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Wirkendes Wort

Die Zeitschrift Wirkendes Wort (kurz: WW) wurde 1950 von Leo Weisgerber, einem der damals führenden Sprachwissenschaftler, und mehreren Mitarbeitern als eine der ersten germanistischen Fachzeitschriften in Deutschland nach dem Krieg gegründet. Sie umfasste das gesamte Spektrum der universitären Germanistik und des Schulfachs Deutsch und ist in dieser – heute noch gegebenen – Form einzigartig im inzwischen weiten Feld der germanistischen Fachzeitschriften.
Das Wirkende Wort erschien in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens mit jeweils sechs Heften, seit 1988 mit drei Heften im Jahr. Es bietet wissenschaftliche Aufsätze, Kritische Beiträge und Rezensionen aus den Bereichen der deutschen Sprache, der Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart sowie der Didaktik der deutschen Sprache und Literatur. Es wird herausgegeben von Lothar Bluhm (Gfr. Herausgeber seit 2002) und Heinz Rölleke.
Lag das Schwergewicht zu Beginn auf dem Feld der Sprachwissenschaft und -didaktik, so hat es sich inzwischen auf das der Literaturwissenschaft verschoben. Umakzentuierungen signalisieren auch die Änderungen im Untertitel: Bis 1968 Deutsches Sprachschaffen in Lehre und Leben (ebenfalls noch einmal 1970); seit 1969 Deutsche Sprache in Forschung und Lehre und seit 1988 Deutsche Sprache und Literatur in Forschung und Lehre. Bis 1987 betreute der Schwann-Pagel-Verlag, danach bis 1999 der Bouvier-Verlag und seit 2000 betreut der Wissenschaftliche Verlag Trier die Zeitschrift.
Eine besondere Prägung erhielt die Zeitschrift in den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens durch die dominierende Gestalt Leo Weisgerbers, dessen sog. Inhaltbezogene Grammatik sich terminologisch noch immer im Titel der Zeitschrift niederschlägt. In den 1980er Jahren erhielt das Wirkende Wort ein unverkennbar philologisches Profil, das die Zeitschrift bis heute prägt.
Das Publikationsorgan gilt als eines der renommiertesten Fachblätter und als die weitest verbreitete germanistische Zeitschrift. Nach Verlagsangaben hat sie eine Auflage von 1200 Exemplaren (Stand 2008).

Impulserhaltungssatz

Der Impulserhaltungssatz ist einer der wichtigsten Erhaltungssätze der Physik und besagt, dass der Gesamtimpuls in einem abgeschlossenen System konstant ist. „Abgeschlossenes System“ bedeutet, dass das System keine Wechselwirkungen mit seiner Umgebung hat.
Die Impulserhaltung gilt sowohl in der klassischen Mechanik als auch in der speziellen Relativitätstheorie und der Quantenmechanik. Sie gilt unabhängig von der Erhaltung der Energie und ist etwa bei der Beschreibung von Stoßprozessen von grundlegender Bedeutung, wo der Satz besagt, dass der Gesamtimpuls aller Stoßpartner vor und nach dem Stoß gleich sein muss. Impulserhaltung gilt sowohl, wenn die kinetische Energie beim Stoß erhalten bleibt (elastischer Stoß), als auch dann, wenn dies nicht der Fall ist (unelastischer Stoß).

Der Impulserhaltungssatz folgt direkt aus dem zweiten und dritten Newton’schen Axiom. Gemäß dem zweiten Newton’schen Axiom ist die Änderung des Impulses mit der Zeit gleich der auf einen Körper wirkenden äußeren Kraft, also:
Wenn keine Kräfte von außen wirken, muss es gemäß dem dritten Newton’schen Axiom („actio = reactio“) für jede Kraft eine gleich große, aber entgegengesetzt wirkende Gegenkraft geben; die Vektorsumme dieser Kräfte ist daher null. Da dies für alle Kräfte gilt, ist auch die Vektorsumme aller im System auftretender Kräfte und damit auch die Änderung des Gesamtimpulses gleich Null. Somit gilt:
wodurch eine Konstante ist. Wenn der Impuls nur von der Geschwindigkeit abhängt, bedeutet dies, dass sich der Massenschwerpunkt mit konstanter Geschwindigkeit bewegt.
Die Impulserhaltung ist auch mit der Aussage äquivalent, dass sich der Schwerpunkt eines Systems ohne äußere Kraft mit konstanter Geschwindigkeit und Richtung bewegt (dies ist eine Verallgemeinerung des ersten Newton’schen Axioms, das ursprünglich nur für einzelne Körper formuliert wurde).
Im Lagrange-Formalismus folgt die Impulserhaltung für ein freies Teilchen direkt aus den Bewegungsgleichungen. Die Lagrangefunktion für ein Teilchen in einem Potential ist allgemein
Die Bewegungsgleichungen lauten:
Hängt nicht von ab (d. h.: Durch das Potential wirkt keine Kraft auf das Teilchen, man spricht von einem freien Teilchen), so folgt:
Dies entspricht gerade der Impulserhaltung der Newtonschen Mechanik.
Im Lagrange-Formalismus ist eine entsprechende Ableitung auch für die Erhaltung des Drehimpulses möglich, wenn man generalisierte Koordinaten verwendet.
Unter der Homogenität des Raumes versteht man eine Verschiebungsinvarianz; d. h., ein Prozess am Punkt A wird nicht anders ablaufen, wenn er stattdessen an irgendeinem anderen Punkt B stattfindet. Es besteht kein physikalischer Unterschied zwischen den Punkten A und B in dem Sinne, dass der Raum bei B andere Eigenschaften besäße als bei A. Aus dieser Eigenschaft folgt die Impulserhaltung auf folgende Weise:
Es sei eine generalisierte Koordinate , die eine Verschiebung beschreibt und die Lagrangefunktion muss gemäß der Homogenität des Raumes unter dieser Verschiebung invariant bleiben. Dann ist eine zyklische Koordinate und der zugehörige generalisierte Impuls ist erhalten.
Der Vektor sei also um in irgendeine Richtung verschoben, dann ergibt sich durch Taylor-Entwicklung:
Der Ausdruck:
ist ein Vektor, der die Verschiebungsrichtung angibt. Der zur zyklischen Koordinate zugehörige generalisierte Impuls ist dann
Hierbei wurde im ersten Rechenschritt angenommen, dass das Potential V nicht von der generalisierten Geschwindigkeit abhängt. Nun benutzt man, dass:
gilt. Damit folgt schließlich:
Demnach ist die Projektion des Gesamtimpulses in Richtung der Verschiebung erhalten. Wenn ein Einheitsvektor ist, ist der generalisierte Impuls mit dieser Projektion identisch. Ist dies nicht der Fall, unterscheidet er sich durch einen konstanten Faktor davon.
Die oben abgeleiteten Erhaltungssätze sind eigentlich Spezialfälle einer allgemeineren Formulierung, die von Emmy Noether gegeben wurde. Mit dem Noether-Theorem wird allgemein festgelegt, unter welchen Umständen es sich bei einer Größe eines physikalischen Systems um eine Erhaltungsgröße handelt und wie diese aussieht.
Ein Spezialfall ist ein ideales Kristallgitter, in dem die Translation (Verschiebung) um einen Gittervektor eine Symmetrieoperation ist, also wieder zu einer vom ursprünglichen Gitter nicht unterscheidbaren Anordnung führt; andere Verschiebungen ergeben ein Gitter, dessen Gitterpunkte nicht mehr mit den ursprünglichen Gitterpunkten zusammenfallen. In diesem Fall gilt die Impulserhaltung mit der Einschränkung, dass zum Impuls ein mit dem planckschen Wirkungsquantum multiplizierter Gittervektor des reziproken Gitters addiert werden kann:
Es kann also Impuls nicht in beliebigem Ausmaß an das Kristallgitter transferiert werden, sondern nur in diskreten Schritten, die durch das reziproke Gitter bestimmt werden. Wenn der Impuls für den kleinsten solchen Schritt zu klein ist, z. B. bei sichtbarem Licht im Inneren eines Kristalls, gilt wieder die Impulserhaltung wie im freien Raum. Daher wird sichtbares Licht in Kristallen nicht gebeugt, hingegen kann Röntgenstrahlung, die einen höheren Impuls hat, gebeugt werden. Die Impulserhaltung unter Berücksichtigung des reziproken Gittervektors ist in diesem Fall äquivalent zur Bragg-Gleichung.
In einen Strömungsraum sind die ein- und austretenden Impulsströme mit den äußeren, auf diesen Strömungsraum einwirkenden Kräften stets im Gleichgewicht (ausgeglichene Kräftebilanz). Daher gilt für jede Koordinatenrichtung:
Die Kräfte beinhalten dabei Impulskräfte, Druckkräfte, Wandkräfte, Massenkräfte und Reibungskräfte.

Herbert Plank

Herbert Plank (* 3. September 1954 in Sterzing) ist ein ehemaliger italienischer Skirennläufer. Nach Zeno Colò und bis zur Ära des Kristian Ghedina galt der Südtiroler als der erfolgreichste Abfahrer Italiens. Unter anderem konnte er im Dezember 1977 als erster Italiener die Abfahrt auf der Saslong in Gröden gewinnen.

Der Südtiroler Plank gewann 1972 bei der erstmals ausgetragenen Junioreneuropameisterschaft die Goldmedaille in der Abfahrt. Danach wurde er zu einem der wenigen Fahrer, der in den Weltcupabfahrten dem dominierenden österreichischen Team um Franz Klammer und den so genannten Crazy Canucks Paroli bieten konnte. Zwischen 1973 und 1980 feierte er fünf Siege. Insgesamt konnte Plank sich 46-mal unter den besten Zehn platzieren, fast ausnahmslos bei Abfahrtsläufen. In den technischen Disziplinen ging er nur sporadisch an den Start.
Der größte Erfolg seiner Karriere gelang ihm 1976 bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck. Im Abfahrtslauf am Patscherkofel errang er hinter seinem Dauerrivalen Franz Klammer und Bernhard Russi die Bronzemedaille. Vier Jahre später bei den Winterspielen von Lake Placid kam er noch einmal auf den sechsten Platz.
Nach der Saison 1980/81 erklärte Plank seinen Rücktritt vom aktiven Skisport. Sein Sohn Andy ist ebenfalls Skirennläufer und Juniorenweltmeister 2009 in der Abfahrt.
Plank gewann insgesamt sieben italienische Meistertitel:

Krankenhaus für Infektionskrankheiten und Pneumologie Dr. Victor Babeș

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Das Krankenhaus für Infektionskrankheiten und Pneumologie Dr. Victor Babeș (rumänisch Spitalul Clinic de Boli Infecțioase și Pneumofiziologie Dr. Victor Babeș) wurde 1920 im Jagdwald Temeswar (rumänisch: Pădurea Verde Timișoara) als einziges Infektionskrankenhaus im Westen Rumäniens gegründet.

Im Jahr 1920 wurden im Jagdwald drei Pavillons des Spitals für Lungen- und Infektionskrankheiten mit 130 Betten erbaut. Der Mediziner Alfred Metz erwarb sich besondere Verdienste in der Organisation und Leitung der funktionellen Labortätigkeit und der Hämatologie des Infektionskrankenhauses zwischen 1930 und 1939.
Von 1949 bis 1969 war Hans Röhrich Klinikleiter am Krankenhaus für Infektionskrankheiten und Pneumologie Dr. Victor Babeș, wo er die erste Abteilung für Thorax- und Lungenchirurgie in Temeswar aufbaute. 1958 fand die erste Lungensegmentresektion statt. Ab 1961 erzielte die Thorax-Chirurgie Erfolge in den Bereichen Thorax-Plastik, Pneumothorax, Mediastinum, Rippenresektion und Perikard. Der Nachfolger von Hans Röhrich war Virgil Ene, der die Klinik ab 1970 leitete.
Seit 1952 trägt das Krankenhaus den Namen des rumänischen Pathologen Victor Babeș. Das Krankenhaus verfügt über eine Abteilung für Pneumologie mit 75 Betten, davon 60 für Tuberkulose, und eine Abteilung für Infektionskrankheiten mit 60 Betten, davon vier für AIDS-Patienten. Zudem hat das Krankenhaus eine Abteilung für Raucherentwöhnung und ein Schlaflabor.
Das Krankenhaus für Infektionskrankheiten und Pneumologie Dr. Victor Babeș in Temeswar ist das einzige seiner Art im Westen Rumäniens. Es versorgt Patienten aus dem Kreis Timiș und aus den benachbarten Kreisen Arad, Hunedoara und Caraș-Severin.
Kreisklinikum für Notfallmedizin Timișoara • Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Bega • Klinik für Psychyiatrie • Unfallkrankenhaus Casa Austria • Klinik für Orthopädie und Traumatologie • Poliklinik für Sportmedizin • Studentenambulatorium
Universitätsklinikum Neue Kliniken • Universitätsklinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Dr. Dumitru Popescu • Universitätsklinik für Onkologie und Dermato-Venerologie • Klinik für Augenheilkunde • Klinik für Physio- und Balneotherapie • Klinik für Kieferchirurgie • Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen ASCAR • Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde • Klinik für zahnärztlichen Notfalldienst
Militärkrankenhaus für Unfallchirurgie Dr. Victor Popescu • Chirurgische Klinik der Regionaldirektion für Transportwesen • Kinderklinik Louis Țurcanu • Krankenhaus für Infektionskrankheiten und Pneumologie Dr. Victor Babeș

Wladimir Jewgenjewitsch Korepin

Wladimir Jewgenjewitsch Korepin (russisch Владимир Евгеньевич Корепин, englische Transkription Vladimir Korepin; * 6. Februar 1951) ist ein russischer mathematischer Physiker.
Korepin machte 1974 sein Diplom in theoretischer Physik und wurde 1977 bei Ludwig Faddejew an der Universität Leningrad promoviert (Quantengravitation). 1985 habilitierte er sich (russischer Doktortitel). Er war bis 1989 am Steklow-Institut in Leningrad und ist seit den 1990er Jahren Professor an der State University of New York at Stony Brook (SUNY).
In seiner Diplomarbeit entdeckte er unabhängig von Martinus Veltman und Gerardus ’t Hooft, dass sich die Ultraviolett-Divergenzen in der ersten Ordnung Störungstheorie (Ein-Schleifen-Näherung) der Quantengravitation auf der Massenschale aufheben.
Danach befasste er sich mit integrablen Modellen in Quantenfeldtheorie (z.B. massives Thirring Modell), mathematischer Physik (Sine-Gordon-Gleichung, nichtlineare Schrödingergleichung u.a.) und statistischer Mechanik und Festkörperphysik (u.a. 6-Vertex-Modell, Hubbard-Modell, Anyonen, Lieb-Liniger Modell des Bosegases in einer Dimension). Außerdem befasst er sich mit Quanteninformationstheorie und Quantenverschränkung (Entanglement Entropy in verschiedenen Modellen der Quantenstatistik).