel und Gewerbe und in der Frauenlesegruppe. Im Verein für weibliche Angestellte in Handel und Gewerbe leitete sie die Kommission für Unterricht, Belehrung und Unterhaltung. Auch an der Gründung des Stuttgarter Frauenclubs war sie beteiligt.
Das Sozialministerium ließ im Rahmen eines Förderprogramms eine Gedenktafel für Emilie von Soden in Esslingen aufhängen.

Australian Open 2008/Mixed

Das Mixed der Australian Open 2008.
Vorjahresgewinner waren Jelena Lichowzewa und Daniel Nestor. Lichowzewa trat jedoch nicht an, Daniel Nestor spielte mit Zheng Jie und schied gleich in der ersten Runde aus. Den Sieg konnten die Chinesin Sun Tiantian und der Serbe Nenad Zimonjić für sich verbuchen.

Bei den Australian Open 2008 wurden im Mixed die folgenden Preisgelder und Weltranglistenpunkte für das Erreichen der jeweiligen Runde ausgezahlt bzw. gutgeschrieben. Dabei wurden die Preisgelder immer pro Team ausgezahlt.
1922 | 1923 | 1924 | 1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939 | 1940 | 1941 | 1942 | 1943 | 1944 | 1945 | 1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016

Stift Clarholz

Das Stift Clarholz, meist Kloster Clarholz genannt, liegt in der Gemeinde Herzebrock-Clarholz im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen. Stift Clarholz war zwischen 1133 und der Säkularisation im Jahr 1803 eine Propstei der Prämonstratenser. 670 Jahre lang war es im Grenzland der Bistümer Münster, Osnabrück und Paderborn ein religiöses Zentrum, ein Ort der Kultur und ein nicht unbedeutender Wirtschaftsfaktor. Im Mittelalter pflegte es ökonomische und geistliche Beziehungen in das Land von Vollenhove an der Zuiderzee (Bistum Utrecht) bis zum Verkauf seiner dortigen Güter im Jahr 1549. Im 19. Jahrhundert wurde es Schloss der Grafen Bentheim-Tecklenburg.

1133 schenkte der Edle Rudolf von Steinfurt seine in Clarholz und dem benachbarten Lette gelegenen Güter, zu denen auch je eine Kapelle gehörte, „zu seinem und seiner Eltern ewigem Gedächtnis“ dem Prämonstratenserorden. Die Stiftung wurde im Januar 1134 durch Lothar III. unter Mitwirkung des Ordensgründers, des hl. Norbert von Xanten, damals Erzbischof von Magdeburg, bestätigt. Sie wurde vom Kloster Cappenberg aus, der ersten Niederlassung der Prämonstratenser in Deutschland, besiedelt, und zwar in der für die Anfänge des Ordens typischen Form eines Doppelklosters mit männlichem Konvent in Clarholz und Frauenkonvent in Lette. Bischof Werner von Münster vermehrte noch 1134 die Grundausstattung und übertrug dem Stift die Seelsorge in der nordwestlich gelegenen Nachbargemeinde Beelen. 1146 nahm Papst Eugen III. das junge Stift unter seinen Schutz; namentlich erwähnte er dabei den ersten Propst, Ermward, der bis 1184 im Amt blieb.
1175 wurde die fertiggestellte Stiftskirche, eine flachgedeckte Basilika im romanischen Stil mit Westriegel, Querhaus und drei Apsiden, durch Bischof Arnold von Osnabrück geweiht. Er verlieh ihr auch Pfarrrechte und errichtete das Kirchspiel Clarholz mit der Bauerschaft Heerde, das fortan zum Bistum Osnabrück gehörte, während Lette und Beelen im Bistum Münster verblieben. Die Stiftskirche erhielt eine Reliquie des 1170 in Canterbury ermordeten Erzbischofs Thomas Becket, der dem Reformorden verbunden gewesen war; das Reliquiar – eine Arbeit aus Limoges – ist erhalten.
Der zweite Propst, Friedrich von Tecklenburg (1187–1216), entfaltete rege wirtschaftliche Aktivitäten, scheiterte aber mit seinen Bewerbungen um das Bischofsamt in Münster und die Abtswürde in Corvey; er wurde schließlich abgesetzt und war zuletzt Abt im Kloster Knechtsteden. Sein Nachfolger, Ludger (1217–1234), der dem Kölner Erzbischof Engelbert von Berg (1216–1225) nahestand, erhielt 1231 von Papst Gregor IX. eine Schutzerklärung für das Stift; darin wurden als dessen Eigentum aufgezählt 20 Meierhöfe, 45 Erben, zwei Mühlen, die Fischereirechte auf der Ems von Hüttinghausen bis Warendorf, Einkünfte aus der Saline in Werl und manches mehr. Graf Simon von Lippe erhielt 1296 die Vogtei über das Stift, die anfangs die Nachfahren des Stifters wahrgenommen hatten.
Clarholz lag am Schnittpunkt der Straße von Münster nach Paderborn mit einer Straße von Bielefeld nach Hamm. Der Aufnahme von Reisenden, Pilgern und Kranken diente das im Jahre 1300 erwähnte Klosterhospital; einer der Konventualen fungierte als „Siechenmeister“. Ab etwa 1320 wurde die Stiftskirche zur gotischen Hallenkirche umgebaut; die aus dieser Zeit stammenden, von symbolträchtigen Tier- und Pflanzenmotiven geprägten Gewölbemalereien wurden von Hilde Claussen (1919–2009) freigelegt.
Im 14. Jahrhundert führte der Rückgang der Zahl der Laienbrüder zur Umstellung der Landwirtschaft auf Verpachtung und bezahlte Kräfte. Während der jahrzehntelang dauernden lippisch-tecklenburgischen Fehde wurde das Stift 1437 gebrandschatzt. Auch innerlich befand sich der Konvent damals in einer Krise.
Auf Intervention des Basler Konzils übernahmen 1439 zwei Marienfelder Zisterzienser die leitenden Ämter des Propstes und Priors. Sie luden mehrmals die Prämonstratenseräbte von Steinfeld (Eifel) und Wittewierum (Friesland) zu Visitationen ein, um ihren Reformen im Clarholzer Konvent Nachdruck zu verleihen. Wittewierum stand unter dem Einfluss der „Devotio moderna“ und der Windesheimer Kongregation. Unter Propst Johannes Hundebeke (1456–1487) kam es zu zahlreichen Neueintritten in das Stift, der Einrichtung einer Schule (1463), dem Bau eines Lettners in der Kirche und der Reorganisation der Verwaltung der niederländischen Güter um Vollenhove. 1496 schlossen die Zisterzienserabtei Marienfeld, das Prämonstratenserstift Clarholz und das seit 1467 zur Bursfelder Kongregation gehörende Benediktinerinnenkloster Herzebrock einen Freundschaftsbund.
Gegen landesherrliche und reformatorische Übergriffe des Herrn von Rheda, Graf Konrad von Tecklenburg (1530–1557), suchten die Klöster Marienfeld, Clarholz und Herzebrock den Schutz Kaiser Karls V. Nach zähen Verhandlungen am Reichskammergericht gelang es ihnen, das katholische Bekenntnis in den Kirchspielen Lette, Clarholz und Herzebrock zu erhalten und sich als Landstände der Herrschaft Rheda zu positionieren.
Im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts glich sich der Clarholzer Konvent den Lebensformen des Landadels an und verwahrloste. Das weibliche Klosterleben in Lette löste sich ganz auf. Erst seit etwa 1625 konnten die Westfälische Zirkarie des Prämonstratenserordens und ihre herausragenden Abteien Knechtsteden und Steinfeld allmählich die Reformen des Trienter Konzils in Clarholz durchsetzen. Unter Propst Bernhard von Kerckering (1666–1693) fand der Konvent zu neuer Stabilität. 1679 wurde an der Clarholzer Kirche die „Erzbruderschaft Unserer Lieben Frau vom Berge Carmel“ konstituiert. Von 1680 bis 1685 wirkte der Steinfelder Prämonstratenser Leonhard Goffiné als Seelsorger in Clarholz; er begann hier mit den Arbeiten an der „Handpostille“, seinem bis ins 20. Jahrhundert immer wieder aufgelegten, in viele Sprachen übersetzten Haus- und Andachtsbuch für katholische Familien.
Der 1693 als 34-jähriger zum Propst gewählte Elbert von Kückelsheim entfaltete in seiner langen Amtszeit – er starb am 10. Mai 1750 im Alter von 91 Jahren – eine rege Bau- und Kunsttätigkeit. Auf ihn gehen die barocke Innenausstattung der Stiftskirche (Altäre, Kanzel, Orgel), die nach Plänen von Gottfried Laurenz Pictorius von dem Lippstädter Baumeister Nikolaus Wurmstich 1705/07 errichtete Propstei, der Wirtschaftshof und die Klosterpforte (1725/28) zurück. Die inkorporierten Pfarreien St. Vitus in Lette und St. Johannes Baptist in Beelen erhielten 1709 bzw. 1746 neue Pfarrhöfe und neue Orgeln von dem Beckumer Orgelbauer Heinrich Menke (1716, Beelen schon 1713). Kückelsheims Nachfolger Leopold von Rübel (1750–1763) baute 1759 die Zehntscheune Clarholz und das Gärtnerhaus in Lette.
Der vorletzte Propst Franz Philipp von Meuseren (1765–1794) stand der katholischen Aufklärung nahe. Er richtete im Stift ein Hausstudium (mit Bibliothek) ein. Sein Cellerar Clemens August von Dücker modernisierte Landwirtschaft, Mühlen und Ziegelei. Der letzte Propst, Jodokus van Oldeneel, der aus einer katholischen Adelsfamilie in Overijssel stammte, nahm ab 1794 zahlreiche aus Frankreich vor dem Terror der Revolution geflohene Prämonstratenser und andere Geistliche dauerhaft im Stift auf, bis sie 1802 in ihr Heimatland zurückkehren konnten. 1798 übernahm er das Patenamt für den ältesten Sohn seines Sekretärs und Justitiars Carl Bernhard Temme, Jodokus Temme, der in den Revolutionsjahren von 1848/49 als geradliniger Vorkämpfer der Demokratie in Deutschland bekannt wurde und 1881 im Schweizer Exil verstarb.
Gegen die drohende Säkularisation ersuchte das Stift um Rechtshilfe beim Reichshofrat in Wien und erreichte ein entsprechendes Mandat, das aber nicht durchgesetzt werden konnte, weil der Graf von Bentheim-Tecklenburg am 27. Oktober 1803 mit preußischer Militärhilfe die Räumung des Klosters erzwang und den Konvent enteignete. Zahlreiche Gebäude wie das Kapitelhaus, die Kreuzgänge sowie einige Wirtschaftsgebäude wurden abgerissen. Die Propstei wurde im 19. Jahrhundert vom Konventshaus getrennt und zu einem Schloss umgestaltet. Prominenter Bewohner war 1849/52 Prinz August Ludwig zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, von 1852 bis 1866 letzter leitender Minister des Herzogtums Nassau.
Nach Auflösung des 1806 errichteten Patronats der Grafen von Bentheim-Tecklenburg befinden sich Kirche und Konventshaus seit 1969 im Eigentum der Katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius Clarholz. Propstei, Wirtschaftsgebäude und Zehntscheune sind Eigentum der Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg in Rheda. Im Kapitelsaal der Propstei führt der „Freundeskreis Propstei Clarholz“ Konzerte und kulturelle Veranstaltungen durch, in der Kellnerei betreibt er ein Klostermuseum. Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz nutzt die Zehntscheune als Begegnungsstätte. Die Klostergärten wurden 1999–2003 im Rahmen des Projektes „Gartenlandschaft Ostwestfalen-Lippe“ in Anlehnung an historische Vorgaben neu gestaltet.
Der Prälatenweg verbindet das Kloster Clarholz mit den Klosteranlagen Herzebrock und Marienfeld.
51.9016538.191295Koordinaten: 51° 54′ 6″ N, 8° 11′ 29″ O

Richard Sevigny

Richard F. Sévigny (* 4. November 1957 in Montreal, Quebec) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeytorwart, der von 1979 und 1987 für die Montréal Canadiens und Québec Nordiques in der National Hockey League spielte.

Während seiner Juniorenzeit spielte Sevigny zusammen mit Rick Vaive für die Sherbrooke Castors in der QMJHL. Beim NHL Amateur Draft 1977 wählten ihn die Montreal Canadiens in der siebten Runde als 124. Spieler des Drafts aus.
Seine erste Station im Seniorenbereich waren 1977 die Kalamazoo Wings in der IHL. Ein Jahr später spielte er für die Springfield Indians in dir AHL. Im Laufe der Saison wechselte er innerhalb der AHL zu den Nova Scotia Voyageurs. Für die Playoffs holten ihn auch die Canadiens als dritten Torhüter hinter Ken Dryden und Michel Larocque in ihren Kader. So gewann er seinen ersten und einzigen Stanley Cup, noch bevor er sein erstes Spiel in der NHL bestritten hatte.
Erst in der darauffolgenden Saison 1979/80 stand er zum ersten Mal in der NHL im Tor. Dryden hatte seine Karriere beendet und Larocque teilte sich das Gros der Eiszeit mit Denis Herron. Sevigny bestritt in diesem Jahr elf Spiele in der NHL. Im folgenden Jahr teilten sich die Drei die Eiszeit auf, wobei er nach dem Weggang von Larocque mit 33 die meiste Spiele im Tor gestanden hatte. Zum einzigen Mal in der NHL-Geschichte waren es drei Torhüter, die mindestens 25 Spiele bestritten hatten und sich so die Vezina Trophy teilten. Ab der Saison 1981/82 teilte Sevigny sich den Platz im Tor vor allem mit Rick Wamsley.
Nach der Saison 1983/84 lief sein Vertrag in Montreal aus und unerwarteterweise konnte er sich mit den Canadiens nicht auf eine Verlängerung einigen. Es gab eine Reihe von Interessenten, von denen die Quebec Nordiques das Rennen machten. Bei den Nordiques war er einer von drei Torhütern, die sich die Aufgabe teilten. Es gelang ihm nicht, sich als Stammtorwart durchzusetzen, und so spielte er auch immer wieder für die Fredericton Express in der AHL. Zur Saison 1987/88 beendete er seine Karriere in der NHL.
Später spielte er noch in Frankreich für den HC Chamonix und den HC Briançon.
Wertvollster Torhüter: 1927 Hainsworth | 1928 Hainsworth | 1929 Hainsworth | 1930 Thompson | 1931 Worters | 1932 Gardiner | 1933 Thompson | 1934 Gardiner | 1935 Chabot | 1936 Thompson | 1937 Smith | 1938 Thompson | 1939 Brimsek | 1940 Kerr | 1941 Broda | 1942 Brimsek | 1943 Mowers | 1944 Durnan | 1945 Durnan | 1946 Durnan
Bester Gegentorschnitt pro Spiel: 1947 Durnan | 1948 Broda | 1949 Durnan | 1950 Durnan | 1951 Rollins | 1952 Sawchuk | 1953 Sawchuk | 1954 Lumley | 1955 Sawchuk | 1956 Plante | 1957 Plante | 1958 Plante | 1959 Plante | 1960 Plante | 1951 Bower | 1962 Plante | 1963 Hall | 1964 Hodge | 1965 Bower, Sawchuk | 1966 Hodge, Worsley | 1967 Hall, DeJordy | 1968 Vachon, Worsley | 1969 Hall, Plante | 1970 Esposito | 1971 Giacomin, Villemure | 1972 Esposito, Smith | 1973 Dryden | 1974 Esposito, Parent | 1975 Parent | 1976 Dryden | 1977 Dryden, Larocque | 1978 Dryden, Larocque | 1979 Dryden, Larocque | 1980 Edwards, Sauvé | 1981 Herron, Larocque, Sevigny
Bester Torhüter: 1982 Smith | 1983 Peeters | 1984 Barrasso | 1985 Lindbergh | 1986 Vanbiesbrouck | 1987 Hextall | 1988 Fuhr | 1989 Roy | 1990 Roy | 1991 Belfour | 1992 Roy | 1993 Belfour | 1994 Hašek | 1995 Hašek | 1996 Carey | 1997 Hašek | 1998 Hašek | 1999 Hašek | 2000 Kölzig | 2001 Hašek | 2002 Théodore | 2003 Brodeur | 2004 Brodeur | 2005 – | 2006 Kiprusoff | 2007 Brodeur | 2008 Brodeur | 2009 Thomas | 2010 Miller | 2011 Thomas | 2012 Lundqvist | 2013 Bobrowski | 2014 Rask | 2015 Price

Meta Wolff

Meta Wolff (* 13. August 1902; † 6. November 1941 in Berlin) war eine deutsche Bühnenschauspielerin.
Meta Wolff arbeitete seit der Spielzeit 1929/30 am Theater in Halberstadt. Am 3. Mai 1930 heiratete sie ihren Kollegen Joachim Gottschalk, der in den 1930er Jahren zu einem der beliebtesten deutschen Filmdarsteller wurde. Im Februar 1933, also unmittelbar nach dem nationalsozialistischen Regierungsantritt, wurde ihr Sohn Michael geboren. Als den Behörden bekannt wurde, dass Meta Wolff Jüdin war, wurde Gottschalk vor die Wahl gestellt, sich entweder von seiner Frau, die bereits unter Auftrittsverbot stand, zu trennen oder sofort zur Wehrmacht einberufen und an die Front geschickt zu werden. Da er der Forderung nicht nachkam, wurde er von der Reichsfachschaft Film mit Arbeitsverbot belegt. Im Herbst 1941 folgte die Benachrichtigung, dass Meta Wolff und der Sohn deportiert werden sollten. Gottschalks Antrag, ebenfalls deportiert zu werden, wurde von Reichskulturwart Hans Hinkel abgelehnt. Um nicht getrennt zu werden, ging die Familie daraufhin in den Freitod.
Das Schicksal von Meta Wolff und Joachim Gottschalk hat Kurt Maetzigs Film Ehe im Schatten (1947) und John O’Keefes Schauspiel „Times Like These“ (2002) angeregt. Die letzte Ruhestätte der Familie auf dem Südwest-Kirchhof in Stahnsdorf bei Berlin wurde 1999 zum Ehrengrab der Stadt Berlin erklärt.

Li Xiaoxia

Li Xiaoxia (chinesisch 李曉霞 / 李晓霞, Pinyin Lǐ Xiǎoxiá; * 16. Januar 1988 in Anshan (Liaoning) (China)) ist eine professionelle chinesische Tischtennisspielerin. Sie wurde 2012 Olympiasiegerin im Einzel und 2013 Weltmeisterin im Einzel und Doppel.

Li Xiaoxia trainiert im Jiangsu Wuxi Shanhe Club in Wuxi, China. Ihr Trainer ist Li Sun, der auch der Mentor von Olympiasiegerin Zhang Yining ist.
Seit dem Jahr 2002 steigt Li Xiaoxia kontinuierlich in der ITTF-Weltrangliste. Sie gehört neben Guo Yue zu den Spielerinnen, von denen angenommen wird, dass sie in Zukunft die Tischtennisweltspitze dominieren werden.

1926: Mária Mednyánszky | 1928: Mária Mednyánszky | 1929: Mária Mednyánszky | 1930: Mária Mednyánszky | 1931: Mária Mednyánszky | 1932: Anna Sipos | 1933: Anna Sipos | 1934: Marie Kettnerová | 1935: Marie Kettnerová | 1936: Ruth Hughes Aarons | 1937: vakant | 1938: Trude Pritzi | 1939: Vlasta Depetrisová | 1947: Gizella Lantos-Gervai-Farkas | 1948: Gizella Lantos-Gervai-Farkas | 1949: Gizella Lantos-Gervai-Farkas | 1950: Angelica Adelstein-Rozeanu | 1951: Angelica Adelstein-Rozeanu | 1952: Angelica Adelstein-Rozeanu | 1953: Angelica Adelstein-Rozeanu | 1954: Angelica Adelstein-Rozeanu | 1955: Angelica Adelstein-Rozeanu | 1956: Tomi Ōkawa | 1957: Fujie Eguchi | 1959: Kimiyo Matsuzaki | 1961: Qiu Zhonghui | 1963: Kimiyo Matsuzaki | 1965: Naoko Fukazu | 1967: Sachiko Morisawa | 1969: Toshiko Kowada | 1971: Lin Huiqing | 1973: Hu Yulan | 1975: Pak Yung-sun | 1977: Pak Yung-sun | 1979: Ge Xinai | 1981: Tong Ling | 1983: Cao Yanhua | 1985: Cao Yanhua | 1987: He Zhili | 1989: Qiao Hong | 1991: Deng Yaping | 1993: Hyun Jung-hwa | 1995: Deng Yaping | 1997: Deng Yaping | 1999: Wang Nan | 2001: Wang Nan | 2003: Wang Nan | 2005: Zhang Yining | 2007: Guo Yue | 2009: Zhang Yining | 2011: Ding Ning | 2013: Li Xiaoxia | 2015: Ding Ning

Chucho Valdés

Dionisio de Jésus „Chucho“ Valdés Rodríguez (* 9. Oktober 1941 in Havanna, Kuba) ist ein kubanischer Pianist und Komponist des Latin- und Modern Jazz, der an Verbindungen der kubanischen Musik mit anderen Musikgenres arbeitet. Er ist einer der bekanntesten kubanischen Jazzmusiker.

Valdés entstammt einer Pianistenfamilie: Bebo Valdés war sein Vater; seine Mutter Pilar Rodríguez ist gleichfalls Pianistin, ebenso wie sein Sohn Chuchito Valdés. Er begann mit dem Pianospiel im Alter von drei Jahren und bestand 1950 die Aufnahmeprüfung für das Konservatorium in Havanna. Als Jugendlicher spielte er in der Hausband des Club Tropicana, deren musikalischer Leiter er wurde. Mit 16 war er schon Kopf einer eigenen Gruppe. Ab 1963 spielte er mit Arturo Sandoval und Paquito D’Rivera, mit denen er 1967 das Orquesta Cubana de Música Moderna gründete. Mit diesem Ensemble führte er eigene Kompositionen wie seine „Misa Negra“ (1969) auf. 1970 trat er auf dem Jazz Jamboree in Warschau auf. Mit Sandoval und D’Rivera gründete er 1973 die Gruppe Irakere, die 1978 auf dem Jazz Festival Montreux und dem Newport Jazz Festival auftrat. Valdés, der Hauptkomponist der Gruppe, leitete diese auch nach dem Ausscheiden von Sandoval und D’Rivera weiter. Nachdem er einen Vertrag bei Blue Note Records erhalten hatte, konzentrierte er seine Auftritte und Aufnahmen auf Quartett-, Trio- und Soloprojekte. Daneben wirkte er als Sideman bei Roy Hargrove. Die Leitung von Irakere gab er 1998 an seinen Sohn Francisco ab. 2009 formierte er die fünfköpfige Band The Afro-Cuban Messengers, mit denen er seitdem die Alben Chucho’s Steps (2010) und Border-Free (2013) produziert und internationale Konzertreisen unternommen hat.
Valdés fungierte von 1992 bis 2009 als Präsident des jährlichen Festivals Jazz Plaza in Havanna. Er ist Professor und Leiter der Klavierabteilung des Instituto Superior de Arte. Weiterhin unterrichtet er an der Escuela Nacional de Arte Kubas, aber auch am Berklee College of Music.
Valdés veröffentlichte bislang 31 Platten, von denen fünf mit Grammy-Awards ausgezeichnet wurden. Er verfügt über ein sehr kraftvolles, phrasierungsreiches Spiel, in das er lateinamerikanische Harmonik und afroamerikanische Rhythmik einfließen lässt.
Er ist Ehrenbürger von Ponce (Puerto Rico) und den US-amerikanischen Städten Los Angeles, San Francisco, New Orleans und Madison.
Im April 2003 gehörte Valdés zu einer Gruppe prominenter kubanischer Kulturschaffender, die einen in der Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas, Granma, veröffentlichten Offenen Brief unterzeichneten, der an Freunde Kubas in aller Welt gerichtet war und internationale Kritik an der Menschenrechtspolitik der kubanischen Regierung als antikubanische Verleumdungskampagne zurückwies: In den Wochen zuvor hatte Staatspräsident Fidel Castro in einer als „Schwarzer Frühling“ bekannt gewordenen Verhaftungswelle 75 kritische Journalisten und Bürgerrechtler in Schnellverfahren zu hohen Haftstrafen verurteilen und drei junge schwarze Kubaner nach dem unblutig gescheiterten Versuch einer Schiffsentführung ebenfalls nach Schnellverfahren hinrichten lassen.
Auf kulturpolitischer Ebene kämpfte Valdés nach eigener Aussage gegen das von den kubanischen Behörden verfügte Verbot der Musik seines exilierten Vaters Bebo, das er als „frustrierend“ empfunden habe. Bereits 2009 äußerte sich Valdés in einem Interview mit der spanischen Tageszeitung El País empört, dass die kubanischen Medien zwar über die Auszeichnung des gemeinsamen Albums Juntos para siempre mit dem Latin Grammy berichtet, dabei jedoch den Namen des Vaters unerwähnt gelassen hatten.
Valdés gehört als eines von 26 ständigen Mitgliedern zum nationalen Vorstand des staatlichen kubanischen Künstler- und Schriftstellerverbands UNEAC.

Rivarolo del Re ed Uniti

Rivarolo del Re ed Uniti ist eine norditalienische Gemeinde (comune) mit 2026 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Cremona in der Lombardei. Die Gemeinde liegt etwa 38 Kilometer ostsüdöstlich von Cremona und grenzt unmittelbar an die Provinz Mantua.
Acquanegra Cremonese | Agnadello | Annicco | Azzanello | Bagnolo Cremasco | Bonemerse | Bordolano | Ca’ d’Andrea | Calvatone | Camisano | Campagnola Cremasca | Capergnanica | Cappella Cantone | Cappella de’ Picenardi | Capralba | Casalbuttano ed Uniti | Casale Cremasco-Vidolasco | Casaletto Ceredano | Casaletto Vaprio | Casaletto di Sopra | Casalmaggiore | Casalmorano | Castel Gabbiano | Casteldidone | Castelleone | Castelverde | Castelvisconti | Cella Dati | Chieve | Cicognolo | Cingia de’ Botti | Corte de’ Cortesi con Cignone | Corte de’ Frati | Credera Rubbiano | Crema | Cremona | Cremosano | Crotta d’Adda | Cumignano sul Naviglio | Derovere | Dovera | Drizzona | Fiesco | Formigara | Gabbioneta-Binanuova | Gadesco-Pieve Delmona | Genivolta | Gerre de’ Caprioli | Gombito | Grontardo | Grumello Cremonese ed Uniti | Gussola | Isola Dovarese | Izano | Madignano | Malagnino | Martignana di Po | Monte Cremasco | Montodine | Moscazzano | Motta Baluffi | Offanengo | Olmeneta | Ostiano | Paderno Ponchielli | Palazzo Pignano | Pandino | Persico Dosimo | Pescarolo ed Uniti | Pessina Cremonese | Piadena | Pianengo | Pieranica | Pieve San Giacomo | Pieve d’Olmi | Pizzighettone | Pozzaglio ed Uniti | Quintano | Ricengo | Ripalta Arpina | Ripalta Cremasca | Ripalta Guerina | Rivarolo del Re ed Uniti | Rivolta d’Adda | Robecco d’Oglio | Romanengo | Salvirola | San Bassano | San Daniele Po | San Giovanni in Croce | San Martino del Lago | Scandolara Ravara | Scandolara Ripa d’Oglio | Sergnano | Sesto ed Uniti | Solarolo Rainerio | Soncino | Soresina | Sospiro | Spinadesco | Spineda | Spino d’Adda | Stagno Lombardo | Ticengo | Torlino Vimercati | Tornata | Torre de’ Picenardi | Torricella del Pizzo | Trescore Cremasco | Trigolo | Vaiano Cremasco | Vailate | Vescovato | Volongo | Voltido

Alligator-Klasse

Die Alligator-Klasse, Projekt 1171 Tapir (russisch: Тапир; Transkription: Tapir) ist eine Klasse von Landungsschiffen der Sowjetunion und heute ihrer Nachfolgerstaaten.

Ende der 1950er-Jahre wurde in der sowjetischen Marine der Ruf nach einem neuen Landungsschiff laut. Die Marine der Sowjetunion befand sich zu dieser Zeit im Zuge des Kalten Krieges in einer Aufrüstungsphase, und man erkannte, dass, wenn man mit dem Westen Schritt halten wollte, ein neues Landungsschiff entwickelt werden musste. Dies war auch nötig, um der sowjetischen Militärdoktrin gerecht zu werden, welche forderte, die Bereitstellung militärischer Hilfe müsse für alle alliierten und der Sowjetunion freundlich gesinnten Staaten gewährleistet sein. So wurde 1959 das Projekt 1171 ins Leben gerufen. Bereits sieben Jahre später, 1966, wurde das erste Schiff der Klasse in Dienst gestellt.
Die Schiffe der Alligator-Klasse waren für große Landungsoperationen und auch für zivile Einsätze ausgelegt. Die Ladefähigkeit beträgt bis zu 1750 Tonnen. Im Laderaum finden bis zu 13 schwere Panzer oder 36 Schützenpanzerwagen (BTR) Platz. Zudem können zusätzlich 440 Soldaten transportiert werden. Bei Landungsoperationen direkt am Strand sinkt die Ladefähigkeit jedoch auf 600 Tonnen.
Zurzeit sind in der russischen Marine noch vier Einheiten der Klasse im aktiven Dienst. Eine Einheit wurde 1996 an die Ukraine verkauft, über den genauen Zustand ist allerdings nicht viel bekannt. Einige der Schiffe waren im August 2008 an Landungsoperationen in Georgien beteiligt.

Kondakow-Plateau

Das Kondakow-Plateau (russisch Кондаковское плоскогорье, Kondakowskoje ploskogorje) ist ein bis zu 498 m/ hohes, etwa 200 mal 150 km großes im Nordosten der Republik Sacha (Jakutien) von Sibirien und Russland (Asien) gelegenes Mittelgebirge.

Das Kondakow-Plateau liegt als felsiges Gebirge durchschnittlich rund 450 km nördlich des nördlichen Polarkreises zwischen Jana-Indigirka-Tiefland und Kolyma-Tiefland, den West- und Ostteilen des Ostsibirischen Tieflands, das wiederum westlich, südlich und östlich vom Ostsibirischen Bergland und nördlich von der Laptewsee (Randmeer des Nordpolarmeers) umgeben ist.
Das Gebirge fällt nach Norden und Nordosten in das Mündungsdelta der Indigirka ab. Östlich liegt das Kolyma-Tiefland, das vor allem von der Kolyma, aber auch von der im benachbarten Ulachan-Sis-Rücken entspringenden Sundrun durchflossen wird. Zu dieser Gebirgskette leitet die Landschaft über die Flusstäler der Großen Ertscha und des nordöstlich von dieser fließenden Schandrin über. In westlichen Richtungen fällt sie in das Jana-Indigirka-Tiefland ab, das von der Indigirka durchflossen wird.
Zu den höheren Bergzügen des Kondakow-Plateaus gehören der nördliche Bonga-Taga-Rücken und das südliche Moxolukangebirge und der höchste Berg ist der in seinem Westteil gelegene Punga-Chaja (498 m).
Geologisch betrachtet besteht das Kondakow-Plateau aus Sandsteinen, Silten und Tonschiefern des Oberen Jura. Aufgrund der Nähe der arktischen Laptewsee herrscht Permafrostboden vor mit für die Tundra typischer Vegetation aus Moosen und Flechten.
Das Kondakow-Plateau ist unbewohnt, jedoch liegen an der Indigirka die Dörfer Woronzowo und Olenegorsk im Südwesten sowie Chajagasmach und Schamanowo im Westen und Tschokurdach mit dem Flugplatz Tschokurdach.