Vertrag von München (1816)

Der Vertrag von München vom 14 mcm taschen sale. April 1816 hat zum einen die gespannten Beziehungen zwischen dem Königreich Bayern und dem Kaisertum Österreich normalisiert. Zum anderen führte er zu erheblichen Gebietsveränderungen.

Während der napoleonischen Koalitionskriege wurde das Kurfürstentum Bayern in Anlehnung an Frankreich Mitglied im Rheinbund und zum Königreich erhoben. Außerdem konnte das Land erhebliche territoriale Gewinne nicht zuletzt auch zu Lasten Österreichs für sich verbuchen.

Der Vertrag von Ried von 1813 besiegelte den Übertritt Bayerns in das Lager der antinapoleonischen Allianz bei gleichzeitiger Garantie der bayerischen Souveränität. Nach dem Ende des Wiener Kongresses ging es nunmehr darum, die Beziehung zwischen beiden Ländern auf eine neue Basis zu stellen. Auf österreichischer Seite leitete der Freiherr Wacquant-Geozelles die Verhandlungen. Auf der bayerischen Seite unterzeichneten Maximilian von Montgelas und Aloys von Rechberg den Vertrag von München.

Bayern gab die im Frieden von Schönbrunn 1809 gewonnenen Gebiete, das Hausruckviertel, das Innviertel und das Amt Vils in Tirol an Österreich zurück und trat auch das Herzogtum Salzburg an Österreich ab. Dafür erhielt Bayern die linksrheinische Pfalz, dazu Hammelburg, Brückenau, Bieberstein und Redwitz. Das Territorium der früheren Fürstpropstei Berchtesgaden und die Gebiete des nach 1816 so genannten Rupertiwinkels verblieben bei Bayern. Für die im Vertrag von Ried vorgesehenen Gebietsabtretungen erhielt Bayern Entschädigungen und bekam auch einen Anteil an den französischen Kriegskontributionen. Daneben regelte der Vertrag weitere Fragen.

In einigen Geheimartikeln wurden Absprachen über die zum Großherzogtum Baden gehörenden Gebiete Neckar-

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, Main- und Tauberkreis sowie über eine Heerstraße durch das Großherzogtum Hessen getroffen und Bayern Zahlungen von jährlich 100.000 Gulden zugesichert.