Maubara (Verwaltungsamt)

Maubara (Maubere) ist ein osttimoresisches Verwaltungsamt (portugiesisch Posto Administrativo) in der Gemeinde Liquiçá.

Bis 2014 wurden die Verwaltungsämter noch als Subdistrikte bezeichnet.
Das Verwaltungsamt Maubara bildet den Westteil der Gemeinde Liquiçá. Westlich und nördlich liegt die Sawusee, östlich das Verwaltungsamt Liquiçá und südlich, jenseits des Flusses Lóis, die Verwaltungsämter Atabae (Gemeinde Bobonaro) und Hatulia (Gemeinde Ermera). Hauptort des Verwaltungsamts Maubara ist das gleichnamige Maubara. Östlich davon mündet der Fluss Bahonu am Ponta Sia Ilo. Gegenüber liegt die indonesische Insel Alor.
Maubara teilt sich in sieben Sucos: Gugleur (Guguleur), Guiço (Guico, Cuico), Lissadila (Lisadilia), Maubaralissa (Maubaralisa), Vatuboro (Vatoboro, Fatuboro), Vatuvou und Vaviquinia (Viviquinia).
Beim Ort Maubara findet man einige der wenigen Mangrovenwälder Timors. Drei Kilometer östlich vom Dorf Maubara liegt der salzige Maubarasee (Lago Maubara, Sia Maubara), der vielen Vögeln einen Lebensraum bietet.
Jährliche Niederschlagsmenge (2000)
Jahresdurchschnitts-temperatur (2000)
Im Verwaltungsamt leben 18.510 Menschen (2010, 2004: 16.340). Die größte Sprachgruppe bilden die Sprecher der Nationalsprache Tokodede. Der Altersdurchschnitt liegt bei 19,7 Jahren (2010, 2004: 19,5 Jahre).
Maubara war eines der traditionellen Reiche Timors, die von einem Liurai regiert wurden. Es erscheint auf einer Liste von Afonso de Castro, einem ehemaligen Gouverneur von Portugiesisch-Timor, der im Jahre 1868 47 Reiche aufführte. 1667 kam das Gebiet des heutigen Verwaltungsamts unter den Einfluss der Niederlande, die hier 1756 ein Fort bauten. Es liegt direkt am Ortseingang von Maubara, von wo man am Strand die gesamte Bucht überblicken kann. Noch heute gibt es alte Kanonen in der gut erhaltenen Festung. In dieser Zeit pflanzten die Niederländer in Maubara erstmals auf Timor Kaffee an. 1790 griff der Topasse-Herrscher Pedro da Hornay im Auftrag Portugals erfolglos Maubara an, womit er nur erreichte, dass Maubara sein Bündnis mit den Niederlanden erneuerte und die Flagge der Niederlande setzte. 1796 bis 1799 befanden sich Maubara und Groß-Sonba’i im Krieg mit den Portugiesen.
Im Vertrag von Lissabon vereinbarten die Niederländer 1859 im Rahmen eines größeren Gebietsaustauschs Maubara an die Portugiesen abzutreten. Die Übergabe erfolgte im April 1861. Es wird spekuliert, dass Dom Carlos, der Liurai von Maubara, das Reich von Ulmera 1861 zu einer Rebellion gegen die Portugiesen angestachelt hat. Er hatte sich trotz gutem Zuredens der Niederländer nicht mit den neuen Herren abgefunden. Die Rebellion von Ulmera wurde schließlich im September mit der Hilfe von den Portugiesen loyalen Liurais niedergeschlagen.
Im Frühjahr 1867 erhoben sich die unter der Oberhoheit von Maubara stehenden Kemak aus Lermean (heute Gemeinde Ermera). Gouverneur Francisco Teixeira da Silva schlug den Widerstand in einem ungleichen Kampf nieder. In der 48 Stunden dauernden entscheidenden Schlacht mussten sich die Rebellen gegen eine an Feuerkraft überlegene Übermacht wehren. 15 Dörfer wurden eingenommen und niedergebrannt. Die Anzahl der Opfer unter den Timoresen ist nicht bekannt, die Portugiesen bezifferten ihre eigenen Verluste mit zwei Toten und acht Verwundeten. Das Territorium Lermeans wurde auf die benachbarten Reiche aufgeteilt.
1893 revoltierte Maubara schließlich selbst, zusammen mit Atabae, gegen die Ausweitung der militärischen und administrativen Kontrolle Portugals. Neueren Forschungen nach soll der portugiesische Offizier Francisco Duarte Maubara zur Rebellion angestiftet haben, wofür er zunächst seine Position verlor. Der Liurai griff zwei portugiesische Militärposten in Dato und Vatuboro an und versuchte die Niederländer wieder als Schutzmacht zu gewinnen. Infolge der Niederschlagung des Aufstands brach in Maubara die Cholera aus. Im November unterzeichnete der Liurai offiziell einen schriftlichen Vertrag mit Portugal über den Vasallenstatus Maubaras.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde Portugiesisch-Timor von den Japanern besetzt. In Liquiçá und Maubara wurde ab Ende Oktober 1942 die gesamte verbliebene portugiesischstämmige Bevölkerung in Lagern interniert. Die Bedingungen in dem Camp waren schlecht, Nahrungsmittel knapp und die Hygienebedingungen aufgrund von Wassermangel unzureichend. Viele Portugiesen starben deswegen. Zwar gab es einen portugiesischen Arzt, dem später zwei japanische Ärzte zugeteilt wurden, aber es fehlte an Medikamenten. Im ersten Jahr bewachten japanische Soldaten das Lager, später japanische Kempeitai, zusammen mit timoresischen Wachen und Spionen.
Während des Bürgerkriegs zwischen UDT und FRETILIN 1975 floh die Bevölkerung Vaviquinias aus Angst vor Gewalt in das indonesische Westtimor.
Kurz darauf begann Indonesien Osttimor zu besetzen, das sich gerade für unabhängig erklärt hatte. Am 25. Dezember landeten indonesische Truppen nahe Maubara, wo es zu Massakern an der Zivilbevölkerung kam. In Maubara gründete die FALINTIL die base de apoio Malehui, eine Widerstandsbasis, die Zuflucht für Flüchtlinge aus Maubara, Leimea-Craic, Railaco, Atsabe, Ainaro und Zumalai bot. Später wurde die Basis von den Indonesiern zerstört. Ende 1979 gab es im Ort Maubara, Lebumeta (Suco Vaviquinia) und Irlelo (Suco Guiço) sogenannte Transit Camps, in denen die Besatzer osttimoresische Zivilisten internierten. Zwischen 1970 und 1980 sank die Bevölkerung im damaligen Subdistrikt Liquiçá von 14.610 auf 11.450 um 21,6 %.
1999 versuchten pro-indonesische Milizen (Wanra) die Stimmung vor dem Unabhängigkeitsreferendum am 30. August mit Gewalt zu beeinflussen. Aus dem Dorf Maubara stammt eine der gefürchtetsten Wanra Osttimors, die Besi Merah Putih (BMP), die vor allem in diesem Subdistrikt zwangsrekrutierte und hier auch ihr Hauptquartier hatte. Bereits ab Januar 1999 war die BMP aktiv. Sie beging vor dem Referendum und nach der Bekanntgabe der Entscheidung für die Unabhängigkeit Hunderte von Verbrechen. Viele Menschen flohen aus Angst vor den Zwangsrekrutierungen. Am 19. Januar griff die BMP den Ort Maubara an, worauf viele Einwohner nach Leotala flohen. Am 15. Februar wurden Vatuvou und Guiço und am 23. Februar Guiço ein weiteres Mal von der BMP überfallen. Flüchtlinge aus Guiço berichteten, dass alle 400 Familien dort ihre Häuser und die Ernte verloren hätten. Lissadila, Vatuvou und Maubaralissa wurden zu Geisterstädten. Ihre Einwohner flohen nach Sare (Distrikt Ermera). Allein dort versammelten sich bis zu 6.000 Flüchtlinge (allein 2.250 aus Guiço) und blieben bis zum eintreffen der INTERFET im September 1999. Fast 2.700 Flüchtlinge aus Vatuvou und Maubara versammelten sich im März in Gariana (Vatuvou), 375 bei den Karmeliternonnen in Lissadila.
Am 6. Januar 2007 wurden drei Frauen in Maubaralissa beschuldigt Hexen zu sein. Die Frauen im Alter von 25, 50 und 70 Jahren wurden ermordet und ihr Haus angezündet. Drei Verdächtige wurden von der UN-Polizei verhaftet. Es war der erste Fall dieser Art im mehrheitlich katholischen Osttimor.
66 % der Haushalte in Maubara bauen Kokosnüsse an, 69 % Mais, 62 % Maniok, 38 % Gemüse, 53 % Kaffee und 7 % Reis. Letzterer wird vor allem am Fluss Lóis angebaut. Bei Tauchern ist Maubara als attraktives Tauchziel bekannt.
Bazartete | Liquiçá | Maubara
-8.6119444444444125.20611111111Koordinaten: 8° 37′ S, 125° 12′ O

8. Sinfonie (Butting)

Die Sinfonie Nr. 8 op. 84 mit Beinamen „Die Urlaubsreise“ ist ein Werk des Komponisten Max Butting aus dem Jahr 1952.

Das überwiegend heitere Werk wurde bewusst als Kontrast zu den konfliktgeladenen vorherigen Sinfonien des Komponisten konzipiert. Buttings Biograph Dietrich Brennecke bemerkte dazu: „Nach all dem Vorangegangenen wollte er nun mit leichter Hand, vorerst zum eigenen Vergnügen, seine Pastorale formen; die Anregungen dazu, seelische Geladenheit und Schaffenslust brachte er von einer schönen sommerlichen Wanderung durch Thüringen mit nach Hause.“
2 Flöten, 1 Piccoloflöte, 2 Oboen, 1 Englischhorn, 2 Klarinetten in B, 1 Altsaxophon in Es, 1 Bassklarinette in B, 2 Fagotte, 2 Hörner in F, 3 Trompeten in C, 3 Posaunen, Kontrabasstuba, Pauken, Schlagzeug (Xylophon, Glockenspiel, 2 Tomtoms, Triangel, Kleine Trommel, Große Trommel, Becken), Violinen I und II, Bratschen, Violoncelli, Kontrabässe.
Während die Sinfonie Nr. 8 im Gesamtkontext von Buttings Werk nur eine von vielen leichteren Kompositionen darstellt, steht sie doch im Sinfonieschaffen des Komponisten ziemlich isoliert da. Sie ist formal einfacher und mit ihrer Gliederung in vier Sätze auch traditioneller angelegt als die sehr komplex gebauten Sinfonien Nr. 7 und Nr. 9. Verglichen mit dem Vorgänger- und dem Nachfolgerwerk fallen weiterhin die deutlich weniger dissonante Harmonik und eine schlichte, an Hanns Eislers „Neue deutsche Volkslieder“ erinnernde Melodiebildung auf. Auch ist die Satztechnik im Gegensatz zu vielen anderen Werken des eher linear denkenden Max Butting hier über weite Strecken akkordisch. Die Spieldauer beträgt ungefähr 25 Minuten.
Die Sinfonie folgt keinem außermusikalischen Programm. Zu ihrem Titel äußerte sich der Komponist in einer der Partitur beigegebenen Vorbemerkung folgendermaßen: „Eine Vergnügungsreise oder Landpartie wollte ich nicht schildern; Anlaß waren mir vielmehr einige Situationen, von denen ich annehme, daß sie jeder kennt, der einmal Urlaub nach längerer anstrengender Arbeit gemacht hat.“
Buttings Vorwort zufolge charakterisiert der erste Satz „die draufgängerische Unternehmungslust, mit der man in seinen Urlaub stürmt und zu allerlei Taten und Spielereien aufgelegt ist, bis sich erste Beruhigung einstellt.“ Er beginnt und endet mit einem markanten Fanfarenmotiv. Das Geschehen wird überwiegend von lebhaften 6/8-Takt-Rhythmen geprägt, gegenüber denen thematische Konturen oft in den Hintergrund treten. Die Verarbeitung des Materials geschieht eher spielerisch, zu Konflikten kommt es kaum. In der Form lehnt sich der Satz an die Sonatenhauptsatzform an. Vor der Reprise schiebt der Komponist einen Allegretto-Teil im ¾-Takt ein, der sich schließlich zum Quasi Presto beschleunigt. Es spricht für die lockere Anlage der ganzen Sinfonie, dass dieser Abschnitt (110 von 335 Takten) mit Ad libitum gekennzeichnet ist und somit nach Belieben der Interpreten auch weggelassen werden darf.
Der zweite Satz ist ein Scherzo im 2/4-Takt. Er beginnt in e-Moll und endet in A-Dur. Als Mittelteil dient ein Animato, in welchem der Takt stark wechselt. Nach Butting „herrscht [in diesem Satz] das Gefühl einer sorglosen, behaglichen Fröhlichkeit.“
Als wohl bedeutendster Teil der Sinfonie kann der langsame dritte Satz (c-Moll) gelten. Er unterscheidet sich in seiner düsteren Grundstimmung erheblich vom Rest des Werkes und zeigt auch deutlicher stilistische Übereinstimmungen früheren Sinfonien Buttings, besonders der sechsten. Der Komponist selbst erläuterte: „Ich glaube nicht, daß man in einem echten Urlaub ernsten Stunden, in denen man mit sich selbst zu Rate geht, ausweichen kann, und fährt man auf der Reise gar am Lager Buchenwald vorbei, dann – ja, dann kann das einen Komponisten sogar veranlassen, darüber aus dem Urlaub musikalisch sehr ernst zu schreiben.“ Der Satz beginnt mit einem linear geführten Abschnitt in Holzbläsern und Altsaxophonen, der im Wesentlichen das Grundmaterial der ganzen späteren Entwicklung darstellt. Ein wichtiges Nebenelement bildet ein wuchtiges Viertonmotiv mit zwei aufstrebenden Sextensprüngen, das zuerst in Hörnern und Posaunen erscheint. Später treten gelegentlich konduktartige punktierte Rhythmen hinzu. In der Satzmitte steigert sich die Musik zu einem Höhepunkt im fortissimo, in dem die Trauerstimmung mit Protestsignalen durchbrochen wird. Dasselbe passiert noch einmal am Ende des Satzes, bevor binnen zweier Takte die Dynamik rapide absinkt und das Lento im pianissimo ausklingt.
Am Beginn des letzten Satzes steht das gleiche Signalmotiv, das schon den Kopfsatz einleitete, es schließt sich das Viertonmotiv des dritten Satzes an. Auch das restliche motivische und thematische Material greift auf die vorherigen Sätze zurück und verbindet alles zu einem unbeschwerten, heiteren Finale, das kraftvoll in E-Dur ausklingt. Butting schreibt dazu: „Schließlich bleibt aber die Heimkehr: aller Elan der Befreiung vom Alltag, alle Fröhlichkeit, aller Ernst schaffen zusammen die neue Freude an der Weiterarbeit.“

Kanton Plateau du Haut-Velay granitique

Der Kanton Plateau du Haut-Velay granitique ist eine Untergliederung der Arrondissements Brioude, Le Puy-en-Velay und Yssingeaux, im Département Haute-Loire in der Region Auvergne-Rhône-Alpes in Frankreich.
Zum Kanton Plateau du Haut-Velay granitique gehören die folgenden 26 Gemeinden:
Aurec-sur-Loire • Bas-en-Basset • Boutières • Brioude • Deux Rivières et Vallées • Emblavez-et-Meygal • Gorges de l’Allier-Gévaudan • Mézenc • Monistrol-sur-Loire • Pays de Lafayette • Plateau du Haut-Velay granitique • Le Puy-en-Velay-1 • Le Puy-en-Velay-2 • Le Puy-en-Velay-3 • Le Puy-en-Velay-4 • Saint-Paulien • Sainte-Florine • Velay volcanique • Yssingeaux
Allègre | Aurec-sur-Loire | Auzon | Bas-en-Basset | Blesle | Brioude-Nord | Brioude-Sud | Cayres | Craponne-sur-Arzon | Fay-sur-Lignon | La Chaise-Dieu | Langeac | Lavoûte-Chilhac | Le Monastier-sur-Gazeille | Le Puy-en-Velay-Est | Le Puy-en-Velay-Nord | Le Puy-en-Velay-Ouest | Le Puy-en-Velay-Sud-Est | Le Puy-en-Velay-Sud-Ouest | Loudes | Monistrol-sur-Loire | Montfaucon-en-Velay | Paulhaguet | Pinols | Pradelles | Retournac | Saint-Didier-en-Velay | Sainte-Sigolène | Saint-Julien-Chapteuil | Saint-Paulien | Saugues | Solignac-sur-Loire | Tence | Vorey | Yssingeaux

Die Weihe des Hauses

Ludwig van Beethovens Begleitmusik zu Die Weihe des Hauses ist eine Adaption seines früheren Werks Die Ruinen von Athen, op. 113.
Anlässlich der Neueröffnung des Josefstädter Theaters in Wien am 3. Oktober 1822 passte Marinekriegskommissär Karl Meisl das Festspiel Die Ruinen von Athen von August von Kotzebue an. Es entstand Die Weihe des Hauses. Meisl änderte dabei den Text, sodass die bisherige Musik Beethovens nicht vollständig zum Text passte, und ergänzte den Text Wo sich die Pulse, für den Beethoven eine neue Komposition erarbeitete (WoO 98). An der übrigen Begleitmusik änderte Beethoven wenig, fügte aber einen Schlusschor mit Violinsolo und Ballett ein, überarbeitete einen Marsch (op. 114) und schrieb die neue Ouvertüre (op. 124), da die ursprüngliche Ouvertüre als Nachstück nicht angemessen war.
Es war das erste Werk Beethovens, nachdem er seine Studien von J. S. Bach und Georg Friedrich Händel abgeschlossen hatte, und ist daher stark von diesen beeinflusst. Beethoven widmete die Ouvertüre dem Fürsten Nikolaus von Galitzin.

Beethoven leitete die Erstaufführung am 3. Oktober 1822, dem Namenstag des Kaisers Franz, im Wiener Theater der Josefstadt und saß am Klavier. Die 400 verfügbaren Plätze des Theaters waren Wochen im Voraus ausverkauft. Anton Schindler spielte die erste Geige, Kapellmeister war Franz Gläser, als Tenor sang Michael Greiner. Obwohl Beethoven zu der Zeit noch ein wenig hören konnte, befand Anton Schindler, dass Beethoven keine größeren Orchester mehr leiten könnte und die Qualität der Aufführung darunter gelitten hätte. Dennoch war das Publikum begeistert und die Aufführung wurde an den nachfolgenden drei Tagen wiederholt.
Eine Anekdote von Anton Schindler beschreibt, dass Beethoven während eines Spazierganges an zwei Themen für die Ouvertüre arbeitete, und verweist auf die Absicht des Komponisten, eines der Themen nach der contrapunktischen Weise Händels zu formen. Beethoven wählte eine monothematische Struktur, in der eine Modulation auftaucht, in welcher das Thema jedoch ganz nach Haydn angeordnet ist, was auf einen Einfluss desselben schließen lässt.
Die Ouvertüre beginnt mit Streichern, welche den Beginn einer langsamen Introduktion im Stile Haydns ankündigen. Ein langsamer, prozeduraler, Marsch klingt aus der Ferne an. Nun übernehmen die Bläser das Thema und werden von Geigern zur Wiederholung des Marsches begleitet. In dem Moment, in welchem die imaginäre Prozession anzukommen scheint, intensiviert sich der Marsch und schließt mit Fanfaren sowie Kesselpauken. Eine Fanfare, welche den Fagottsatz begleitet, und später Geigen beginnen die Aufregung der Menge zu beschreiben; es folgt eine schnelle tutti Sektion, welche das Hauptstück der Ouvertüre anzukündigen scheint, die jedoch einer Sonata-Allegro Form den Weg bereitet. Erneut beginnen Trompeten und Pauken, sie führen zu einem Zwischenspiel, welches das Hauptstück der Ouvertüre, ein fugales Allegro (nach Schindler) einleitet. Verschiedene Instrumentengruppen steigen im Wechsel ein und schaffen eine fugale Textur. Das Thema taucht bei den ersten Geigen auf; Flöte und Oboe bilden ein Gegenthema mit zweiten Geigen und Klarinetten. Diese Sektion crescendiert geschwinde und auf die Wiederholung folgend bringt eine starke Coda die Ouvertüre zu einem brillanten Abschluss.
Die oben beschriebene Ouvertüre, Beethovens op.124, ist das erste Stück in nachfolgender Liste. Die anderen Züge sind Auszüge, welche Beethoven schrieb, oder von anderen seiner Werke adaptierte.
Musik zu Carl Meisls Gelegenheitsfestspiel, Hess 118 [51.19]
(Zeiten nach einer Aufnahme, zur Orientierung über die relative Länge der Sektionen)

FSG Dynamo Frankfurt

Dynamo Frankfurt war eine Polizeisportgemeinschaft in der brandenburgischen Stadt Frankfurt (Oder). Nach mehreren Namenswechseln trat sie ab 1966 als Fußball-Sportgemeinschaft Dynamo Frankfurt auf. 1971 ging sie durch Fusion in die SG Dynamo Fürstenwalde auf.

Unter den Aufsteigern in der viertklassigen Bezirksklasse Brandenburg befand sich 1950/51 die Sportgemeinschaft der Deutschen Volkspolizei Frankfurt/Oder (kurz SG der DVP Frankfurt). Obwohl die Volkspolizisten am Saisonende Tabellenletzter waren, behielten sie 1951/52 ihren Platz in der Bezirksklasse, da diese von vier auf fünf Staffeln erweitert worden war. Diesmal wurde die SG DVP Staffelsieger. Da 1952 in der DDR die Länder abgeschafft und Bezirke eingerichtet wurden, musste der DDR-Fußball sein Ligensystem umbauen. So stieg der Staffelsieger nicht in die Landesklasse Brandenburg sondern in die neue drittklassige Bezirksliga Frankfurt auf. Während der Saison 1952/53 wurde der Name der Sportgemeinschaft in Dynamo Frankfurt geändert, und sie wurde am Ende Dritter. 1957 reichte ein zweiter Platz zum Aufstieg in die 1955 gegründete drittklassige II. DDR-Liga. Dort spielte die SG Dynamo von 1958 bis zur Saison 1961/62 (Rückkehr zum Sommer-Frühjahr-Spielrhythmus). 1957 wurde Dynamo Frankfurt Bezirkspokalsieger, scheiterte aber im folgenden FDGB-Pokal-Wettbewerb 1958 bereits in der 1. Zwischenrunde. 1961/62 kam Dynamo in seiner Staffel auf dem Aufstiegsplatz zwei ein.
Den Platz in der I. DDR-Liga nahm jedoch der 1961 gegründete SC Frankfurt ein, der am 1. Juli 1962 die 1. Mannschaft der SG Dynamo Frankfurt übernommen hatte. Die in der Bezirksliga Frankfurt spielende 2. Mannschaft spielte ab 1961/62 als 1. Mannschaft der SG Dynamo Frankfurt. Diese hatte bis 1971 einen Stammplatz in der Bezirksliga. Ab 1965 spielte die SG Dynamo gemeinsam mit dem abgestiegenen SC Frankfurt in der Bezirksliga.
Am 8. Januar 1966 übernahm Dynamo Frankfurt die Fußballsektion des SC Frankfurt und spielte von da ab unter dem Namen Fußball-Sportgemeinschaft Dynamo Frankfurt (Oder) – kurz FSG Dynamo Frankfurt. 1967 wurde sie Bezirksmeister, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde zur DDR-Liga. 1968 wurde Dynamo Frankfurt zum zweiten Mal Bezirkspokalsieger, scheiterte aber erneut in der ersten Runde. 1970/71 erreichte die FSG Platz zwei in der Bezirksliga, der zum Aufstieg in die DDR-Liga berechtigte. Wie schon 1962 wurde erneut in das Mannschaftsgefüge eingegriffen, die FSG wurde zum Bezirksligisten SG Dynamo Fürstenwalde/Bad Saarow delegiert, der nach einer weiteren Fusion mit der TSG Fürstenwalde schließlich von der Saison 1971/72 ab als SG Dynamo Fürstenwalde in der DDR-Liga spielte. Als Neugründung nahm eine SG Dynamo Ost Frankfurt den Spielbetrieb in der Kreisklasse auf.

Sozialversicherung (Deutschland)

Die gesetzliche Sozialversicherung ist in Deutschland die wichtigste Institution der sozialen Sicherung. Die Für- und Vorsorge durch die Sozialversicherung ist gesetzlich eng geregelt, die Organisation erfolgt durch selbstverwaltete Versicherungsträger. Der Leistungsbedarf eines Jahres wird nahezu vollständig aus dem Beitragsaufkommen der Versicherungspflicht des gleichen Jahres bestritten, d. h. angesammeltes Kapital dient im Wesentlichen nur als kurzzeitige Schwankungsreserve (Nachhaltigkeitsrücklage, Generationenvertrag). Die Leistungen werden vorwiegend als für alle Versicherten gleiche Sachleistungen (Solidaritätsprinzip) oder als beitragsabhängige Geldleistungen (zum Beispiel Renten, Krankengeld) erbracht. Zu den Aufgaben der Sozialversicherung gehören neben den Versicherungsleistungen im engeren Sinn auch Prävention und Rehabilitation.
In Deutschland sind die sozialen Sicherungssysteme stark an die Höhe des Entgelts für Erwerbsarbeit gekoppelt. Nichterwerbstätige Ehegatten sind vorwiegend indirekt beim erwerbstätigen Ehegatten mitversichert.
Die Sozialversicherung (SV) besteht in Deutschland aus fünf Zweigen:

Seit 1883 wurde, initiiert durch die sogenannte Kaiserliche Botschaft, eine Absicherung der arbeitenden Bevölkerung, vor allem der Industriearbeiter, gegen Unfall, Krankheit und die Risiken von Invalidität und Alter angestrebt. So sollte insbesondere die industrielle Produktivität gesichert werden. Es wurden schrittweise folgende Versicherungszweige aufgebaut:
Nur bei der Krankenversicherung besteht ein eingeschränkter Wettbewerb um Mitglieder zwischen den in Kassenarten gegliederten Krankenkassen und gegenüber den privaten Krankenversicherungsunternehmen. Die Pflegeversicherung folgt der Krankenversicherung, d. h. mit der Wahl der Krankenkasse wird zugleich die Pflegekasse bei dieser gewählt. In den übrigen Versicherungszweigen gibt es monopolartige Zuweisungen, d. h. nur einen zuständigen Versicherungsträger.
Die etwa 550 Träger der deutschen Sozialversicherungen (Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungsträger und andere) sind als öffentlich-rechtliche Körperschaften organisiert. Sie werden durch die von Arbeitgebern und Versicherten in der Sozialwahl gewählten Selbstverwaltungsorgane gesteuert. Ausnahmen bilden dabei die Bundesagentur für Arbeit, deren Verwaltungsrat drittelparitätisch mit Vertretern von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und der Regierung besetzt ist, die Bundesknappschaft, bei der disparitätisch die Arbeitgeber 1/3 der Vertreter und die Arbeitnehmer 2/3 der Vertreter stellen und die Ersatzkassen, deren Verwaltungsrat nur von ihren Mitgliedern gewählt wird. Alle Sozialversicherungsträger unterliegen der staatlichen Aufsicht durch Landes- und Bundesministerien.
Rechtsgrundlage der Sozialversicherung ist das Sozialgesetzbuch (SGB). Für die obengenannten Versicherungen gelten folgende Teile:
Ob die Regeln eingehalten werden, wird in sog. Sozialversicherungsprüfungen bei den Unternehmen in regelmäßigen Abständen überprüft.
Außerdem gelten die allgemeinen Regelungen, die sich im Sozialgesetzbuch I und X finden. Einige wenige Bestimmungen sind noch in der Reichsversicherungsordnung (RVO) zu finden.
Finanziert wird die Sozialversicherung zum überwiegenden Teil aus Beiträgen, in einigen Zweigen teilweise auch aus Steuermitteln (siehe Gesundheitsfonds). Die Beiträge sind bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze an den Bruttolöhnen und -gehältern (BLG) orientiert. Insgesamt betragen die Sozialversicherungsbeiträge bei einem Normalverdiener ca. 20 bis 21 % des Bruttolohns. Die Beiträge werden in der Regel jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer sind dabei Teil der BLG, während die Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber zusammen mit den BLG das Arbeitnehmerentgelt bilden.
Die Beiträge zur Unfallversicherung trägt der Arbeitgeber allein. Im Bereich der Krankenversicherung werden seit dem 1. Juli 2005 0,9 % des beitragspflichtigen Einkommens allein vom Arbeitnehmer getragen. Jedoch tragen die Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge bei Einkommen bis 850 € pro Monat mit größeren Anteilen. Als die Pflegeversicherung 1995 eingeführt wurde, mussten die Arbeitnehmer im Gegenzug auf einen Feiertag, den Buß- und Bettag, verzichten. In Sachsen blieb der Feiertag erhalten, dort tragen die Arbeitnehmer 1,35 % und die Arbeitgeber 0,35 % des Beitrags zur Pflegeversicherung. Schließlich werden sogenannte „versicherungsfremde Leistungen“ im Bereich der Krankenkasse durch Zuschüsse aus dem Staatshaushalt bezahlt. Der Arbeitgeber hat weitere Belastungen durch betriebliche Altersvorsorge, Lohnfortzahlungen im Krankheits- und Urlaubsfall, vermögenswirksame Leistungen oder Personalentwicklungskosten zu tragen. Rechnet man diese zu den Sozialversicherungsbeiträgen hinzu, ergibt sich für ihn ein Aufschlag von etwa 24-25 % auf das Bruttogehalt des Arbeitnehmers. Der vom Arbeitgeber „getragene“ Teil wird jedoch in den Lohnkosten für den Arbeitnehmer berücksichtigt und so durch niedrigere Bruttolöhne auf den Arbeitnehmer umgelegt.
In der Abbildung ist das BNE gleich 100 % gesetzt. Die vier unteren Größen in der Abbildung Nettolöhne und -gehälter (dunkelblau), Sozialbeiträge der Arbeitnehmer (blau gekachelt) und der Arbeitgeber (gelblich gekachelt) sowie die Lohnsteuer (schwarz gekachelt) stellen das Arbeitnehmerentgelt dar. Das Arbeitnehmerentgelt ohne die Beiträge der Arbeitgeber sind die BLG, die Bezugsgröße (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) für die Sozialbeiträge.
Von den Arbeitgebern wird die grundsätzliche paritätische Finanzierung zunehmend weiter in Frage gestellt. Sie argumentieren, die hohen Lohnnebenkosten beschleunigten den Arbeitsplatzabbau und die Zunahme von Schwarzarbeit, was wegen der entgangenen Einnahmen im Endeffekt die Finanzierungsprobleme der Sozialversicherung noch verschärfen würde (siehe hierzu auch Agenda 2010, Sozialabbau, Überalterung).
Seit einigen Jahren wird erwogen, die Sozialversicherung auf eine andere finanzielle Basis zu stellen. Dies gilt besonders für den Bereich der Krankenversicherung, wo eine Bürgerversicherung oder eine Gesundheitsprämie diskutiert wird. Dies liegt vor allem daran, dass bei den Krankenversicherungen die ausgezahlten Leistungen überwiegend nicht mehr relativ zum eingezahlten Betrag stehen. Ursache dafür ist die Verschiebung des Leistungsschwerpunktes vom (beitragsabhängigen) Krankengeld (früher 95 %, heute 5 % der Kosten) zu (unabhängig vom Beitrag gewährten) ärztlichen Leistungen. Die Sinnhaftigkeiten von Versicherungspflichtgrenze, Beitragsbemessungsgrenze und der einseitigen Orientierung am Arbeitseinkommen werden kontrovers diskutiert. Gefordert wird auch die Einbeziehung von Beamten und Selbstständigen in die gesetzliche Krankenversicherung. Andere Konzepte sehen eine Umsteuerung auf teilweise Kapitaldeckung und private Versicherungen vor. In einzelnen Zweigen der Sozialversicherung wurde bereits ein Abbau der Leistungen eingeleitet. Stärkere Selbstbeteiligungen der Versicherten (zum Beispiel Praxisgebühr) dienen aber auch durch Schaffung von Kostenbewusstsein der Dämpfung der Leistungsnachfrage.
Im Sinne der gerechten Fortschreibung von Beiträgen und Leistungen werden wesentliche Rahmenbedingungen durch die in Gesetz oder Verordnung festgelegten Rechengrößen der Sozialversicherung für jeweils ein Jahr festgelegt.
Die staatliche Sozialversicherung SV bildet zusammen mit den Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden) den Sektor Staat.
Der Finanzierungssaldo des Staates insgesamt in Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) ist Gegenstand der „Maastrichtkriterien“.
Der Finanzierungssaldo der SV in Abgrenzung der VGR im Unterschied zur Abgrenzung der Finanzierungsrechnung geht damit in den Finanzierungssaldo des Staates insgesamt ein.

Volksgarten Lütgendortmund

Der Volksgarten Lütgendortmund ist ein waldreicher Park im Dortmunder Stadtteil Lütgendortmund.

Die Entstehung des Volksgarten Lütgendortmund fällt in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und in die in Europa entstehende Volksgarten­bewegung.
1885 forderten Bürger ein Gelände für einen Volksgarten im Raum Dortmund als Gegenstück zur massiven Industrialisierung der Natur. Auf Initiative des Lütgendortmunder Amtmanns Westermann wurde 1898 ein 1,5 Hektar großes Grundstück erworben, das jedoch keineswegs ausreichte.
1904 lebte dann die Idee zum Anlegen des Volksgarten wieder auf und die Gemeindevertreter sprachen sich für die Anlage eines nun 6,5 Hektar großen Volksgarten aus. Da die Finanzierung nicht ausreichend gesichert schien, bat man die Harpen AG um Finanzierungshilfe. Schließlich stimmte 1906 der Landrat der Gemeinde Lütgendortmund für die Errichtung des Volkspark. Eine Volksgarten-Verwaltungskommission wurde gebildet und das Projekt des Landschaftsarchitekten Martin Peters gewann die Ausschreibung. Gleichzeitig fand auch die Planung einer Festhalle für den Volksgarten Anklang. Von 1907 bis 1910 erfolgte die Ausführung der Volksgartenanlage in mehreren Bauabschnitten und wurde 1911 eröffnet.
siehe auch: Volksgarten Mengede
51.5063888888897.3319444444444Koordinaten: 51° 30′ 23″ N, 7° 19′ 55″ O

Amerikanischer Schwarzbär

Amerikanischer Schwarzbär
Der Amerikanische Schwarzbär (Ursus americanus), auch Baribal genannt, ist eine in Nordamerika lebende Raubtierart aus der Familie der Bären (Ursidae). In seiner Heimat wird er meistens als black bear bezeichnet oder als Baribal. Im Vergleich zum eher gefürchteten Grizzlybär gilt der Schwarzbär als weniger gefährlich.

Amerikanische Schwarzbären haben den typischen Körperbau der Bären. Der Rumpf ist massiv, die Gliedmaßen kräftig. Die Pfoten haben je fünf starke Krallen, welche die Bären zum Reißen, Graben und Klettern einsetzen. Der Schwanz ist wie bei allen Bären nur ein kurzer Stummel. Der große Kopf ist durch die eher lange, unbehaarte Schnauze, die kleinen Augen und die runden, aufgerichteten Ohren charakterisiert.
Mit einer Kopfrumpflänge von 1,5 bis 1,8 Metern, einer Schulterhöhe von bis zu 91 Zentimetern und einem Gewicht von durchschnittlich etwa 100 Kilogramm ist der Schwarzbär deutlich kleiner und leichter als der Grizzly. Allerdings besteht zwischen den Geschlechtern ein deutlicher Gewichtsunterschied: Während Weibchen zwischen 40 und 230 Kilogramm (Durchschnitt: 80 kg) wiegen, sind Männchen mit 50 bis 400 Kilogramm (Durchschnitt: 120 kg) deutlich schwerer.
Trotz ihres Namens sind nicht alle Amerikanischen Schwarzbären schwarz gefärbt. Es gibt auch silbergraue und rötlichbraune Varianten, und manche Baribals haben eine mit Grizzlies nahezu identische Fellfarbe. Die Färbung des Fells hängt mit dem Lebensraum zusammen: während Tiere, die in dichten Wäldern mit kühlerem Klima (im Norden und Osten des Verbreitungsgebietes) leben, eher schwarz sind, haben die Schwarzbären im südlichen und westlichen Teil des Verbreitungsgebietes, die in offenem, trockenerem Terrain wohnen, eine eher bräunliche Färbung. So werden in den Neuenglandstaaten, New York, Tennessee und Michigan ausschließlich schwarzfellige Bären angetroffen. In den Küstenregionen des Staates Washington weisen 99 Prozent der Bären ein schwarzes Fell auf, während im Landesinneren von Washington 21 Prozent der Schwarzbärenpopulation ein braungetöntes Fell aufweisen. Im Yosemite National Park wiesen dagegen nach einer Studie nur 9 Prozent ein schwarzes Fell auf. 91 Prozent der Population weisen braune oder gar blonde Fellschattierungen auf. Eine Besonderheit sind die Kermodebären, die an der kanadischen Westküste leben und durch ihr weißliches Fell charakterisiert sind. Es handelt sich dabei aber nicht um Albinos. Die Farbe des Fells variiert außerdem im Jahresverlauf. Nach dem Abwurf des Winterfells ist das neue Deckhaar dunkler. Kurz vor dem Wechsel des Sommer- in den des Winterpelzes ist die Farbe dagegen heller und vor allem bei braunen und hellen Exemplaren fast verblichen.
Kennzeichen, die den Amerikanischen Schwarzbären vom Braunbären unterscheiden, sind neben der geringeren Größe der fehlende muskulöse Nackenbuckel, die flachere Stirn, die kürzeren Krallen der Vorderpfoten und die kürzeren Hinterbeine. Bei Schwarzbären ist außerdem die Region von der Nase bis zur Schnauze ausgeprägter hell gefärbt, als es bei Grizzlies der Fall ist.
Das Verbreitungsgebiet der Amerikanischen Schwarzbären umfasst große Teile Nordamerikas. Sie leben in nahezu ganz Alaska und Kanada mit Ausnahme des äußersten Nordens, im Kerngebiet der Vereinigten Staaten (den 48 zusammenhängenden Staaten) sind sie ebenfalls weit verbreitet und fehlten ursprünglich nur im südwestlichen, trockenen Landesteil. In Mexiko kommen sie vor allem im Bereich der Gebirgszüge Sierra Madre Oriental und Sierra Madre Occidental vor.
Durch die Besiedlung des Kontinents durch die Weißen hat sich ihr Verbreitungsgebiet etwas geändert. Einerseits ist ihre Anzahl im dichtbesiedelten östlichen und südlichen Teil der Vereinigten Staaten deutlich zurückgegangen, dort gibt es oft nur noch Reliktpopulationen. Andererseits haben sie durch die großflächige Ausrottung des Grizzlybären, die dem Baribal überlegene Nahrungskonkurrenten und auch Fressfeinde waren, einen Vorteil errungen und sind in neue Lebensräume eingewandert. Heute sind sie in allen Provinzen Kanadas, in 39 US-amerikanischen Bundesstaaten und in Mexiko verbreitet. Die American Bear Association schätzt ihre heutige Population allein in den Vereinigten Staaten auf 286.600 bis 328.000 und im gesamten Nordamerika auf über 600.000 Tiere.
Schwarzbären bewohnen eine Reihe von Habitaten, benötigen aber dabei ausreichendes Nahrungsangebot und Vegetation als Sichtschutz. Sie leben vorrangig in Wäldern mit einem sehr dichten Unterwuchs, bewohnen aber manchmal offenes Gelände wie Grasländer und Tundren, besonders dort, wo es keine Grizzlybären (mehr) gibt.
Die übliche Fortbewegung der Schwarzbären ist ein gemächlicher Passgang, wobei sie stets die ganze Fußsohle aufsetzen; sie sind wie alle Bären Sohlengänger. Im Bedarfsfall können sie sehr schnell laufen. Manchmal richten sie sich auf die Hinterbeine auf, vor allem um eine bessere Übersicht zu erlangen. Bei Gefahr klettern sie auf Bäume, außerdem können sie gut schwimmen.
Amerikanische Schwarzbären sind in freier Wildbahn vorwiegend dämmerungsaktiv. Die Aktivitätszeiten sind jedoch saisonal unterschiedlich, in Zeiten erhöhten Nahrungsbedarfes gehen sie auch tagsüber auf Nahrungssuche. Die Interaktion mit Menschen kann ihren Rhythmus ändern. Wo sie gefüttert werden, sind sie oft tagaktiv, wo sie an Mülltonnen oder Vorratslager gelangen können, sind sie oft in der Nacht unterwegs.
Wie andere Bären halten sie während der kalten Monate eine Winterruhe in einem selbstgegrabenen Bau, in einer Höhle oder manchmal in einer Erdgrube. Ihre Atemfrequenz und ihr Herzschlag gehen deutlich zurück, dafür sinkt ihre Körpertemperatur nur um etwa 4 bis 7 °C, außerdem sind sie relativ leicht aufzuwecken, darum spricht man nicht von einem echten Winterschlaf. Zeitpunkt und Dauer der Winterruhe hängen vom Lebensraum ab, in kalten Regionen kann sie von September bis Mai dauern. Während der Ruhezeit nehmen sie keine Nahrung und Flüssigkeit zu sich, sie urinieren und defäkieren auch nicht. Während dieser Zeit verlieren sie rund 23 bis 30 % ihres Körpergewichts. Bei säugenden Weibchen ist dieser Prozentsatz noch etwas höher. War im Herbst ein ausreichendes Nahrungsangebot vorhanden, weisen sie nach der Überwinterung noch über ausreichend Körperfett auf. Der Gewichtsverlust hält in der Regel bis zur Beerenreife im Sommer oder Herbst an. In der Regel finden sie in ihrem Lebensraum wieder so kalorienreiche Nahrung, dass sie Fettreserven für die Überwinterung bilden.
Wie alle Bären leben Amerikanische Schwarzbären einzelgängerisch. In Gebieten mit reichem Nahrungsangebot kommen aber manchmal dutzende Tiere zusammen. Die Reviergröße hängt unter anderem vom Nahrungsangebot, vom Geschlecht und vom Lebensraum ab. Die Territorien von Weibchen sind generell kleiner. So sind die Reviere im US-amerikanischen Bundesstaat Washington nur 500 Hektar (Männchen) beziehungsweise 200 Hektar (Weibchen) groß, in anderen Teilen der Vereinigten Staaten 10.000 bis 20.000 beziehungsweise 2000 bis 4000 Hektar und im nördlichen Kanada bis zu 100.000 Hektar. Die Territorien können sich überlappen, besonders das eines Männchens mit denen von mehreren Weibchen, trotzdem gehen sich die Tiere außerhalb der Paarungszeit aus dem Weg. Schwarzbären unternehmen in unberührten Gegenden oft ausgedehnte Wanderungen.
Wie die meisten Bären sind Amerikanische Schwarzbären Allesfresser. Allerdings machen Pflanzen mehr als 75 Prozent ihrer Nahrung aus, darunter Früchte, Beeren, Nüsse, Gräser und Wurzeln. Obwohl Bären im Gegensatz zu anderen Carnivoren einen verlängerten Darm haben, können sie nährstoffarme Pflanzen nur schlecht voll auswerten. Amerikanische Schwarzbären fressen wie andere Bären daher überwiegend Pflanzen, die vollreif und leicht verdaulich sind. Im Frühjahr steht diese Nahrung allerdings noch nicht zur Verfügung. Sie fressen dann bevorzugt frisch aufgeschossene Pflanzen, die noch einen geringen Cellulosegehalt haben. Wenn Schwarzbären tierische Nahrung zu sich nehmen, dann besteht diese meistens aus Insekten wie Ameisen, Kurzkopfwespen, Bienen oder Termiten sowie Insektenlarven. Aas spielt häufig eine Rolle in der Ernährung der Schwarzbären. Sie fressen beispielsweise im Vorwinter verendete große Säugetiere wie Bergschafe, Ziegen oder Rotwild, deren Kadaver im Schnee überdauerten. Wegen ihres sehr ausgeprägten Geruchssinns sind sie in der Lage, neugeborene Huftiere aufzuspüren, obwohl diese nur einen geringen Körpergeruch haben. In manchen Regionen Nordamerikas fallen bis zu 50 Prozent der Hirsch- und 42 Prozent der Elchkälber Schwarzbären zum Opfer. Gefährdet sind diese Jungtiere vor allem in den ersten Lebenstagen. Danach sind sie zu schnell, um für die Schwarzbären eine leichte Beute darzustellen. Ausgewachsene große Huftiere werden in der Regel nur dann zur Beute von Schwarzbären, wenn sie krank oder verwundet sind. Kleine Säugetiere wie Erdhörnchen, Murmeltiere und andere Nagetiere sowie Vögel und Echsen ergänzen den Speiseplan. Zur Zeit des Lachszuges stellen auch Fische einen Teil des Nahrungsspektrums der Schwarzbären dar.
Die Paarungszeit fällt in der Regel in die Monate Juni bis Juli. Zu diesem Zweck finden sich die einzelgängerischen Tiere zu kurzlebigen Partnerschaften zusammen und vollziehen mehrfach die Begattung. Wie bei den anderen Bären kommt es bei Amerikanischen Schwarzbären zu einer verzögerten Einnistung (Nidation), das heißt die befruchtete Eizelle bleibt für einige Zeit frei im Uterus. Die Nidation erfolgt erst zu Beginn der Winterruhe, meist im November oder Dezember. So beträgt die Zeitdauer zwischen Paarung und Geburt rund 220 Tage, die eigentliche Tragzeit dauert aber nur 60 bis 70 Tage.
Während der Winterruhe, meist im Januar oder Februar, kommen ein bis fünf, meist aber zwei oder drei Jungtiere zur Welt. Neugeborene sind blind und wirken nackt, obwohl sie von einem dünnen Fell bedeckt sind. Sie wiegen nur rund 225 bis 330 Gramm und zählen, wie alle Bären, zu den höheren Säugetieren mit dem größten Gewichtsunterschied zwischen der Mutter und ihrem Wurf. Mit sechs bis acht Monaten werden sie entwöhnt, bleiben aber zumindest bis zum zweiten Frühling bei ihrer Mutter. Diese kann sich rund ein bis vier Jahre nach der Geburt erneut fortpflanzen.
Weibliche Tiere erreichen die Geschlechtsreife durchschnittlich mit rund vier bis fünf Jahren, männliche Tiere ein Jahr später. Sowohl der Zeitpunkt, zu dem die Geschlechtsreife erreicht wird, als auch Anzahl und Größe der Würfe sind stark vom Ernährungszustand beeinflusst. So zeigte sich in einer in Minnesota durchgeführten Studie, dass keine Schwarzbärin, die am 1. Oktober weniger als 80 Kilogramm wog, im folgenden Jahr Nachwuchs großzog. Von 30 Schwarzbärinnen, die dagegen über 150 Kilogramm wogen, brachten im Folgejahr 27 Bärinnen Junge zur Welt. Schwarzbärinnen, die ihre Nahrung überwiegend auf Müllhalden fanden und entsprechend sehr früh ein hohes Körpergewicht erreichten, wurden das erste Mal im Alter von 4,4 Jahren und damit 1,2 Jahre früher trächtig als solche Schwarzbärinnen, die überwiegend von natürlichem Futter lebten.
Theoretisch haben Schwarzbären eine Lebenserwartung von 30 Jahren, doch werden die meisten Tiere nicht älter als zehn Jahre. Mehr als 90 Prozent aller Todesfälle von Tieren über 18 Monaten gehen auf die Begegnung mit Menschen (Jagd oder Verkehrsunfälle) zurück.
Neben dem Menschen ist der Grizzlybär der größte Feind des Amerikanischen Schwarzbären. Pumas, Kojoten, Wölfe und auch männliche Schwarzbären reißen gelegentlich Jungtiere. Junge Schwarzbären klettern im Falle einer drohenden Gefahr deswegen auf Bäume. Diese Fähigkeit beherrschen bereits Jungtiere, die erst wenige Wochen alt sind. Sie sind dabei in der Lage, sehr hoch zu klettern und sich auch auf sehr dünnen Ästen zu halten, die das Gewicht eines ausgewachsenen Schwarzbären nicht mehr tragen können. Dieses Verhalten zeigen sie bis zu einem Alter von einem Jahr. Ältere Bären klettern dagegen verhältnismäßig selten auf Bäumen. Dieses Verhalten zeigen sie vor allem, wenn sie von einer Meute Jagdhunde gestellt werden.
Amerikanische Schwarzbären wurden und werden vom Menschen aus verschiedensten Gründen gejagt. Dazu zählen die Angst vor gerissenen Weidetieren und zerstörten Agrarflächen und Bienenstöcken, der Bedarf an Fell und Fleisch sowie die Sportjagd. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Schaden bei Weidetieren vernachlässigbar ist, dass sie aber wohl auf landwirtschaftlich genutzten Feldern Schäden anrichten können. Die Sportjagd ist weit verbreitet, nach einer Schätzung aus dem Jahr 1995 werden jedes Jahr rund 40.000 Tiere erlegt. Die Verwendung des Bärenfells und des Fleisches ist heute weitgehend zurückgegangen; bei den Indianern war dies der wichtigste Grund für die Bejagung. Die Bärenfellmützen, die zur Paradeuniform verschiedener britischer Regimenter gehören, werden aber bis heute aus dem Fell kanadischer Schwarzbären hergestellt.
Ein relativ neuer Aspekt der Bejagung ist der Export der Gallenflüssigkeit in ostasiatische Länder, wo dieser Heilwirkung zugesprochen wird. In der Regel werden dort Asiatische Schwarzbären zu diesem Zweck erlegt oder sogar gehalten, durch den dadurch verbundenen Populationsrückgang wird aber immer mehr auf nordamerikanische Tiere zurückgegriffen. So sind die Vereinigten Staaten der zweitgrößte Exporteur von Bärengallenflüssigkeit nach Südkorea, auch China, Japan und die asiatischen Bevölkerungsgruppen in Nordamerika selbst werden beliefert.
Angriffe von Schwarzbären auf Menschen sind verhältnismäßig selten. Der auf Bären spezialisierte Verhaltensforscher Stephen Herrero nennt für den Zeitraum von 1960 bis 1980 500 Vorfälle, bei denen Menschen durch Schwarzbären verletzt wurden. In der Regel laufen die Zusammenstöße mit Schwarzbären vergleichsweise harmlos ab. Zwischen 1900 und 1980 wurden 23 Vorfälle registriert, bei denen Menschen ums Leben kamen. Die Anzahl von Menschen, die in diesem Zeitraum durch Grizzlys getötet wurden, war etwa doppelt so hoch, obwohl Schwarzbären etwa zehn mal so häufig wie Grizzlys vorkommen. Bei 18 der 20 von Stephen Herrero näher untersuchten Todesfälle durch Schwarzbären spielte es allerdings eine Rolle, dass der Schwarzbär den Menschen als Beute ansah. Insbesondere Kinder können ins Beuteschema fallen; in immerhin zwei der tödlich ausgegangenen Vorfälle weckten spielende und herumlaufende Kinder den Beuteinstinkt des Bären.
Nur einer der nachweislich durch Schwarzbären zugeschriebenen Todesfälle geschah in einem Nationalpark. Dagegen ereignete sich hier der Großteil der zwischen 1960 und 1980 registrierten Konfrontationen, bei denen Menschen verletzt wurden. Allein im Great Smoky National Park wurden in einem Zeitraum von zwölf Jahren 107 Menschen verletzt. Die meisten Zwischenfälle gab es beim Versuch, Schwarzbären zu füttern. In drei Fällen versuchten Besucher sogar, die Schwarzbären zu streicheln. Amerikanische Schwarzbären verhalten sich grundsätzlich weniger aggressiv als Grizzlys und tolerieren ein menschliches Verhalten, das bei Grizzlybären mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits zu einem Angriff führen würde. Besucher unterschätzen jedoch regelmäßig sowohl die Körperkraft wie auch das für einen Menschen unberechenbare Verhalten. In amerikanischen Nationalparks sind einige Schwarzbären zu einem Problem geworden. Ihr ausgeprägter Geruchssinn führt sie auf ihrer Nahrungssuche an die Zelte und Autos der Besucher, die sie dann oft in falsch verstandener Tierliebe füttern. Dies hat dazu geführt, dass manche Baribals eine Abhängigkeit von solchen Fütterungen entwickelt haben. Derart an Menschen gewöhnte Bären werden aus Sicherheitsgründen oft getötet.
Der bei Kindern beliebte Teddybär wurde nach dem einstigen US-amerikanischen Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt benannt, der sich bei der Jagd geweigert haben soll, ein Schwarzbärbaby zu erschießen. Über den genauen Hergang der Namensgebung ranken sich allerdings verschiedene Geschichten.
Derzeit sind folgende Unterarten mit dem angegebenen Vorkommensgebiet anerkannt:

Elio de Angelis

Elio de Angelis (* 26. März 1958 in Rom; † 15. Mai 1986 in Marseille) war ein italienischer Automobilrennfahrer. In der Formel 1 startete er für Shadow, Lotus und Brabham. De Angelis bestritt zwischen 1979 und 1986 insgesamt 108 Rennen und gewann zwei Grand Prix.

Mit 14 Jahren begann de Angelis mit dem Kartsport, 1975 belegte er Platz zwei bei der Kart-Weltmeisterschaft hinter dem Belgier François Goldstein. 1976 gewann er die Kart-Europameisterschaft.
1977 stieg de Angelis im Alter von 19 Jahren mit einem Chevron-Toyota in die italienische Formel-3-Meisterschaft ein. Bereits das dritte Rennen gewann er, am Saisonende wurde er Meister. Außerdem bestritt er drei Rennen der Formel-2-Europameisterschaft für die Scuderia Everest von Giancarlo Minardi. 1978 begann er zunächst die Formel-2-Europameisterschaft bei der Scuderia Everest, stieg aber nach dem sechsten Rennen aufgrund der technischen Unterlegenheit seines Teams aus. Er kehrte zurück in die Formel 3, wo er das prestigeträchtige Formel-3-Rennen von Monaco gewann.
Nachdem er bereits im September 1978 Testfahrten für das Formel-1-Team Shadow bestritten hatte, bekam de Angelis einen Vertrag bei Shadow für die Saison 1979. Finanziert wurde dieser Platz von seinem Vater, was ihm zunächst den Ruf eines Paydrivers einbrachte. Sein einziges Resultat in den Punkterängen war der vierte Platz beim letzten Saisonrennen, dem Großen Preis der USA Ost in Watkins Glen.
Dank seiner guten Leistungen mit dem unterlegenen Wagen in der Saison 1979 bot ihm Colin Chapman einen Vertrag beim Team Lotus für die Saison 1980 an. Das beste Resultat in seiner ersten Saison bei Lotus war der zweite Platz beim Großen Preis von Brasilien. Die Weltmeisterschaft schloss er mit 13 Punkten als Siebter ab. 1981 fuhr de Angelis auf Platz acht in der Fahrerweltmeisterschaft mit 14 Punkten. 1982 gewann er in Österreich mit einem Vorsprung von 0,05 Sekunden auf Keke Rosberg seinen ersten Grand Prix. Mit 23 Punkten wurde er in der Weltmeisterschaft Neunter.
In der darauf folgenden Saison 1983 hatte der Lotus zu viele Defekte, deshalb erzielte er mit einem fünften Platz beim Großen Preis von Italien nur zwei Weltmeisterschaftspunkte. 1984 wurde de Angelis Dritter in der Weltmeisterschaft mit 34 Punkten. Obwohl ihm kein Sieg gelang, war das die beste Formel-1-Saison in seiner Karriere. 1985 gewann de Angelis sein zweites und letztes Rennen, den Großen Preis von San Marino. Mit 33 Punkten wurde er Fünfter in der Weltmeisterschaft.
1986 bekam de Angelis einen Vertrag von Bernie Ecclestone bei Brabham. Der sehr flach gebaute Brabham BT55 erwies sich als ein problematisches Auto. Der Große Preis von Monaco war de Angelis’ letztes Formel-1-Rennen.
Elio de Angelis verunglückte am 15. Mai 1986 bei Testfahrten für das Brabham-Team in Le Castellet. Als Unfallursache wird ein Bruch des Heckflügels bei einer Geschwindigkeit von rund 300 km/h in der S-Kurve „La Verrière“ vermutet. Eine offizielle Bestätigung der Ursache gab es jedoch nie. Nach mehreren Überschlägen und einem Kontakt mit der Leitplanke blieb das Auto kopfüber liegen. Als Alan Jones an der Unfallstelle anhielt, brannte der Wagen bereits. Die schlecht ausgerüsteten Marshalls waren nicht in der Lage, das Feuer schnell zu löschen. So dauerte es mehrere Minuten, bis der Wagen umgedreht werden konnte und die Löschfahrzeuge an der Unfallstelle eintrafen. De Angelis soll nicht schwer verletzt gewesen sein, lediglich ein Schlüsselbeinbruch wurde festgestellt. Da bei den Testfahrten kein Rettungshubschrauber an der Strecke zur Verfügung stand, verging viel Zeit, bis de Angelis ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er starb dort an Erstickung.
1964: Giacomo Russo | 1965: Andrea de Adamich | 1966: Ernesto Brambilla | 1968: Franco Bernabei | 1969: Gianluigi Picchi | 1970: Giovanni Salvati | 1971: Giancarlo Naddeo | 1972: Vittorio Brambilla | 1973: Carlo Giorgio | 1974: Alberto Colombo | 1975: Luciano Pavesi | 1976: Riccardo Patrese | 1977: Elio de Angelis | 1978: Siegfried Stohr | 1979: Piercarlo Ghinzani | 1980: Guido Pardini | 1981: Eddy Bianchi | 1982: Enzo Coloni | 1983: Ivan Capelli | 1984: Alessandro Santin | 1985: Franco Forini | 1986: Nicola Larini | 1987: Enrico Bertaggia | 1988: Emanuele Naspetti | 1989: Gianni Morbidelli | 1990: Roberto Colciago | 1991: Giambattista Busi | 1992: Max Angelelli | 1993: Christian Pescatori | 1994: Giancarlo Fisichella | 1995: Luca Rangoni | 1996: Andrea Boldrini | 1997: Oliver Martini | 1998: Donny Crevels | 1999: Peter Sundberg | 2000: Davide Uboldi | 2001: Lorenzo Del Gallo | 2002: Miloš Pavlović | 2003: Fausto Ippoliti | 2004: Matteo Cressoni | 2005: Luigi Ferrara | 2006: Mauro Massironi | 2007: Paolo Maria Nocera | 2008: Mirko Bortolotti | 2009: Daniel Zampieri | 2010: César Ramos | 2011: Sergio Campana | 2012: Riccardo Agostini

Dürnhof (Zwettl-Niederösterreich)

Der Dürnhof in der Gemeinde Zwettl-Niederösterreich ist eine ehemalige Grangie des Zisterzienserstiftes Zwettl. Der Hof wurde um 1200 auf einer Anhöhe nördlich der Stadt Zwettl errichtet und im Jahr 1210 in einer Urkunde des Papstes Innozenz III. als macra curia unter dem Namen „Durrenhove“ erstmals urkundlich erwähnt. Bis zur Enteignung durch die deutsche Wehrmacht im Zuge der Errichtung des Truppenübungsplatzes Döllersheim im Jahr 1938 diente er als einer der wichtigsten landwirtschaftlichen Zweigbetrieb des Klosters. Von 1945 bis 1947 wurde er als Gefangenenlager der Roten Armee genutzt, danach von der USIA verwaltet und später in den Besitz der Republik Österreich übergeben. Von 1947 bis zur Generalsanierung im Jahr 1976 blieb der Dürnhof ungenutzt und dem Verfall preisgegeben. Von 1984 bis 2005 beherbergte er das „Museum für Medizin-Meteorologie“, welches sich mit der Humanbiometeorologie befasste. Im Sommer 2003 wurde der denkmalgeschützte Gutshof an eine Privatperson verkauft. Er wird seit einer weiteren Sanierung im Jahr 2005 als Ort für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Ausstellungen geführt.
48.62472222222215.175833333333Koordinaten: 48° 37′ 29″ N, 15° 10′ 33″ O

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