Rhodobacteraceae

Die Rhodobacteraceae bilden eine Familie innerhalb der Alphaproteobacteria. Sie bilden zusammen mit der Familie der Hyphomonadaceae die Ordnung der Rhodobacterales. Viele Gattungen, wie z. B. Rhodobacter sind photosynthetisch aktiv und zählen zu den Nichtschwefelpurpurbakterien.

Die Rhodobacteraceae sind wie alle Proteobakterien gram-negativ. Es kommen eiförmige oder auch stäbchenförmige Zellen vor, Amaricoccus ist kokkenförmig. Einige Arten vermehren sich durch Knospung. Anstelle der für die meisten Bakterienarten typische binäre Zellteilung, bei der zwei mehr oder weniger gleichgeformte und gleich große Zellen entstehen, bildet sich eine zunächst kleinere Tochterzelle, die mit der Mutterzelle einige Zeit verbunden bleibt. Die Tochterzelle wächst hierbei nicht gleichmäßig, sondern polar, an einem bestimmten Punkt. Zu den knospenden Arten zählen z. B. Rhodobacter blasticus und Gemmobacter aquatilis.
Einige Mitglieder sind begeißelt und beweglich, auch unbegeißelte Vertreter, wie Methylarcula sind vorhanden. Es ist meist das Bakteriochlorophyll a vorhanden. Viele Arten sind im Süß- oder Meerwasser anzutreffen, aber auch in anderen Habitaten wie Boden (z. B. Paracoccus), Abwasser (Amaricoccus) oder Brackwasser (Ahrensia) kommen Vertreter vor. Einige sind auf Sauerstoff angewiesen, also strikt aerob. Andere sind wiederum fakultativ anaerob, zeigen also auch unter Sauerstoffausschluss Wachstum.
Physiologisch sind die Rhodobacteraceae sehr vielfältig. Einige Arten werden zu den sogenannten Nichtschwefelpurpurbakterien gestellt. Ein wichtiges Merkmal dieser nicht monophyletische Gruppen von verschiedenen Proteobakterien ist die Fähigkeit zur Photoheterotrophie, hier dient Licht als Energie- und organische Stoffe als Kohlenstoffquelle. Die Photosynthese verläuft anoxygen, es wird kein Sauerstoff freigesetzt. Viele Arten der Rhodobacteraceae, wie auch andere Nichtschwefelpurpurbakterien, können auch photoautotroph wachsen, dann wird Kohlenstoff durch die CO2-Fixierung gewonnen. Einige Arten nutzen unter bestimmten Umständen für die Photosynthese auch bestimmte Schwefelverbindungen, wie Sulfide oder Thiosulfate als Elektronendonatoren. Beispiele hierfür sind viele Arten von Rhodobacter und die Art Rhodovulum sulfidophilum. Die Nutzung von Schwefelverbindungen ist, anders als der Name vermuten lässt, unter den Nichtschwefelpurpurbakterien weit verbreitet. In allen phototrophe Arten der Rhodobacteraceae ist das Bacteriochlorophyll a enthalten. Nicht alle Rhodobacteriaceae sind zur Photosynthese fähig, so ist die Chemoorganotrophie (Atmungsstoffwechsel) bei den Rhodobacteraceae ebenfalls anzutreffen. Ein Beispiel ist Gemmobacter. Einige anaerobe Vertreter sind zur Fermentation fähig. Selbst fakultativ methylotrophe Bakterien sind vorhanden, wie z. B. Arten von Methylarcula. Sie können Moleküle, die keine direkten Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen enthalten als einzige Kohlenstoffquelle für das Wachstum und Energiegewinn nutzen. Zu solchen Verbindungen zählen z.B. Dimethylamin (kann von Methylarcula terricola genutzt werden) und Methylamin (von Methylarcula marina genutzt).
Auch Denitrifizierer sind in der Familie vorhanden, wie Paracoccus denitrificans und Rhodobacter azotoformans.
Verschiedene Gattungen, wie Hyphomonas wurden zu der neu geschaffene Familie Hyphomonadaceae (ebenfalls in der Ordnung Rhodobacterales) gestellt.
Gattungen der Rhodobacteraceae sind:

Yvonne Mitchell

Yvonne Mitchell (* 7. Juli 1915 in London; † 24. März 1979 in London) war eine britische Schauspielerin.
Yvonne Mitchell begann ihre Theaterkarriere bereits als Teenager. Beim Film trat sie nur äußerst selten in Erscheinung, doch dann umso eindrucksvoller. Ihr Filmdebüt gab sie 1941 in Love on the Dole, ihre erste Sprechrolle hatte sie 1949 in einer britischen Puschkin-Verfilmung der Pique Dame. Für den Film The Divided Heart erhielt sie 1955 den British Film Academy Award als beste britische Darstellerin. Auf der Berlinale 1957 wurde sie mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin für ihre Rolle in Die Frau im Morgenrock ausgezeichnet. Neben der Filmarbeit fürs Kino war trat sie auch in Fernsehproduktionen auf. Vor allem mit Theater- und Literaturadaptionen war sie hier erfolgreich. Bereits 1953 erhielt sie von der Zeitung Daily Mail die Auszeichnung „beliebteste Fernsehschauspielerin des Jahres“.
Yvonne Mitchell war neben der Schauspielerei auch als Autorin einiger Kinderbücher bekannt und schrieb außerdem eine Biografie über die französische Schriftstellerin Colette. Bereits 1957 erschien ihre Autobiografie.
Mitchell war verheiratet mit einem Film- und Theaterkritiker. Sie starb nach mehr als vier Jahrzehnten Arbeit auf der Bühne 1979 im Alter von 63 Jahren an Krebs.

Solar Millennium

Die Solar Millennium AG ist ein 1998 in Erlangen gegründetes und seit Dezember 2011 insolventes deutsches Unternehmen, das auf die Projektierung und Realisierung solarthermischer Kraftwerke spezialisiert ist. Die Solar Millennium versteht sich als Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Die Haupttätigkeiten sind Standortsuche, Projektentwicklung, Planung, Konzeptionierung und Bau von Parabolrinnenkraftwerken.

Die Gründung des Unternehmens erfolgte im Oktober 1998 als Solar Century Management GmbH. Diese wurde im März 1999 in Solar Millennium GmbH umbenannt. Die Aktiengesellschaft entstand durch Umwandlung im Juni 1999.
Zum 1. Januar 2010 wurde Utz Claassen, ehemals Vorstandsvorsitzender bei EnBW, einem der größten Energieunternehmen in Deutschland, Vorstandsvorsitzender bei Solar Millennium, legte aber bereits am 15. März 2010 sein Amt überraschend nieder.
Das Unternehmen kündigte am 17. August 2011 an, bei dem geplanten Solarkraftwerk Blythe in Kalifornien aus Kostengründen auf herkömmliche Photovoltaikmodule zu setzen. Diese und andere negative Meldungen hatten einen Kursabsturz der Aktie um 60 % zur Folge, im weiteren Verlaufe dann um 90 %. Am 10. Oktober 2011 wurde bekannt, dass die Solar Millennium AG plante, das gesamte USA-Engagement an die Solarhybrid AG zu verkaufen, die dort PV-Anlagen bauen sollte. Das Unternehmen sollte an den Gewinnen aus der Kraftwerksrealisierung beteiligt werden.
Eine Anleihe mit Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro, deren Verwendung hauptsächlich für das Großkraftwerk in Blythe geplant war, wurde Mitte September 2011 gestoppt, weil die neuesten Entwicklungen in einem Nachtrag zum Emissionsprospekt abgebildet werden mussten. Da für das Geschäftsjahr 2012 die liquiden Mittel nicht ausreichte, um die fälligen Verbindlichkeiten zu decken, war Solar Millennium deswegen auf zusätzliche Bankkredite angewiesen.
Am 21. Dezember 2011 gab das Unternehmen bekannt, beim Amtsgericht Fürth Insolvenzantrag gestellt zu haben. Zuvor hätten unter anderem in Zusammenhang mit dem USA-Engagement wichtige Verkaufsverträge nicht abgeschlossen werden können. Am 28. Februar 2012 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.
Das erste realisierte Großkraftwerksprojekt war der Komplex Andasol, der aus drei unmittelbar benachbarten, im Wesentlichen baugleichen Parabolrinnenkraftwerken Andasol 1 bis 3 in Südspanien besteht.
Ab Juni 2006 wurde auf der Hochebene von Guadix in Andalusien das Parabolrinnenkraftwerk „Andasol 1“ errichtet. Andasol 1 lief ab Oktober 2008 im Testbetrieb und ging im Dezember 2008 ans Netz. Es wurde allerdings erst im Juli 2009 offiziell eingeweiht, da die Stromabgabe vorher noch nicht im vollständig genehmigten Regelbetrieb erfolgte. Andasol 1 ist das erste Parabolrinnenkraftwerk in Europa. Ein praktisch baugleiches weiteres Parabolrinnen-Kraftwerk „Andasol 2“ entstand unmittelbar neben Andasol 1 auf der Hochebene von Guadix; die Bauarbeiten begannen hier im Februar 2007, und das Kraftwerk befindet sich seit 2009 am Netz. Noch vor Fertigstellung dieses Kraftwerks begannen die Bauarbeiten am Parabolrinnen-Kraftwerk „Andasol 3“, das im Herbst 2011 seinen Betrieb aufgenommen hat. Seit der Inbetriebnahme des dritten Kraftwerks versorgen die Parabolrinnenanlagen Andasol 1 bis 3 mit jeweils rund 500.000 m² Kollektorfläche insgesamt rund 500.000 Menschen mit Solarstrom. Mittlerweile hat das Unternehmen alle eigenen Anteile an Andasol 1 und Andasol 2 an andere Konsortien verkauft. Andasol 3 wurde gemeinsam finanziert von Solar Millennium, Stadtwerke München, RWE Innogy, RheinEnergie und Ferrostaal. Das Kraftwerk wurde am 30. September 2011 offiziell eingeweiht.
Für die Initiierung und Entwicklung der Parabolrinnenkraftwerke Andasol 1 bis 3 erhielt die Solar Millennium AG 2008 die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung Energy Globe Award in der Kategorie „Feuer“ .
Mit den Kraftwerken Ibersol und Arenales – Leistung jeweils 50 MW – verfolgte die Solar Millennium AG weitere Projekte in Spanien. Die Realisierung des Projektes Ibersol scheint aber fraglich, da der Zeitrahmen zu kurz (Fertigstellung bis Ende 2013) und die Finanzierung deshalb ungesichert ist. Am Projekt Arenales (zurzeit im Bau, Fertigstellung spätestens Ende 2013) hat das Unternehmen bereits den größten Teil verkauft und ist nur noch zu 26 % beteiligt, allerdings ist das Projekt überwiegend fremdfinanziert.
Im Dezember 2008 wurde mit dem Bau eines Parabolrinnen-Solarfeldes in Ägypten begonnen. Solar Millennium war hier allerdings nur im Rahmen der Projektierung beteiligt. Dieses Solarfeld ist Teil des südlich von Kairo errichteten Hybridkraftwerkes, das von der ägyptischen Regierung ausgeschrieben worden war und sowohl solarthermische Energie als auch Erdgas nutzen soll. Im Dezember 2010 wurde im Rahmen der Inbetriebnahme das gesamte Solarfeld erstmals zur Sonne ausgerichtet und die Wärmeenergie in den Wärmetauscher des Kraftwerks eingespeist. Die Stromproduktion und -einspeisung ins ägyptische Stromnetz startete im Juni 2011. Die Leistung des Solarfeldes liegt nach Eigenangabe der Firma Solar Millennium bislang deutlich (8 %) über den Erwartungen.
Im Herbst 2010 genehmigte die US-Regierung den Bau eines großen Solarkraftwerks in Kalifornien. Das Unternehmen wollte ursprünglich hier mit insgesamt vier solarthermischen Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1000 Megawatt den größten Solarenergiestandort der Welt realisieren. Entstehen sollte das Projekt in der Mojave-Wüste in der Nähe von Blythe. Das Unternehmen musste weitere Investoren und staatliche Fördergelder in die Finanzierung einbinden. Am 18. April 2011 hatte US-Energieminister Steven Chu der Projektgesellschaft eine „bedingte Zusage“ für Kreditgarantien in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar angeboten. Diese Kreditgarantie ging mit der Umstellung von Solarthermie auf Photovoltaik verloren. Das Projekt wurde an die Firma Solarhybrid verkauft (diese ist seit 2012 insolvent).
Die Aktien sind seit dem 27. Juli 2005 in Deutschland im Freiverkehr notiert. Sie werden unter anderem an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie in den automatischen Handelssystemen Xetra und Nasdaq geführt. Der Kurs stieg vom Einstiegskurs 10 Euro bis über 45 Euro im Herbst 2007. Nach einem Tiefstand bei 6,25 Euro Anfang März 2009 erreichte die Aktie am 11. Januar 2010 erneut den Spitzenwert von 45 Euro. Ende März 2010 stürzte die Aktie – teilweise wegen später widerlegter Kritiken an der Bilanz und angekündigter Vorstandsrücktritte – bis auf etwa 18 Euro ab.
Zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2010 gab es 12.500.000 ausgegebene Aktien. Davon wurden 10 % von Organmitgliedern des Unternehmens gehalten; 40 % waren in der Hand institutioneller Investoren. Die restlichen 50 % der Aktien befanden sich im Streubesitz. Das Eigenkapital lautete zum 31. Oktober 2010 auf 127,2 Mio. Euro.
Am 3. November 2010 bot die Schweizer Beteiligungsgesellschaft iEnergy AG u. a. Aktionären der Solar Millennium insgesamt bis zu eine Million Aktien ihrer 50%igen Tochterfirma Smart Grids AG (zuvor: BRG Vermögensverwaltung AG) zum Tausch an. Dieses Angebot hätte rechnerisch zu einer Beteiligung am Grundkapital der Solar Millennium AG von höchstens 2,3 % geführt. Solar Millennium veröffentlichte zu diesem Angebot eine Stellungnahme. Die Aktionärsvereinigung WeserStrom warnte am 12. November 2010 vor der Annahme des Angebots, da es mit Risiken verbunden sei. Tatsächlich wurden nur rund 63.000 Smart Grids Aktien bei diesem Tauschgeschäft ausgegeben. Ähnliche Tauschangebote erfolgten am 30. August und 6. September 2011. Allerdings blieben die Aktien der Smart Grids AG weitgehend stabil, während die Aktien der Solar Millennium Anfang Oktober 2011 stark fielen. Derartige Tauschangebote richtete die iEnergy AG auch an Aktionäre zahlreicher weiterer Aktiengesellschaften, wie zum Beispiel des chinesischen Solarunternehmens Yingli.
Am 11. Oktober 2011 wurde schließlich bekannt, dass die Aktienkurse des Unternehmens nach oben manipuliert worden waren. Am 14. Oktober 2011 sank der Aktienkurs im XETRA auf einen historischen Tiefstand von 1,09 Euro. Der Verdacht auf Insiderhandel eines ehemaligen Mitarbeiters des Aufsichtsrates und die Auseinandersetzungen um den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Utz Claassen sowie das Ende des US-Engagements wirkten sich negativ auf das Vertrauen an der Börse aus.
Mit der Bekanntgabe des Insolvenzantrages am 21. Dezember 2011 sank die Aktie in den Bereich des Penny-Stock. Inzwischen (Stand 2013) wird in Medienberichten der Vermögensschaden für die rund 30.000 Anleger, Aktionäre und Anleihegläubiger mit 200 Millionen Euro beziffert.
Das Geschäftsjahr des Unternehmens war nicht mit dem Kalenderjahr synchron, sondern ging vom 1. November bis zum 31. Oktober.
Vorstandsvorsitzender war vom 1. Januar 2011 bis zum 6. Oktober 2011 Christoph Wolff. Seine Vorgänger als Vorstandsvorsitzende waren Thomas Mayer und Utz Claassen. Die weiteren Vorstände waren Christian Beltle, Oliver Blamberger und Jan Withag.
Mit Datum vom 6. Oktober 2011 gab das Unternehmen bekannt:
Etwa zwei Wochen zuvor hatte Gründer Hannes Kuhn sein Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt und das Unternehmen verlassen.
Utz Claassen, der als Vorstandsvorsitzender eine Antrittsprämie von neun Millionen Euro erhalten hatte, beendete 2010 nach nur 74 Tagen seine Tätigkeit bei Solar Millennium. Claassen warf dem Konzern vor, bei den Vertragsverhandlungen mit Solar Millennium bewusst irregeführt worden zu sein. Auf dem Gerichtsweg forderte der Konzern seither die Rückzahlung der Neun-Millionen-Euro-Antrittsprämie. Claassen dagegen pochte auf die Rechtmäßigkeit seiner Kündigung und Prämie und klagte wiederum wegen Rufschädigung und auf Zahlung von Schadenersatz sowie eine Abfindung von rund sieben Millionen Euro.
Im April 2012 klagte Claassen vor einem Gericht in Kalifornien auf 265 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Er begründet seine Klage mit einer vermeintlichen Rufschädigung durch Unternehmensvertreter.
Die Bundesfinanzaufsicht (Bafin) prüft bei Solar Millennium den Vorwurf des Insiderhandels in Aktien des Unternehmens. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge soll Unternehmensgründer Hannes Kuhn Aktien gekauft haben, bevor die Verpflichtung von Claassen für einen Kurssprung sorgte.
Mit dem Verkauf der Beteiligung an Andasol 3 (26 %) an MAN Ferrostaal am 12. Juli 2012 ist auch die letzte Beteiligung erloschen..
Ehemalige Beteiligungen:

Angela Burdett-Coutts, 1. Baroness Burdett-Coutts

Angela Georgina Burdett-Coutts, 1. Baroness Burdett-Coutts (* 21. April 1814; † 30. Dezember 1906), geborene Angela Georgina Burdett, war eine bekannte britische Philanthropin des 19. Jahrhunderts. Als die Enkelin von Thomas Coutts, dem Gründer der berühmten Londoner Bank, war Angela Burdett-Coutts eine der reichsten Frauen im viktorianischen England.

Angela Burdett war die Tochter von Sir Francis Burdett, 5. Baronet, und Sophia Coutts, Tochter von Thomas Coutts. 1837 wurde sie durch die von ihrem Großvater ererbten drei Millionen britischen Pfund zu einer der wohlhabendsten Frauen in Großbritannien. Mit Zustimmung des britischen Königshauses änderte sie ihren Nachnamen in Burdett-Coutts ab.
Angela Coutts erregte wegen ihres Reichtums große öffentliche Aufmerksamkeit, war für die zahlreichen Empfänge und Abendveranstaltungen auf ihrem Landsitz am Rand von London bekannt und erhielt eine große Zahl an Heiratsangeboten. Zu ihrem Freundeskreis zählten Charles Dickens und Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington. Dickens widmete ihr unter anderem seinen Roman Martin Chuzzlewit. Sie schockierte die Öffentlichkeit, als sie im Alter von 67 Jahren ihren 29-jährigen Sekretär, den US-Amerikaner William Lehman Ashmead Bartlett, heiratete. Ihr neuer Ehemann änderte seinen Nachnamen in Burdett-Coutts ab.
In Ansehung ihrer Verdienste erhob Königin Victoria 1871 sie zur Baroness Burdett-Coutts, of Highgate and Brookfield in the County of Middlesex. Im folgenden Jahr erhielt sie als erste Frau die Freedom of the City der Stadt London verliehen.
Burdett-Coutts starb im Alter von 92 Jahren und wurde in der Westminster Abbey begraben. Die Baronie erlosch mit ihrem Tode, da sie keine Söhne hatte.
Angela Burdett-Coutts spendete einen großen Teil ihres Reichtums für Stipendien, Stiftungen und wohltätige Zwecke. Eine ihrer ersten Handlungen war die Einrichtung 1847 von Urania Cottage, in Shepherds Bush, Middlesex, eines Wohnhauses für junge, obdachlose Frauen, die zuvor von Prostitution und Kleinkriminalität lebten. Hierbei wurde sie von Charles Dickens unterstützt. Burdett-Coutts vermied es nach Möglichkeit, zur Tagespolitik Stellung zu nehmen. Sie nahm aber großen Anteil an Maßnahmen, die die Lebensbedingungen von Menschen weltweit verbessern sollte. Obwohl sie sich bemühte, keine christliche Glaubensrichtung zu bevorzugen, zählt Burdett-Coutts zu den nennenswerten Stiftern von kirchlichen Einrichtungen der Church of England.
1845 und 1846 förderte sie angesichts der Hungerkatastrophe die Fischerei in Irland, aber auch die Auswandernden in die USA. Sie spendete 1847 auch Mittel für die Bistümer von Kapstadt und Adelaide und stellte Mittel für die Gründung des Bistums von British Columbia zur Verfügung. Zu ihren Stiftungen zählen außerdem verschiedene Schulen. Sie förderte auch die Sozialfürsorge und zählt zu den Unterstützern von Louisa Twining sowie der Reformbemühungen Florence Nightingales. Angela Burdett-Coutts zählte zu den ersten Unterstützern während Nightingales Einsatz auf der Krim und ließ ihr 1855 unter anderem von Großbritannien aus Trockenschränke zusenden, damit Nightingale im Militärkrankenhaus in Scutari eine funktionierende Wäscherei organisieren konnte. 1893 überredete sie Nightingale, für die Weltausstellung in Chicago einen Artikel über Krankenpflege zu schreiben.
Sie war eine der ersten, die Wohnraum für Arbeiter in den ärmeren Stadtteilen bauen ließ: auf dem Gelände des Nova Scotia Gardens in Bethnal Green, einem Gebiet, das bekannt war für Kriminalität und Krankheiten (Slum). Sie errichtete 1872 vier Blöcke mit Mietskasernen, die Unterkunft für mehr als 1000 Personen boten. Es wurde umbenannt Columbia Square. Sie ließ auch für £7,000 eine Fontäne für Trinkwasser im Victoria Park errichten. Um 1860 begann sie eine Nähschule für erwachsene Frauen in Browns Lane, Spitalfields, ebenfalls in London.
Die Spannbreite der von ihr mit größeren Summen unterstützten Organisationen reichte von der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals über British Horological Institute bis zu verschiedenen Suppenküchen.
Sie sammelte außerdem Kunst und zu den zeitgenössischen Gemälden, die sie erwarb, gehört unter anderem Robert Scott Lauders Christ Walking on the Sea.

Ulrike Bruns

Ulrike Bruns (* 17. November 1953 in Cottbus) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin. Sie gewann unter ihrem Geburtsnamen Klapezynski bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal für die DDR die Bronzemedaille im 1500-Meter-Lauf.

Ulrike Bruns gelang der internationale Durchbruch 1974 bei den Europameisterschaften in Rom, als sie mit 4:10,54 min im 1500-Meter-Lauf den 6. Platz belegte. Sie wurde mehrfach DDR-Meisterin in allen Distanzen zwischen 800 und 10.000 Meter auf der Bahn, in der Halle und im Crosslauf. Nach zahlreichen nationalen und internationalen Erfolgen musste sie ihre Karriere aufgrund eines Knorpelabsplitterung im Knie beenden. Sie startete für den SC Cottbus (Trainer: Jürgen Bruns) und später für den ASK Vorwärts Potsdam (Trainer: Bernd Dießner). Sie hatte bei einer Größe von 1,70 m ein Wettkampfgewicht von 58 kg.
1984 und 1986 wurde sie mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.
Auf der ewigen deutschen Bestenliste belegt Ulrike Bruns noch immer die dritten Plätze über 3000 und 10.000 Meter. Ihre 1985 in Zürich gelaufene Bestzeit über die Meile wurde bislang von keiner Deutschen unterboten.
1979 heiratete sie ihren Trainer Jürgen Bruns und wurde Mutter einer Tochter (Katharina) und eines Sohnes (Dominik). Nach ihrer aktiven Sportlerlaufbahn 1988 wurde sie medizinisch-technische Assistentin und war dann Leutnant der NVA. Nach dem Ende der DDR eröffnete sie mit ihrem Mann 1990 ein Sportgeschäft in Potsdam.
1991 gründete Bruns eine Frauenlaufgruppe in Potsdam, die seit 1997 zum Potsdamer Laufclub gehört.

Reichsabtei Rot an der Rot

Territorium im Heiligen Römischen Reich
Die Reichsabtei Rot an der Rot (eigentlich Roth, Münchroth oder Mönchroth) in Rot an der Rot im Landkreis Biberach war eines der ersten Prämonstratenserklöster in Oberschwaben. Das geistliche Territorium grenzte im Westen an die Reichsabtei Ochsenhausen, im Norden an das Zisterzienserinnenstift Gutenzell, im Osten „über der Iller“ an die Reichsabtei Buxheim und die freie Reichsstadt Memmingen und im Süden an das weltliche Territorium Waldburg-Zeil-Wurzach.

Das Kloster wurde vermutlich im Jahre 1126 durch Hemma von Wildenberg als Doppelkloster gestiftet. Es war Mutterkloster vieler Prämonstratenserklöster wie Wilten, Schussenried und Steingaden. Der in unmittelbarer Nähe gelegene Frauenkonvent wurde um 1380 aufgelöst. Von ihm sind keine Reste erhalten, an der Stelle steht die Friedhofskirche. Rot stieg im 15. Jahrhundert zur Reichsabtei auf und war seit dem 16. Jahrhundert im schwäbischen Reichsprälatenkollegium vertreten. Seit 1585 war der Abt infuliert. Schirmvogteien des Klosters waren die Untere Landvogtei Schwaben und Waldburg-Zeil.
In den Reichsmatrikeln von Worms aus dem Jahre 1521 wurde das Kloster mit der Stellung von zehn Soldaten und einem Reiter geführt. Zusätzlich wurden 60 Gulden jährlich an das Reichsregiment und das Kammergericht gezahlt. Die Reichstürkenhilfe belief sich 1568 auf 530 und 1599 auf 1407 Gulden.
Nach der Zerstörung von Teilen im Dreißigjährigen Krieg und der Vernichtung der gesamten Klosteranlage am 6. Mai 1681 durch Brandstiftung wurde das größtenteils noch bestehende barocke Kloster 1681–1698 neu errichtet.
Die Klosteranlage wird von der frühklassizistischen Klosterkirche St. Verena überragt, die 1777–1786 neu erbaut und ausgestattet wurde, da der Abt Mauritius Moritz gegen den Willen des Konvents mit dem Abbruch hatte beginnen lassen. 1777–1779 wurde der Ostteil durch Baumeister Johann Baptist Laub errichtet, doch zum eigentlichen Neubau kam es erst unter Abt Willebold Held (1782–1789). Nach der Grundsteinlegung 1783 führten die Chorherren die Arbeiten zum Teil selbst aus. Die Innenausstattung stammt von den Malern Andreas Meinrad von Ow und Januarius Zick, die Stuckarbeiten führte Franz Xaver Feuchtmayer aus. Die Orgel stammt von Johann Nepomuk Holzhey. An die Kirche schließt sich die barocke Klosteranlage an, deren zahlreiche Türmchen ihr den Beinamen Oberschwäbischer Kreml eingetragen haben. Am Fuß des Klosterhügels steht die Ökonomie mit quadratischem Grundriss, sie beherbergt heute das Rathaus.
Der 45. Abt der Reichsabtei war von 1789 bis 1803 Nikolaus Betscher, dessen kirchenmusikalische Kompositionen an seine Zeitgenossen Haydn und Mozart erinnern. Nachdem sie längere Zeit in Vergessenheit geraten waren, werden sie, nicht zuletzt durch die Initiative des Kulturforums Rot an der Rot, wieder aufgeführt.
Im Jahre 1803 wurde das Kloster entsprechend dem Reichsdeputationshauptschluss säkularisiert. Für kurze Zeit wurde ein Patrimonialobervogteiamt Rot an der Rot gebildet. Die Chorherren mussten die Anlage verlassen, das Kloster wurde zum Aussterbekloster erklärt und durfte keine Novizen mehr aufnehmen. Den Besitz, 13 Dörfer und Weiler, übernahmen zunächst die Grafen von Wartenberg im Tausch gegen ihre linksrheinische Grafschaft in der Pfalz, er ging aber bald an die Grafen Erbach-Erbach über. Wartenberg erschien mit seinen reichsgräflichen Beamten, die alle evangelischer Konfession waren. Im ehemaligen Refektorium der Kanoniker wurde ein provisorischer protestantischer Betsaal eingerichtet. Bereits ab 1806 gehörten Kloster und Ort zum Königreich Württemberg. 1947 kehrten Prämonstratenserchorherren durch Zuzug vom Kloster Windberg nach Rot zurück, 1950 kam eine neu gegründete Gemeinschaft der Norbertus-Schwestern hinzu. 1959 verließen die Chorherren wegen fehlender Seelsorgeaufgaben Rot wieder und besiedelten die heutige Abtei Hamborn in Duisburg. Der Schwesterkonvent in Rot blieb bis 2007 bestehen und wurde dann nach Aulendorf verlegt. 1959 erwarb das Bistum Rottenburg die Klostergebäude und richtete 1960 darin ihr Jugend- und Bildungshaus St. Norbert ein.
Größere Teile der schriftlichen Überlieferung des Klosters sind im Hauptstaatsarchiv Stuttgart verwahrt. 1980 wurde diese Überlieferung durch weitere Dokumente, die in das Archiv der Grafen zu Erbach-Erbach und von Wartenberg-Roth in Erbach überführt worden waren, ergänzt. Die Grafen Erbach-Erbach hatten 1818 mit dem Tod Graf Ludwigs von Wartenberg-Roth, des Letzten seines Stammes, die Erbschaft der Grafen von Wartenberg (Kolb von Wartenberg) angetreten, denen im Reichsdeputationshauptschluss 1803 die Abtei Rot zugesprochen worden war. Mit Kaufvertrag vom Dezember 1980 übergab Franz Graf zu Erbach-Erbach und von Wartenberg-Roth, der Chef des Hauses Erbach-Erbach, die damals bereits seit einiger Zeit im Landratsamt Biberach als Depositum verwahrten Archivalien dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart.
Nach dem Tod des heiligen Propsts Burchard von Rot an der Rot aus dem Mutterkloster Prémontré (Propst 1126–1140) hatte das Kloster 45 Äbte, bevor es 1803 unter Abt Nikolaus Betscher aufgehoben wurde. Für die Äbte von Berchthold bis Heinrich von Krauchenwies sind Regierungszeit und Reihenfolge unsicher. Das „von“ lässt nicht auf eine adelige Herkunft schließen, sondern ist meist Herkunftsangabe.
48.0147210.03036Koordinaten: 48° 0′ 53″ N, 10° 1′ 49″ O

Michael Morgan

Michael Morgan (bürgerlicher Name: Michael Lamboley) (* 10. März 1968 in Merzig) ist ein deutscher Schlagersänger.
Michael Morgan wuchs in Merzig auf und machte nach der Schule eine Bäckerlehre. 1986 konnte er seine erste Single Nimm mein Herz aufnehmen, mit der er bereits einen Achtungserfolg landete. Seinen ersten größeren Erfolg hatte er 1991, als er den Schlager Zuerst kam die Sonne neu veröffentlichte. Dieses Lied war bereits 1971 ein Hit seines Namenskollegens Manfred Morgan. 1993 schaffte Michael dann den Durchbruch mit seinem Titel Komm steh wieder auf. Damit erreichte er Platz 1 der ZDF-Hitparade. Es folgten weitere Auftritte bei mehreren Fernsehshows. Zwei Jahre später hatte er einen weiteren Erfolg mit Komm zurück zu mir, der deutschen Version des Take That-Klassikers Back for Good.
1998 nahm Michael Morgan bei den Deutschen Schlager-Festspielen teil, erreichte mit dem Titel Zugegeben jedoch nur den 11. Platz.
Michael machte mehrere Tourneen. Dabei lernte er 1996 seine Sangeskollegin Rosanna Rocci näher kennen und lieben. Die Folge war die Heirat der beiden am 17. Juli 1997 (die kirchliche Heirat war dann 1998 im Dom zu Speyer). 2012 folgte die Trennung. Das Paar hat einen Sohn. Aus einer früheren Beziehung hat der Sänger eine Tochter. Neben Soloauftritten und Soloaufnahmen tritt Michael Morgan seit 1999 auch mit seiner Ehefrau Rosanna als Duo auf, das auf zahlreichen Fernseh- und Rundfunkveranstaltungen zu hören und zu sehen war.
Seit 2008 ist Michael Morgan bei GLORIELLA MUSIC, dem neuen Label von Jack White unter Vertrag und erreichte den 1. Platz bei der MDR Hitsommernacht 2008 mit dem Titel „Die Frau in meinen Träumen“.

Saint-Mihiel

Saint-Mihiel ist eine Gemeinde im Nordosten Frankreichs im Département Meuse in der Region Lothringen.

Die Kleinstadt liegt am Fluss Maas (frz: Meuse), sowie am parallel verlaufenden Schifffahrtskanal Canal de la Meuse (früher: Canal de l’Est, branche Nord). Die Gemeinde zählt 4269 „Sammielloises“ genannte Einwohner (Stand 1. Januar 2013) und besitzt eine Fläche von 33,0 km². Sie liegt teilweise im Regionalen Naturpark Lothringen.
Im Ersten Weltkrieg befand sich die Stadt unmittelbar an der Frontlinie. Über Jahre bestand dort ein heftig umkämpfter deutscher Frontvorsprung.
Die schwersten Kämpfe ereigneten sich im Herbst 1914 bei der Einnahme von Saint-Mihiel durch die Deutschen, im April 1915 (Osterschlacht zwischen Maas und Mosel) und im September 1918 (Angriff der alliierten Franzosen und Amerikaner und endgültige Räumung des St.-Mihiel-Bogens durch deutsche und österreichisch-ungarische Truppen).
Die Bibliothek der Benediktinerabtei wurde in der Zeit der Karolinger gegründet. Die ersten Manuskripte und Bücher wurden zu dieser Zeit im Auftrag der Kirche gesammelt. Die Zahl der Bücher nahm vor allem nach der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert stark zu. Nach mehreren Umzügen wurde die Sammlung 1775 in den heutigen Sälen eingerichtet. Trotz Vernachlässigungen in den unruhigen Jahren um 1791 ist die Sammlung immer noch in hervorragendem Zustand. 1848 wurde die Bibliothek von der Stadt Saint-Mihiel übernommen.
Neben den Büchern sind auch die zwei 5 Meter hohen Säulen der Bibliothek sehenswert. Die Decken sind reich mit Stuck verziert, auf denen die vier Jahreszeiten, die vier Elemente und vier der fünf Kontinente dargestellt sind.
Die Sammlung umfasst 8780 Bücher darunter 74 Manuskripte aus dem 9. bis 16. Jahrhundert. Besonders hervorzuheben sind 86 Inkunabeln. Ungefähr 6000 Bände sind aus der Benediktiner-Abtei von Saint-Mihiel übernommen worden. Die Werke haben nicht nur religiösen Inhalt, sondern behandeln auch Geschichte, Literatur, Recht, Wissenschaften und Reisen.
Im Südflügel der Bibliothek ist das „Art Sacré de la Meuse“ untergebracht. Diese Sammlung sakraler Gegenstände hat vor allem den Zweck, die in verschiedenen ländlichen Kirchen verstreute Kunstgegenstände zu sammeln und zu schützen.
Von den Kalkfelsen am Nordrand von Saint-Mihiel ergibt sich ein hervorragender Ausblick auf den Ort und das Maastal.
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Kumulene

Kumulene, oft auch Cumulene, (von lat.: cumulare ‚anhäufen‘, Betonung auf der dritten Silbe: Kumulene) sind eine Stoffgruppe organisch-chemischer Verbindungen, bei denen Doppelbindungen unmittelbar aneinandergereiht sind, die also ein System von kumulierten Doppelbindungen enthalten.
Ob innerhalb einer Verbindung schon zwei kumulierte Doppelbindungen wie bei den Allenen ausreichen, um zur Stoffgruppe der Kumulene hinzugerechnet zu werden, wird in der Fachliteratur kontrovers diskutiert. Der Römpp bejaht dies, das Gold Book dagegen definiert die Kumulene als Verbindungen mit einer Abfolge von mindestens drei kumulierten Doppelbindungen und schließt damit die Allene von den Kumulenen aus.
In Abhängigkeit von diesen unterschiedlichen Definitionen sind die einfachsten Vertreter der Kumulene das Propadien („Allen“, H2C=C=CH2) bzw. das Butatrien (H2C=C=C=CH2).
Verbindungen, die an einer oder mehreren Positionen des Doppelbindungssystems Heteroatome wie Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel aufweisen, zählen zu den Heterokumulenen.

Je mehr kumulierte Doppelbindungen ein Kumulen enthält, desto mehr vertieft sich dessen Farbe, ähnlich wie bei den konjugierten Polyenen. Die Kumulene reagieren sehr leicht mit Brom, Bromwasserstoff und Ozon, gegenüber Sauerstoff sind sie jedoch relativ beständig.
An beiden endständigen sp2-hybridisierten Kohlenstoffatomen unterschiedlich substituierte Kumulene mit einer ungeraden Anzahl kumulierter Doppelbindungen bilden cis-trans-Isomere. An beiden endständigen sp2-hybridisierten Kohlenstoffatomen unterschiedlich substituierte Kumulene mit einer geraden Anzahl kumulierter Doppelbindungen sind hingegen axial chiral und bilden Enantiomere.
Das Strukturmotiv der Kumulene findet sich in einigen Naturstoffen, vor allem in Pilzen und Algen.
Im Labor und in der Technik finden vor allem die Heterokumulene (Kumulene mit Heteroatomen, z. B. Carbodiimide, Isocyanate, Ketene) Anwendung.

Ballstraße 48 (Quedlinburg)

Das Haus Ballstraße 48 ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt.

Es befindet sich im östlichen Teil der historischen Quedlinburger Neustadt und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nördlich grenzt das gleichfalls denkmalgeschützte Haus Ballstraße 47 an.
Das dreigeschossige Fachwerkhaus entstand nach einer Inschrift an der Stockschwelle im Jahr 1700 durch den Baumeister L.Z.M. Im Quedlinburger Denkmalverzeichnis ist das Haus als Wohnhaus eingetragen. Es überragt die angrenzenden nur zweigeschossigen Gebäude.
Die Fachwerkfassade ist mit abgefaster Schwelle, Pyramidenbalkenköpfen und Füllhölzern mit Längsprofil.
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51.78772311.151024Koordinaten: 51° 47′ 16″ N, 11° 9′ 4″ O

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