Schlagwort-Archiv: MCM Handtaschen Klassische

Albrecht Schöne

Albrecht Schöne (* 17. Juli 1925 in Barby (Elbe)) ist ein deutscher Germanist.

Das Abitur machte Schöne 1946 am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Bünde. Nach dem Studium in Freiburg, Basel, Göttingen und Münster und der Promotion in Münster habilitierte sich Schöne an der Georg-August-Universität in Göttingen mit einer Arbeit zum Thema: „Säkularisation als sprachbildende Kraft. Studien zur Dichtung deutscher Pfarrersöhne“. Anschließend war er von 1958 bis 1960 außerordentlicher Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, dann von 1960 bis zur Emeritierung 1990 ordentlicher Professor für Deutsche Philologie (Neuere Deutsche Literatur) in Göttingen.

Schöne hat unter anderem bedeutende Arbeiten und Editionen zur Literatur des Barockzeitalters (Emblematik), der Aufklärung (Georg Christoph Lichtenberg) und zu Goethe vorgelegt. Zu seinen herausragendsten Leistungen zählt die 1994 erschienene Neuedition und Kommentierung von Goethes Faust.

Von 1980 bis 1985 war er Präsident der Internationalen Vereinigung für Germanische Sprach- und Literaturwissenschaft (IVG). Mit dem VII. Kongress dieser Gesellschaft organisierte er vom 25. bis 31

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

. August 1985 in Göttingen den ersten (und bisher einzigen) internationalen Germanistenkongress in Deutschland

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

.

Schöne ist Träger des Großen Verdienstkreuzes mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste und seit 1993 des Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst, Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, des PEN-Zentrums Deutschland

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

, sowie korrespondierendes Mitglied mehrerer Akademien der Wissenschaften, unter anderem der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften. Schöne ist Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences (seit 1992) und der Modern Language Association of America (MLA).

Dänische Badmintonmeisterschaft 1932

Die Dänische Badmintonmeisterschaft 1932 fand in Kopenhagen statt. Es war die zweite Austragung der nationalen Titelkämpfe im Badminton in Dänemark.

1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939 | 1940 | 1941 | 1942 | 1943 | 1944 | 1945 | 1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005&nbsp

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

;| 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015

Amateure – Junioren – Mannschaften

Bornholm – Fyn – København – Lolland-Falster – Midtjylland – Nordjylland – Øst – Sjælland – Sønderjylland

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate oder Saccharide bilden eine biologisch und chemisch bedeutsame Stoffklasse. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate den größten Teil der Biomasse aus. Mono-, Di- und Polysaccharide (u. a. Stärke und Cellulose) stellen zusammen mit den Fetten und Proteinen den quantitativ größten verwertbaren und nicht-verwertbaren (Ballaststoffe) Anteil an der Nahrung. Neben ihrer zentralen Rolle als physiologischer Energieträger spielen sie als Stützsubstanz vor allem im Pflanzenreich und in biologischen Signal- und Erkennungsprozessen (z. B. Zell-Zell-Erkennung, Blutgruppen) eine wichtige Rolle. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate beschäftigt, heißt Glykobiologie.

Die Monosaccharide (Einfachzucker, z. B. Traubenzucker, Fruchtzucker), Disaccharide (Zweifachzucker, z. B. Kristallzucker, Milchzucker, Malzzucker) und Oligosaccharide (Mehrfachzucker, z. B. Raffinose) sind wasserlöslich, haben einen süßen Geschmack und werden im engeren Sinne als Zucker bezeichnet. Die Polysaccharide (Vielfachzucker, z. B. Stärke, Cellulose, Chitin) sind hingegen oftmals schlecht oder gar nicht in Wasser löslich und geschmacksneutral.

Da viele Saccharide die Bruttoformel Cn(H2O)m aufweisen, wurde fälschlicherweise angenommen, dass es sich um Hydrate des Kohlenstoffs handle, weshalb Carl Schmidt 1844 den Begriff Kohlehydrate prägte, der bis heute als Kohlenhydrate in abgewandelter Form verwendet wird. Vertreter dieser Stoffklasse können jedoch erheblich von dieser Bruttoformel abweichen und weitere funktionelle Gruppen und Heteroatome wie Stickstoff oder Schwefel enthalten, während andere Verbindungen derselben Formel nicht zu den Kohlenhydraten gehören, da sie keine Hydroxyaldehyde oder Hydroxyketone sind. Allgemein liegen Kohlenhydrate vor, wenn in einem Stoff mindestens eine Aldehydgruppe bzw. Ketogruppe und mindestens zwei Hydroxygruppen anzufinden sind. Für unverzweigte Polysaccharide, die aus demselben Monosaccharid mit der Summenformel C6H12O6 (Glucose, Fructose, Galactose etc.) aufgebaut sind, gilt die Formel:

Diese Polysaccharide – ein Beispiel ist die Amylose – zählen zu den Homopolymeren.

Bereits im Jahr 1811 machte Constantin Kirchhoff die Entdeckung, dass sich beim Kochen von Stärkemehl mit Säure Traubenzucker bildet. Auf Anregung von Johann Wolfgang Döbereiner wurde 1812 während der Kontinentalsperre eine Stärkezuckerfabrik errichtet. Henri Braconnot entdeckte 1819, dass durch Einwirkung von konzentrierter Schwefelsäure auf Cellulose Zucker entsteht. William Prout gab nach chemischen Analysen des Zuckers, der Stärke durch Joseph Louis Gay-Lussac und Thénard dieser Stoffgruppe den Gruppennamen Sacharine.

Einfachzucker werden von Pflanzen im Calvin-Zyklus durch Photosynthese aus Kohlenstoffdioxid und Wasser aufgebaut, und enthalten Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Zur Speicherung oder zum Zellaufbau werden diese Einfachzucker bei praktisch allen Lebewesen zu Mehrfachzuckern verkettet. Pflanzen synthetisieren in den Plastiden (z. B. Chloroplasten) das Polysaccharid Stärke. Tiere bilden in der Leber aus Glucose den langkettigen Speicherzucker Glykogen.

Die Energieversorgung des Gehirns ist hochgradig von Glucose abhängig, da es Fette nicht direkt energetisch verwenden kann. In Hungersituationen ohne Kohlenhydratzufuhr oder bei verstärkter Muskelarbeit wird daher unter Energieaufwand Glucose in der Gluconeogenese aus den Stoffwechselprodukten Lactat, bestimmten Aminosäuren (u. a. Alanin) und Glycerin synthetisiert. Die Gluconeogenese verwendet zwar einige Enzyme der Glycolyse, dem Abbauweg der Glucose zur Erzeugung von energiereichem ATP und NADH+H+, ist aber keinesfalls als deren Umkehrung zu verstehen, da entscheidende Schritte von eigenen Enzymen wie gesagt unter Energieverbrauch stattfinden. Glycolyse und Gluconeogenese sind reziprok reguliert, d. h. sie schließen einander in ein und derselben Zelle nahezu aus. Unterschiedliche Organe können jedoch sehr wohl gleichzeitig den einen und den anderen Weg beschreiten. So findet bei starker Muskelaktivität im Muskel Glycolyse und damit Lactatfreisetzung und in der Leber Gluconeogenese unter Verwendung von Lactat statt. Dadurch wird ein Teil der Stoffwechsellast in die Leber verlagert.

Kohlenhydrate sind neben Fett und Eiweiß ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Nahrung. Wichtige Grundnahrungsmittel, die einen hohen Anteil an Kohlenhydraten aufweisen, sind die verschiedenen Getreidesorten, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden (Reis, Weizen, Mais, Hirse, Roggen, Hafer) bzw. als Viehfutter genutzt werden (vor allem Gerste, Hafer, Mais, Triticale). Die stärkehaltigen Getreideprodukte sind u. a. Brot, Nudeln, Kuchen u. v. a. m. Die Wurzelknollen der Kartoffel, eines Nachtschattengewächses, und die zu den Hülsenfrüchten gehörenden Erbsen, Bohnen und Linsen weisen einen hohen Kohlenhydratanteil auf.

Pflanzenarten, die vor allem zur Kohlenhydrataufnahme in der Ernährung beitragen, sind in der Liste der Nutzpflanzen zusammengestellt.

Die in der Pflanzenwelt als Stützsubstanz in großen Mengen vorkommende Cellulose ist für den Menschen unverdaulich. Sie ist aber von den Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen verwertbar, da diese sich in ihren Vormägen (Pansen) den mikrobiellen Aufschluss zu Nutze machen.

Die unmittelbare Energiewährung für biologische Prozesse ist das Adenosintriphosphat (ATP), das zum Beispiel die Muskelkontraktion antreibt und an fast allen energieverbrauchenden Prozessen beteiligt ist. Es liegt jedoch in den Zellen nur in geringer Konzentration vor und muss durch aeroben und anaeroben Abbau energiereicher Verbindungen wie Fette, Kohlenhydrate oder Proteine in den Zellen nachgeliefert werden.

Kohlenhydrate sind der Hauptenergielieferant für den Organismus. Sie sind im Gegensatz zu den Fetten relativ schnell verwertbar, da sie anaerob Energie liefern. Ein wichtiger Kohlenhydratbaustein im Energiehaushalt des Körpers ist die Glucose. Jede Körperzelle kann Glucose durch die Zellmembran aufnehmen bzw. wieder abgeben. In den Zellen der verschiedenen Organe kann sie entweder durch Verstoffwechselung die chemische Energie für Muskelarbeit, anabole Prozesse oder Gehirnaktivität liefern oder in Form von Glucoseketten als Glykogen gespeichert werden.

Die akute Energieversorgung des Körpers wird im Wesentlichen über die im Blut gelöste Glucose gewährleistet. Ihre Konzentration im Blut, der sogenannte Blutzuckerspiegel, wird in engen Grenzen gehalten. Bei der Verdauung wird die Glucose im Dünndarm als Monosaccharid aus dem Nahrungsbrei aufgenommen und in das Blut abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme steigt der Blutzuckerspiegel daher an. Die ins Blut aufgenommene Glucose muss also erst einmal zwischengespeichert werden. Das Signal hierzu gibt das Insulin, ein Peptidhormon. Es signalisiert dem Muskel- und Lebergewebe, verstärkt Glucose aus dem Blut aufzunehmen und zu Glycogen zu verketten. Bei der Aufnahme (Resorption) der Glucose aus der Nahrung ist es nicht egal, wie schnell das geschieht. Da die Glucose in der Nahrung in mehr oder weniger oligomerisierter, bzw. polymerisierter, genauer: polykondensierter Form vorliegt, müssen die Glucoseketten im Verdauungstrakt aufgespalten werden, was je nach Länge der Ketten unterschiedlich schnell geschieht. Werden z. B. stärkehaltige Nahrungsmittel wie Brot oder Kartoffeln gegessen, so zerlegen die Verdauungsenzyme die Glucosekette der Stärke in einzelne Bruchstücke und schließlich bis zu den einzelnen Glucose-Molekülen, die nach und nach in den Blutkreislauf übergehen. Es vergeht also eine gewisse Zeit, bis die Stärke vollständig zerlegt und die Glucose-Bausteine aufgenommen werden. Der Blutzucker steigt hier daher eher langsam an.

Auch die anderen Nahrungsbestandteile spielen für die Geschwindigkeit des Blutzuckeranstiegs eine Rolle. Dies gibt dem Körper Zeit, die energiereichen Moleküle einzulagern. Je schneller die Glucose im Verdauungstrakt freigesetzt wird, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel an. Wenn sie in Form von Zucker, also direkt als Glucose oder kurzkettigen Di-, Tri- und Oligomeren, aufgenommen wird, so steigt der Blutzuckerspiegel schnell an, welches der Grund für die belebende Wirkung zuckerhaltiger Süßigkeiten und Getränke ist. Bei körperlicher oder geistiger Aktivität wird der Körper so mit schneller Energie versorgt. Wird jedoch „schwer gegessen“, also eine umfangreiche Mahlzeit eingenommen, so wird durch die intensive Durchblutung des Verdauungstraktes dem Muskelgewebe und dem Gehirn Energie entzogen, so dass man eher träge wird. Hierbei spielt das Insulin eine Rolle, da bereits während der Mahlzeit Insulin ausgeschüttet wird, welches den Blutzucker senkt. Der Blutzuckerspiegel steigt also während der Mahlzeit zunächst an, sinkt aufgrund der Einlagerung der Glucose in Muskeln und Leber ab und erreicht wieder einen normalen Wert.

Ein niedriger Blutzuckerspiegel spielt beim Hungergefühl eine entscheidende Rolle. Daher kann es sein, dass man ca. eine halbe bis eine ganze Stunde nach einer Mahlzeit wieder ein leichtes Hungergefühl hat. Es ist daher sinnvoll, das Dessert oder den Kaffee an die Mahlzeit anzuschließen, da Ersteres durch den Zuckergehalt und Letzterer durch die den Blutzuckerspiegel steigernde Wirkung des Koffeins dieses Absinken ausgleicht.

Wenn die Versorgung der Gewebe mit Kohlenhydraten größer ist als ihr Verbrauch, wird der Überschuss in Fett umgewandelt und als Depotfett gespeichert. Fette haben eine höheren physiologischen Brennwert als Kohlenhydrate und haben keine Hydrathülle. Sie sind für die langfristige Energiespeicherung also platzsparender als Kohlenhydrate und bewirken eine bessere Wärmedämmung des Körpers.

Entgegen der landläufigen Meinung werden Fettdepots ständig energetisch verwertet und nicht erst, wenn der Glycogenspeicher im Muskel reduziert ist. Dass der Abbau von Körperfett erst nach ca. 30-minütiger Ausdauerübung einsetzt, ist falsch. Tatsächlich verhält es sich so, dass das Adenosintriphosphat (ATP) für intensive Muskelarbeit durch vier Energiequellen geliefert wird. Daran den größten Anteil hat die Verwertung von Creatinphosphat (aus dem Proteinstoffwechsel), das ein höheres Phosphatgruppenübertragungspotential hat als ATP und dieses daher schnell nachliefern kann; es folgt die anaerobe Zuckerverwertung; etwas geringer ist der Anteil der oxidativen Zuckerverwertung; und den geringsten Anteil hat der Fettabbau. Je intensiver die Anstrengung ist, desto stärker nimmt der Anteil der ersten, insbesondere anaeroben Anteile zu. Folglich nimmt der relative Anteil des Fettabbaus bei erhöhter Pulsfrequenz ab, die absolute Menge des verwerteten Fettes nimmt aber sehr wohl zu, da der Gesamtenergieumsatz ebenfalls zunimmt. Der erhöhte Anteil des anaeroben Stoffwechsels hängt mit dem abnehmenden Sauerstoffangebot im Muskel bei starker Muskelarbeit zusammen, da der Fettabbau im Stoffwechsel ein aerober Prozess ist.

Untrainierten Sportlern wird oft geraten, ausdauernd und leistungsschwach anzufangen („Laufen, ohne zu schnaufen“). Es gibt jedoch die Ansicht, dass allein die Energiebilanz beim Sport entscheidend ist, da z. B. nach der Anstrengung noch ein weiterer Abbau der Fette stattfindet. Wird also während des Trainings viel Glucose umgesetzt, wird in der Erholungsphase umso mehr Fett abgebaut. Weitere Faktoren des Fettabbaus sind die Art und die Frequenz der Nahrungsaufnahme, da mit jedem Insulinausstoß der Fettabbau gehemmt wird. Mit zunehmendem Training vergrößert sich die Muskelmasse, die Sauerstoffaufnahme verbessert sich, wodurch ein erhöhter Fettabbau entsteht. Leistungssportler trainieren vor einem Wettkampf durch den geeigneten Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme die Optimierung ihres Glycogenspeichers, da dieser ein wichtiger Energiespeicher für kurzfristige Leistungsspitzen ist.

Kohlenhydrate gelten nicht als essentiell, da der Körper sie in der Gluconeogenese unter Energieaufwand aus anderen Nahrungsbestandteilen wie Proteinen und Glycerin selbst herstellen kann. Da insbesondere das Gehirn hochgradig von Glucose als Energieträger abhängig ist und keine Fette verwerten kann, muss der Blutzucker­spiegel in engen Grenzen gehalten werden. Dessen Regulation erfolgt durch das Zusammenspiel von Insulin und Glucagon. Bei Kohlenhydratmangel wird das Gehirn durch Ketonkörper versorgt, was sich z. B. bei einer Diät durch Aceton­geruch bemerkbar macht. Eine völlig kohlenhydratfreie Ernährung wurde im Tierversuch bei Hühnern problemlos vertragen. Auch eine Langzeitstudie an Kindern und jungen Erwachsenen mit der sehr kohlenhydratreduzierten ketogenen Diät zeigte gesundheitliche Unbedenklichkeit. Eine eigenständige Erkrankung des Menschen durch das Fehlen von Kohlenhydraten ist unbekannt. Der Energiegehalt eines Gramms Kohlenhydrat beträgt rund 17,2 Kilojoule (4,1 Kilokalorien).

Die physiologische Energieerzeugung aus Kohlenhydraten erfolgt im Normalfall in der nicht-oxidativen Glycolyse und im oxidativen Citrat-Zyklus. Die Oxidationsschritte im Citrat-Zyklus bestehen in einer Abspaltung von Wasserstoff, der durch Wasserstoffüberträger in die Atmungskette eingespeist und dort mit Sauerstoff zu Wasser oxidiert wird. Das dabei an der Mitochondrienmembran erzeugte Membranpotential liefert mit Abstand die meiste Energie für die ATP-Synthese aus ADP.

Die Gärung ist ein Stoffwechselprozess, bei dem unter Sauerstoffabschluss (Anaerobie) Kohlenhydrate zum Energiegewinn abgebaut werden. Sie wird in der Natur vor allem von Mikroorganismen genutzt, jedoch können Pflanzen unter Sauerstoffmangel auf sie zurückgreifen. In den Muskeln findet unter Sauerstoffmangel Milchsäuregärung statt.

Gärungen werden vielfältig zur Herstellung und Veredelung von Lebensmitteln genutzt. So wird bei der Milchsäuregärung Milchzucker zu Milchsäure umgesetzt und zur Herstellung von Joghurt, Quark und Buttermilch genutzt. Die Herstellung von Sauerteig und Silage beruhen auf der Gärung von Kohlenhydraten zu Milchsäure. Bei der Käse-Herstellung ist die Milchsäuregärung ein wichtiger Zwischenschritt.

Bei der alkoholischen Gärung werden verschiedene Zuckerarten zu Alkohol vergoren. Zu nennen wäre hier u. a. Malzzucker beim Bierbrauen und Traubenzucker beim Keltern von Wein. Stärkehaltige Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Getreide und Reis werden z. B. zu Schnäpsen, Früchte zu Obstwässern verarbeitet.

Im Vergleich zur Zellatmung wird bei Gärungen nur eine geringe Menge Energie gewonnen, da statt Citratzyklus und anschließender Atmungskette nur die Substratkettenphosphorylierung genutzt werden kann.

Nach ihrer Funktion im Organismus kann man die Kohlenhydrate in Strukturkohlenhydrate und Nicht-Strukturkohlenhydrate unterteilen:

Strukturkohlenhydrate können von Säugern mit einhöhligem Magen nur bedingt verdaut werden, hingegen weitgehend oder vollständig von Wiederkäuern (Ruminantia), Kamelartigen (Camelidae) (diese sind ebenfalls Wiederkäuer, allerdings nicht im systematischen Sinne, da sich bei ihnen das Wiederkäuen unabhängig entwickelt hat) und Pferdeartigen (Equidae).

Die Einteilung nach chemischer Struktur ist im Absatz „Liste wichtiger Kohlenhydrate“ dargestellt.

Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele für die Vielfalt natürlicher Kohlenhydratstrukturen. Pentosen und Hexosen können im Prinzip sowohl Fünf- als auch Sechsringe bilden, wobei ein neues Chiralitätszentrum entsteht, so dass einschließlich der offenkettigen Form bereits für ein Monosaccharid fünf Isomere existieren. Durch glykosidische Bindungen können sich Monosaccharide zu Oligo- und Polysacchariden verbinden. Dadurch potenziert sich die Anzahl möglicher Kohlenhydratstrukturen theoretisch zu einer schier unendlichen Vielfalt. Die Natur beschränkt sich allerdings auf energetisch günstige Strukturen.

Das Beispiel der α-D-Glucopyranose zeigt verschiedene gleichwertige Darstellungsformen.

Kohlenhydrate sind Hydroxyaldehyde oder Hydroxyketone sowie davon abgeleitete Verbindungen, haben in ihrer offenkettigen Form also neben mindestens zwei Hydroxygruppen auch mindestens eine Aldehydgruppe oder Ketogruppe. Handelt es sich um ein Hydroxyaldehyd (Carbonylgruppe an einem terminalen C-Atom (Aldehyd)), so spricht man von einer Aldose, handelt es sich um ein Hydroxyketon (Carbonylgruppe an einem internen C-Atom (Ketone)), bezeichnet man den Zucker als Ketose. Die Carbonylfunktion ist eine hochreaktive funktionelle Gruppe: Zu nennen sind hier besonders die leichte Oxidierbarkeit zur Carbonsäure, die Reduktion zum Alkohol und der leichte nukleophile Angriff am Kohlenstoffatom der Carbonylgruppe

MCM Taschen Boston

MCM Taschen Boston

BUY NOW

€715.00
€60.44

.

Ein genereller Nachweis von Kohlenhydraten kann durch die Molisch-Probe und die PAS-Reaktion erfolgen. Die Unterscheidung von Monosacchariden von Di-, Oligo- oder Polysacchariden ist durch die Barfoed’sche Probe möglich. Aldosen und Ketosen können durch die Seliwanow-Probe mit Resorcin unterschieden werden. Reduzierende Zucker können mit der Fehling-Probe nachgewiesen werden, bei der sich bei Anwesenheit von Aldehyden und reduzierenden Zuckern (Aldosen und Acyloine) rot-braunes Kupfer(I)-oxid bildet. Neben der Fehling-Probe können reduzierende Zucker auch mit Hilfe des Benedict-Reagenz (durch die Farbe des ausfallenden Produkts), mit Nylanders Reagenz, mit 3,5-Dinitrosalicylsäure oder aufgrund der Entfärbung einer Kaliumpermanganat-Lösung nachgewiesen werden. Die Unterscheidung von Pentosen und Hexosen kann durch die Mejbaum-Probe mit Orcin oder durch die Bial-Probe (ebenfalls mit Orcin) erfolgen. Durch die Dische-Probe kann mit Diphenylamin Desoxyribose nachgewiesen werden.

Durch Oxidationsmittel werden Kohlenhydrate zu Aldonsäuren oxidiert. Dies gilt unter basischen Bedingungen nicht nur für die Aldosen, sondern auch für die Ketosen, die durch die Base in einer komplexen Reaktion umgelagert werden (dabei wird die im Zuge der Keto-Enol-Tautomerie auftretende Aldose-Form stabilisiert). Beim Nachweis durch das Fehling-Reagenz wird ein blauer Cu(II)-Weinsäure-Komplex zu unlöslichem, roten Cu(I)oxid reduziert.

Wird die Carbonylfunktion zur Hydroxygruppe reduziert, erhält man ein sogenanntes Alditol.

Durch intramolekularen nukleophilen Angriff einer der Hydroxygruppen auf das Carbonylkohlenstoffatom bildet sich ein zyklisches Halbacetal, welches energetisch meist sehr günstig ist. Hierbei werden überwiegend Sechsringe (pyranose Form) gebildet, die eine sehr niedrige Ringspannung aufweisen, es entstehen aber auch in geringerem Maße Fünfringe (furanose Form). Andere Ringgrößen treten nicht auf, da sie eine zu hohe Ringspannung aufweisen. Es entsteht ferner ein neues Chiralitätszentrum. Die beiden resultierenden Diastereomere werden mit α und β bezeichnet. In wässriger Lösung bilden α- und β-pyranose und -furanose Form eine Gleichgewichtsreaktion miteinander und mit der offenkettigen Form. Eine wässrige Lösung von reiner α-Glukopyranose wird daher nach einiger Zeit zu einer Gleichgewichtsmischung aus α- und β-Glucopyranose und -furanose (38 % α-Glcp, 62 % β-Glcp, 0 % α-Glcf, 0,14 % β-Glcf, 0,002 % offenkettig). Die hierbei messbare Veränderung des Drehwertes wird als Mutarotation bezeichnet. Während aliphatische Aldehyde bereits von Luftsauerstoff allmählich zur Carbonsäure oxidiert werden, sind Kohlenhydrate durch die Acetalbildung erheblich unempfindlicher, was zweifelsohne für eine so wichtige Biomolekülklasse von enormer Bedeutung ist mcm taschen sale.

Von zentraler Bedeutung in der Kohlenhydratchemie und Biochemie ist ferner die glykosidische Bindung. Das hierbei gebildete zyklische Vollacetal eines Zuckers bezeichnet man als Glykosid.

Mit Aminen (z. B. in Aminosäuren, Proteinen) reagiert der offenkettige Aldehyd des Kohlenhydrates über ein Imin reversibel zu Amadori-Produkten, welches wiederum ebenfalls mit Aminen oder Aminosäuren kondensieren kann und sich irreversibel umlagert:

Diese nichtenzymatische Reaktion erfolgt im Organismus mit Aminosäuren und Eiweißen relativ häufig und ist einer der zentralen Vorgänge beim Altern (z. B. Altersflecken), da die Reaktionsprodukte vom Körper nicht abgebaut werden können. Ferner spielt sie eine wichtige Rolle bei der thermischen Zubereitung von Lebensmitteln

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

, z. B. beim Braten und Kochen. Es kommt zu der typischen Bräunung, da sich konjugierte Ringsysteme bilden, die farbig sind. Diese Produkte der sogenannten Maillard-Reaktion sind auch für den Geschmack zubereiteter Lebensmittel entscheidend.

Heilig-Kreuz-Münster (Schwäbisch Gmünd)

Das Heilig-Kreuz-Münster (offiziell: Münster zum Heiligen Kreuz, von 1761 bis 1803 Stifts- und Kollegiatkirche zu Unserer Lieben Frau; umgangssprachlich Gmünder Münster genannt) in Schwäbisch Gmünd ist ein ab zirka 1320 als Gemeindekirche errichteter gotischer Kirchenbau anstelle eines etwa 200 Jahre älteren Vorgängerbaus. Das Münster ist kunsthistorisch bedeutend als Ausgangswerk der Baumeisterfamilie Parler und als erste große Hallenkirche Süddeutschlands. Es ist einer der ersten Vertreter der Deutschen Sondergotik.

Das Patrozinium wechselte von Beginn an zwischen Unserer Lieben Frau und Heilig Kreuz. 1926 wurde durch Bischof Paul Wilhelm von Keppler das Gmünder Münster, wie es umgangssprachlich – wie in Süddeutschland üblich – wegen seiner Größe seit dem Bau genannt wurde, zum Münster zum Heiligen Kreuz erhoben. Durch diesen Schritt war das Patrozinium auf Heilig Kreuz festgelegt. Durch die Umbenennung wurde der umliegende Kirchplatz ebenfalls noch in Münsterplatz umbenannt.

Heute ist das Münster Gemeindekirche der katholischen Heilig-Kreuz-Münstergemeinde und ihrer Belegenheitsgemeinde, der italienischen Gemeinde San Giovanni Bosco sowie Hauptkirche der Seelsorgeeinheit Schwäbisch Gmünd-Mitte.

Die Höhe des Münsters mit Dachreiter beträgt 51 Meter, wobei die Höhe bis zum Dach 22 m, des Daches 19 m und des Dachreiters 12 m beträgt. Die Länge des Münsters ist 78 m, wobei davon 45 m auf das Kirchenschiff und 33 m auf den Chor entfällt. Die Breite des Schiffes ist 24 m, die des Chores 28 m.

Das Münster ist nicht der erste Kirchenbau an dieser Stelle. Es wurde um eine, mit höchster Wahrscheinlichkeit dreischiffige, romanische Basilika, vermutlich in Größe und Anordnung der Gmünder Johanniskirche entsprechend, gebaut. Diese wurde dort nach Schätzungen des Landesdenkmalamtes im dritten Viertel des 12. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung errichtet. Die Türme, die für den Nachfolgebau bis zu ihrem Einsturz übernommen wurden, wurden aber erst zu Beginn des 13. Jahrhunderts um 1210 an den Vorgängerbau angefügt.

Der Baubeginn des Langhauses ist in der Literatur kontrovers angesetzt und reicht von 1310 bis 1330, wobei die neuere Literatur von um 1320 bis 1330 ausgeht. Der Bau wurde zunächst unter einem unbekannten Baumeister begonnen, der aber schon an anderen Bauwerken, wie zum Beispiel am Straßburger Münster oder am Münster in Salem mitgewirkt haben soll. Die Fertigstellung des Langhauses kann auf 1341 datiert werden. Der Baubeginn des Hallenchores erfolgte erst zirka zehn Jahre später, durch den Grundstein am Chornordportal belegt 1351, seine Fertigstellung wird durch Holzproben auf 1381 datiert. An diesem Bauabschnitt war vor allem die Baumeisterfamilie Parler beteiligt. Wann genau sie nach Schwäbisch Gmünd kamen, kann heute nicht mehr festgestellt werden, doch wird davon ausgegangen, dass dies kurz nach Baubeginn gewesen war, Vermutlich zwischen 1331 und 1333. Ab dem zweiten Joch des Langhauses ist die Bauweise Heinrich Parlers zu erkennen. Nach dem Tod Heinrich Parlers vor 1372 übernahm Johann Parler den Bau. Der Zeitraum zwischen 1381 und dem Jahr der Weihe 1410 wurde höchstwahrscheinlich nur noch für den Innenausbau genutzt, das Gebäude an sich bestand schon.

Zu diesem Zeitpunkt hatte das Münster eine Holzdecke. Über 80 Jahre nach der Weihe 1491 wurde mit der Einwölbung begonnen, wofür die Baumeister Hans von Urach und Aberlin Jörg nach Schwäbisch Gmünd kamen. Bis zur Katastrophe 1497 waren der Chor und Teile des Langhauses schon eingewölbt. 1497 ereignete sich die große Katastrophe – in der Karfreitagnacht stürzen beide romanischen Türme ein. Verletzt wurde dabei niemand. Die zur Anbetung des Heiligen Grabes in der Kirche versammelte Gemeinde konnte ohne größere Vorkommnisse befreit werden. Grund für den Einsturz war die Entfernung eines Bogens, der die Türme verband und stützte, jedoch die Sicht in den Chor versperrte.

Die Wiederaufbauarbeiten am Münster kamen zögerlich voran. 1508 war die Schreyerkapelle an der Stelle des Nordturmes und 1515 die Sakristei an der Stelle des Südturmes fertiggestellt. 1516 konnte der Chor fertiggestellt und 1521 auch die letzten Einwölbearbeiten abgeschlossen werden. 1550 wurden die Kanzel und das heutige Chorgestühl eingebaut. 1552 wurde die steinerne Orgelempore von Hans Mautz errichtet. Das hölzerne Orgelprospekt mit zweiter Empore wurde 1688 von Johann Michael Maucher fertiggestellt. Von diesem Zeitpunkt ab gab es im Münster nur noch kleinere bauliche Veränderungen. Die größte stellt 1769 der Neubau des Dachreiters dar. Dessen Existenz ist zwar vor 1769 nicht beurkundet, doch zeigen mehrere Abbildungen, unter anderem der Merianstich von 1643, bereits einen Dachreiter.

Am 21. Oktober 1975 wurde das Münster aufgrund von Einsturzgefahr geschlossen, nachdem sich zuvor Gewölbeteile gelöst hatten und zu Boden gestürzt waren. In den darauffolgenden Jahren wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, die erst 2009 abgeschlossen werden konnten.

Im Münster findet man mehreren Stilrichtungen vor. Das Langhaus wurde in der Hochgotik, als einer der ersten großen Hallenkirchen, gebaut. Der Chor mit dem Kapellenkranz stammt aus der Spätgotik. Die Bauform als Hallenkirche mit Kapellenkranz wird auch als süddeutsche Sondergotik bezeichnet. Das Münster ist hiervon einer der ersten Vertreter. Das durch den Einsturz zerstörte Stück wurde in der sogenannten Endgotik errichtet. Bei diesem Baustil wurde in der Epoche der Renaissance im Stil der Gotik gebaut, wobei sich hier unter die gotischen Merkmale auch Merkmale der Renaissance mischen. Dies ist im Münster besonders gut am Treppentürmchen neben der Sakristei zu erkennen. Die Empore wurde dann im Stil der Renaissance gestaltet, der Dachreiter im Stil des Barock.

Das Münster ist eine gotische Hallenkirche. Die Außenmauern des Langhauses sind in Massivbauweise gebaut, was zu dieser Zeit eher unüblich war, da man in der Gotik die Skelettbauweise bevorzugte, da diese mehr und größere Fenster zuließ, was gleichzeitig mehr Licht bedeutete, was für den gotischen Geist von Wichtigkeit war. Die Fenster sind dort so gestaltet, dass möglichst viel tragende Mauer zur Verfügung steht und trotzdem das Innere gut ausgeleuchtet ist, was sich bei Hallenkirchen schwieriger gestaltet, da hier der Obergaden im Langhaus wegfällt. Auch der Obergaden im Chor ist in Massivbauweise entstanden, nur die Kapellen im Kapellenkranz, die Schatzkammer, die Schreyerkapelle und die Sakristei sind in der Skelettbauweise errichtet, was man zum Beispiel auch an den großen, die Fläche ausfüllenden Fenster erkennen kann. Der untere Teil des Chors besteht aus Spitzbogenarkaden, die den Obergaden stützen. Die Ausnahme bildet die Schatzkammer, die vollkommen massiv erbaut ist. Von außen wird die Fassade durch Strebepfeiler gestützt, die von einer Fiale gekrönt werden und die an den äußeren Ecken der Westfassade als Diagonalstrebepfeiler errichtet wurden. Das Gewölbe, welches erst 80 Jahre nach der Weihe eingezogen wurde, dient rein zur Zierde, weshalb es auch besonders reichhaltig gestaltet wurde. Das prächtig gestaltete Netzgewölbe im Chor mit seinen aufwendigen Schlusssteinen wird als ein besonderer Vertreter seiner Zeit angesehen. Das Gewölbe wird im Innenraum von 22 Säulen getragen.

Das Dach ist von Westen her ein Satteldach, an das sich im Osten, über dem Chorabschluss ein Zeltdach anschließt. Die Kapellen des Kapellenkranzes besitzen ein Pultdach. Der Chor selbst ist ein 7/12-Hallenchor, was bedeutet, dass der Chor vorne mit sieben Ecken ein Halbrund bildet, das gesamt ein Zwölfeck bildet.

Eine weitere Besonderheit, die man heute nicht mehr in Augenschein nehmen kann, hängt mit den ehemaligen Türmen des Münsters zusammen. Trotz ihrer Existenz wurde das Dach des Langhauses und des Chores auf demselben Niveau so gebaut, sodass eine Verbindung nach der Katastrophe möglich war. Auch wurden die Türme nicht fest mit dem Münster verzahnt, was heute als Indiz dafür gesehen wird, dass die vorhandene Lösung mit den beiden romanischen Türmen nicht für die Ewigkeit gedacht war. Außerdem war diese Konstruktion die Rettung des restlichen Münsters. Wären die Türme festverzahnt gewesen, hätte dies in nachträglicher Sichtweise den Einsturz des gesamten Münsters bedeutet.

Dass der Innenraum größtenteils aus Maßen, die durch drei teilbar sind, besteht, ist wahrscheinlich nicht auf die Heiligkeit dieser Zahl zurückzuführen, wie dies meist behauptet wird, sondern auf das Parler’sche Grundmaß, das vermutlich 32 cm beträgt. So messen die skulptierten Konsolen am nördlichen Langhausportal 32 cm, die Fenstersohlbank der Chorkapellen 64 cm, und ebenfalls bei vielen verbauten Quadern taucht bzw. tauchte die Länge 32 cm auf. Außerdem kann man feststellen

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

, dass die Quadraturzeichnung des Chorgrundrisses, des Chorportals und der Chorwand im Zentrum ein 32-cm-Quadrat enthält.

Das Münster wurde aus Stubensandstein, der in der Gegend um Schwäbisch Gmünd ansteht, und Holz gebaut. Bei den zahlreichen Renovierungen und Ausbesserungen wurde aber im Laufe der Zeit unterschiedlicher Sandstein verbaut. Der größte Anteil von anderen Sorten bildet der Obernkirchener Sandstein aus Niedersachsen und der Rudersberger Sandstein. Zwischenzeitlich wurde auch Muschelkalk verbaut.

Das Problem des Sandsteins ist, dass er sehr leicht Wasser aufnimmt und von den Schadstoffen in der Luft zersetzt wird, weshalb seine Lebensdauer sehr begrenzt ist. In der Zeit der zunehmenden Umweltverschmutzung wird dies immer mehr zum Kostenfaktor und Problem in der Erhaltung.

Beim Unglück 1497 wurden 22 Altäre im Münster zerstört, was den Schluss zulässt, dass dort noch weitere Altäre vorhanden waren, denn es waren beim Einsturz nur begrenzte Teile des Münsters betroffen. Heute ist der größte Teil der Altäre, wie auch der Hochaltar, neugotisch und im 19. Jahrhundert entstanden. Diese Altäre enthalten aber meist Teile der alten gotischen Altäre. Drei Altäre sind aus der gotischen Zeit erhalten, der Sippenaltar mit seinen vierzig Figuren, in der Schreyerkapelle, der Sebaldusaltar, dessen Bildertafeln aus der Werkstatt Albrecht Dürers stammen, in der zweiten Kapelle von rechts im Kapellenkranz, sowie der Johannisaltar in der dritten Kapelle von rechts im Kapellenkranz. Diese Altäre sind alle nicht mehr an ihren ursprünglichen Orten und wurden zum Teil geringfügig verändert.

Die Chorscheitelkapelle stellt eine weitere Besonderheit des Gmünder Münsters dar. Hier befindet sich das Heilige Grab, eine Figurengruppe um einen Sarkophagen von 1350 aus der Parler-Hütte, von der die wirklichkeitsgetreue Darstellung von Kleidung und Bewaffnung der Wächter bemerkenswert ist. An der linken Seitenwand ist eine Seccomalerei von 1430 der Beweinung Christi zu finden, die dem Meister der Lindauer Beweinung zugeschrieben wird.

Über das Münster verteilt finden sich noch viele weitere Figuren der Parler-Hütte, die um 1350 entstanden sind. Einige Figuren sind hier von ihren ehemaligen Standorten an der Außenfassade nach innen verlegt worden. So befinden sich heute die fünf klugen Jungfrauen, die früher das Chorsüdportal zierten heute in der Schreyerkapelle (auch Sebalduskapelle oder Taufkapelle genannt).

Der neugotische Hochaltar wurde anstelle des 1670 gebauten Vorgängeraltars von Ferdinand Ries vorne und von Hermann Wörmann hinten gestaltet. Die von Wörmann gestaltete Rückseite ist eine Ölbergdarstellung in Form eines Flügelaltares. Das Kruzifix auf der Vorderseite wurde schon um 1510 erstellt.

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil gab es im Münster mehrere Provisorien als Volksaltar, deshalb wurde durch die Münstergemeinde ein Wettbewerb zur Neugestaltung des Altarraumes ausgeschrieben. Diesen gewann der Architekt und Bildhauer Gottfried Böhm, doch wurde sein Entwurf, der zunächst als weiteres Provisorium aus Holz und Stahl eingebaut wurde, auf Grund von einer Abstimmung innerhalb der Münstergemeinde nicht endgültig umgesetzt. Infolgedessen gab es einen weiteren Wettbewerb, bei dem der Krefelder Künstler Klaus Simon gewann. Der Altar welcher aus einer 150-jährigen Roteiche gefertigt ist wurde am 14. September 2009, dem Patrozinium des Münsters, von Bischof Gebhard Fürst geweiht. Altar als Ort der Eucharistie und Ambo als Ort des Wort Gottes bilden bei diesem Entwurf eine Einheit, da der Ambo in Kreuzform, dem ausgesägten Kreuz des Altares entspricht.

Das 24-sitzige Chorgestühl ist in die Säulenzwischenräume eingepasst, und wurde nach dem Turmeinsturz als zweites Chorgestühl von Adolf Daucher (dem Jüngeren) 1550 erstellt. Die Sitze sowie die Pultwand, deren Felder mit Intarsien geschmückt sind, stammen höchstwahrscheinlich noch vom Vorgängergestühl. In dieser Zeit einzigartig waren die auf dem Gesims des Chorgestühls stehenden Doppelfiguren, die auf der Nordseite die Apostel darstellen und auf der Südseite die Propheten. Diese Figuren sind jeweils 1,30 m hoch und halten ein Band oder eine Tafel auf der ihr Name oder ein bezeichnender Spruch zu lesen ist. Die kunstvollen Wangen des Gestühls im Schiff wurden 1724 geschaffen und 1973 bei der Erneuerung des Gestühls übernommen.

Ebenfalls von Adolf Daucher wurde der mit perspektivischen Intarsien gezierte Kanzelkorb geschaffen, der 1551 am dritten nördlichen Rundpfeiler befestigt wurde. 1718 wurde der Schallschutz über dem Kanzelkorb befestigt, der dem Gmünder Peter Albrecht zugeschrieben wird.

Nachdem schon 1530 eine kleine Orgel auf der Empore Erwähnung fand, wurde 1544 von Benedict Klotz aus Dinkelsbühl die erste Hauptorgel für das Gmünder Münster erbaut. Nach dem – dank einer testamentarischen Spende des Bürgermeisters Johann Burkhart Mössnang – Johann Michael Maucher 1688 den prunkvollen Orgelprospekt mit Empore schuf, wurde von Paul Prescher aus Nördlingen eine neue Hauptorgel für das Münster konzipiert, welche ca. 27 Register umfasste. 1878 wurde in das Prospekt eine neue Orgel von der Firma Orgelbau Friedrich Weigle aus Echterdingen eingesetzt, die nun 30 Register und zwei Manuale sowie ein Pedal enthielt. Keine hundert Jahre später wurde auch diese durch eine Orgel der Firma Johann Klais aus Bonn ersetzt. Am 25. September 1983 wurde die Klais-Orgel im Münster eingeweiht.

Die Orgel ist über die Grenzen der Diözese für ihre klanglichen Möglichkeiten und ihre technische Präzision bekannt und genießt von international bekannten Organisten große Anerkennung. In den 11 Meter hohen Orgelprospekt, der von acht Atlanten getragen wird, wurde eine Orgel mit 56 Registern, drei Manualen, zirka 3800 Pfeifen und einem Pedal eingebaut. Kirchenmusikdirektor Hubert Beck und der Orgelbauer Hans-Gerd Klais konzipierten eine Orgel, die für ein breites Spektrum an Orgelmusik ausgelegt ist.

Ende der 1990er Jahre wurde ein Röhrenglockenspiel mit 25 Glockentönen eingebaut. 2009 wurde die gesamte Elektronik der Münsterorgel erneuert und im Hauptwerk eine Portunalflöte 8′ eingebaut.

Berühmtheit erlangte die Münsterorgel auch durch das Festival Europäische Kirchenmusik, das jährlich in Schwäbisch Gmünd stattfindet und die regelmäßig im Münster stattfindenden Orchestermessen, die viele Besucher über die Stadtgrenze hinaus nach Schwäbisch Gmünd locken. Sie ist das Instrument der Finalrunde des Internationalen Wettbewerbs für Orgelimprovisation, der alle zwei Jahre in Schwäbisch Gmünd stattfindet. Die Orgel gilt als eines der bedeutendsten Orgeldenkmäler im süddeutschen Raum.

Disposition von 1983 (Hubert Beck und Hans-Gerd Klais) – 2009 (Stephan Beck und Philipp Klais):

Über die Verglasung des Münsters im Mittelalter ist nichts übermittelt worden, außer dass zur Rettung der nach der Katastrophe 1497 eingeschlossenen Christen Fenster eingeschlagen wurden. Der älteste Glasmalereibestand im Münster befindet sich in der Sebalduskapelle. Teile der Bleiglasfenster stammen schon von 1506. An der „dürerischen Maria“ im Strahlenkranz soll der Gmünder Künstler Hans Baldung genannt Grien mitgewirkt haben. Auch die Verglasung der Schatzkammer ist älter als die restlichen Fenster im Münster, die im 19. und 20. Jahrhundert eingefügt wurden.

Das gesamte Münster wurde mit Ausnahme der Sebalduskapelle und der Schatzkammer im 19. Jahrhundert zwischen 1856 und 1893 von verschiedenen Meistern neu verglast. Der größte Teil der Fenster wurde von Eduard Hecht erstellt. Hierbei wurden verschiedenste Motive verwendet.

Um 1905 zwei Chorobergadenfenster in Kathedralglas gefertigt, bei denen nur farbiges Masswerk und Bordüren verwendet wurden. Die Rundfenster der Westfassade wurde 1957 neuverglast. Zwischen 1952 und 1967 wurden Fenster von Wilhelm Geyer in den östlichen Chorkapellen und den dazugehörigen Obergadenfestern eingesetzt, die den Kreuzweg, Ostern und Pfingsten zum Thema haben und unten in kathedralen Blau und Rottönen sowie oben in Gelb- und Rottönen gestaltet sind. Dabei wurde die alte Verglasung zerstört. Die Einsetzung dieser Fenster wird heute zum Teil kritisch bewertet. Die farbliche Gestaltung, neben der Zerstörung der alten Fenster sind Kritikpunkte, denn die unterschiedliche Farbigkeit und die Dunkelheit der Töne schaffen nicht den Ausgleich zu der dunklen Möblierung, wie es die hellen, aber trotzdem kräftig farbigen, Fenster des 19. Jahrhunderts getan haben.

Der Münsterschatz des Heilig-Kreuz-Münsters ist mit über 300 Objekten aus 600 Jahren einer der umfangreichsten Kirchenschätze in Baden-Württemberg. Dank der kontinuierlichen Stiftungen und Anschaffungen in jedem Jahrhundert ist eine besondere Vielfalt der Stile im Münsterschatz vorzufinden. Er wurde bis 1987 in der Schatzkammer des Münsters aufbewahrt und ist dort dank günstiger Umstände weitestgehend vollständig erhalten geblieben. Da er immer nur teilweise und meist nur an hohen Feiertagen für die Gläubigen zu sehen war, beschloss die Münstergemeinde 1987 einen Teil des Münsterschatzes als Dauerleihgabe dem städtischen Museum im Prediger in Schwäbisch Gmünd zur Verfügung zu stellen, damit er ganzjährig besichtigt werden kann. Bis heute werden an den jeweiligen Feiertagen die für den Gottesdienst üblichen Teile des Münsterschatzes im Gottesdienst eingesetzt und für diese Zeit vom Museum zurück in die Münsterschatzkammer überführt.

Das älteste und kostbarste Stück des Münsterschatzes stellt das Heilig-Kreuz-Reliquiar dar, das immer zum Patrozinium im Münster zu sehen ist. Das um 1440 geschaffene silberne, zum Teil vergoldete und mit blauem Email verzierte Kreuz enthält ein in Gold eingefasstes Stück Holz, das vom Kreuz Christi stammen soll. Ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert stammt eine große gotische Turmmonstranz, die einem Querschnitt durch eine gotische Basilika gleicht, mit Strebepfeiler, Fialen, Maßwerk und Wasserspeier. Unter vielen weiteren Monstranzen im Kirchenschatz haben noch zwei besondere Aufmerksamkeit verdient. Die eine Monstranz wurde um 1700 in Ulm gefertigt und verbindet die Renaissance mit dem Barock. Die andere wird auch Strahlenmonstranz genannt. Diese besonders große und filigrane Monstranz ist aus vergoldetem Silber geschaffen. Ihr Fuß wird durch einen geflügelten Engel gebildet. Große silberne Relieffiguren, die paarweise angelegt sind, zieren die Oberfläche.

Die meisten Stücke des Kirchenschatzes sind Reliquienträger sowie Gebrauchsgegenstände des Gottesdienstes: Kelche, Kännchen, Weihrauchfässer, Schalen, Leuchter etc. Von ihnen existieren meist mehrere Generationen, so enthält der Münsterschatz alleine fünf Weihrauchfässer. Besondere Aufmerksamkeit verdient darunter die um 1700 vom Augsburger Goldschmied Michael Mair angefertigte Prunkgarnitur. Hierzu zählen neben der Strahlenmonstranz auch ein mit Rubinen und Brillanten besetzter Kelch, der zusätzlich noch mit Emailmedaillons verziert ist, und diverse andere Stücke.

Die Herkunft der Gmünder Kreuzreliquie ist kontrovers diskutiert. Ein Splitter des Kreuzes wurde von Staufer Konrad III. im 12. Jahrhundert an das Kloster Lorch geschenkt, dem die Stadt Schwäbisch Gmünd kirchlich unterstellt war. Ob dieses identisch ist, mit diesem, das Irene von Byzanz, die Frau des deutschen Königs Philipp von Schwaben, dem Kloster Lorch geschenkt haben soll, ist offen.

Ob die heute in Gmünd erhaltene Kreuzreliquie mit derjenigen des Klosters identisch ist, muss ebenfalls offenbleiben. Die Lorcher Reliquie war ein großes Stück vom Kreuz Christi. Ein Reliquienverzeichnis des 15. Jahrhunderts beginnt: „Vom heiligen Kreuz ein großes Stück (Item de sancta cruce magna pars)“. Die Kreuzreliquie wurde in einem mit Gold und Silber geschmückten Reliquiar aufbewahrt (tabula auro et argento ornata, in qua antiquo lignum sancte crucis conservatum fuit) und war immerhin so groß, dass der weltgewandte Lorcher Mönch Nikolaus Vener mit einem Teilstück davon eine Echtheitsprobe im Feuer vornehmen konnte. Die Tradition besagt, dass diese Locher Reliquie dieselbe ist, die heute in Schwäbisch Gmünd beheimatet ist.

Hiergegen spricht, dass schon im Jahr 1300 in einer Ablassurkunde für die Gmünder Johanniskirche der Besitz eines Kreuzpartikels attestiert wird. 1317 wird in einem Ablassbrief des Papsthofes in Avignon eine Ecclesia parocchialis ad sanctum crucem also eine Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz erwähnt. Hermann Kissling und Peter Spranger gehen davon aus, dass bei der Neuordnung der Gmünder Kirchen im Jahr 1297, als mit dem Übergang vom Kloster Lorch an das Domkapitel in Augsburg die Johanniskirche zur Fialkirche herabgestuft und das Münster zur Stadtpfarrkirche wurde, die Kreuzreliquie von der Johanniskirche an das Münster überging. Auch sie vertreten die Ansicht, dass diese Reliquie von Lorch an die Johanniskirche kam.

Hauptartikel Glockenturm (Schwäbisch Gmünd)

Das große Geläute des Münsters wurde nach dem Einsturz der Türme 1497 in den Glockenturm verlegt. Im Dachreiter des Münsters befinden sich zwei weitere kleinere Glocken, wobei die erste Glocke ursprünglich für den Dachreiter gegossen wurde und die zweite vom St. Salvator in Schwäbisch Gmünd stammt, da ihre Vorgängerin zersprungen war. Diese beiden Glocken wurden beide von Christian Victor Herold aus Nürnberg gegossen. Außerdem befinden sich im Münster noch eine Sanctusglocke im Chor und eine Sakristeiglocke.

Die Stadtpfarrkirche wurde am 31. Oktober 1761 durch den Bischof Joseph I. von Augsburg zur Stifts- und Kollegialkirche erhoben, wodurch die Stadt nun einen eigenen Stiftsdekan und Stiftspropst aufwies und die Kapläne der Stadt zu Kanoniker wurde. Die damit verbunde Gründung des Stadtkapitels hatte die ersehnte Abspaltung vom Landekapitel zur Folge. Diese wurde, neben den Stadtgeistlichen, auch vom damaligen Bürgermeister der Reichstadt Joseph Ferdinand Anton Storr von Ostrach forciert. Der Grund hierfür war, dass 1753 anstatt eines Gmünder Geistlichen der Dorfpfarrer Schedel von Eschach zum Dekan gewählt wurde. Das Stadtkapitel war mit einer eigenen Rechtsfähigkeit ausgestattet und besaß das Recht der freien Vermögensverwaltung und der Abhaltung von Kapitelsversammlungen.

1802 wurde die Stadt württembergisch, weshalb alle geistlichen Institutionen inklusive der Klöster aufgehoben wurden. So kam es am 21. Juli 1803 zur Auflösung des Kapitels. Das Vermögen wurde aufgelöst und die umfangreiche Kapitelsbibliothek ging an das Gmünder Stadtarchiv. Heute erinnert das, immer noch von der Münstergemeinde genutzte, Kapitelshaus am Münsterplatz an das Stadtkapitel. Es wurde von 1763 bis 1765 von Johann Michael Keller dem Jüngeren errichtet.

Der erste Stiftspropst wurde erst zum 15. August 1766 in sein Amt eingeführt.

Aufgrund der Menge, vor allem auch historischer Bausubstanz, für deren Erhalt die Münstergemeinde verantwortlich ist, unterhält diese bis heute eine Bauhütte. Die Münsterbauhütte ist mit dem Münsterbaumeister sowohl für langfristig geplanten Renovierungsarbeiten, als auch für die ständig, kurzfristig anfallenden Ausbesserungsarbeiten zuständig und hat ihren Sitz am Münsterplatz.

Um neben Zuschüssen und Gemeindevermögen noch eine weitere Finanzierungsmöglichkeit der Unterhaltskosten zu bilden, wurde der Münsterbauverein e. V. Schwäbisch Gmünd gegründet. Neben dem Sammeln von Spenden sensibilisiert er auch die Bevölkerung durch Vorträge und Aktionen für die historische Bausubstanz. Nachdem das Münster 1975 für einsturzgefährdet erklärt und Jahre andauernde Sanierungsmaßnahmen eingeleitet wurden, bildet sich eine konfessionsübergreifende Bewegung „Rettet das Münster“, welche unter dem Dach des Münsterbauvereins organisiert wurde.

Da am Münster ersetzte Steine, wie zum Beispiel Skulpturen, aus konservatorischen Gründen aufbewahrt werden müssen, unterhält die Münsterbauhütte mehrere Lapidarien. Neben Lagerstätten direkt an der Münsterbauhütte oder im Dachstuhl des Münsters sind auch in der weiteren Umgebung Lapidarien eingerichtet. Öffentlich zugänglich ist lediglich das Lapidarium in der Johanniskirche. Langfristig wird von der Münstergemeinde ein öffentlich zugängliches Lapidarium am Münster geplant.

Das Münster war lange von einem Friedhof umgeben. An der südwestlichen Friedhofsmauer befand sich die Kapelle St. Michael, deren Ausmaße auf dem Münsterplatz, im Pflaster gekennzeichnet ist. Die Bauzeit der gotischen Kapelle wurde bei Grabungen 1993 auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert. Sie war ein einfacher Rechteckbau mit Glockentürmchen und Rippengewölbe. Die Weiheurkunde vom 26. November 1504 weist einige Ungereimtheiten auf, so nennt diese den Bischof Heinrich von Hewen als vollziehenden Kleriker. 1807, im Nachklang der Säkularisation, wird die Kapelle mit Ölberg, Gruft und Beinhaus abgerissen.

Das Münster ist die Gemeindekirche der katholischen Heilig-Kreuz-Münstergemeinde und Hauptkirche der Seelsorgeeinheit Schwäbisch Gmünd-Mitte, welche die Seelsorgeeinheit 17 des Dekanates Ostalb ist. Ebenfalls ist das Heilig-Kreuz-Münster die Gemeindekirche für die Belegenheitsgemeinde der Münstergemeinde, die italienische Gemeinde San Giovanni Bosco.

Im Heilig-Kreuz-Münster findet bis auf Dienstag und Freitag täglich mindestens eine Heilige Messe statt, am Sonntag gibt es meist drei Heilige Messen, wobei eine Messe in italienischer Sprache stattfindet.

Neben dem internen Gemeindeleben findet in Schwäbisch Gmünd eine große Vernetzung zwischen den Gemeinden statt. Die Seelsorgeeinheit Schwäbisch Gmünd-Mitte besteht aus den Gemeinden St. Franziskus, St. Michael, St. Peter und Paul, San Giovanni Bosco, St. Nicola Tavelic, Barmherziger Jesus und Heilig-Kreuz-Münster.

Die Seelsorgeeinheit ist mit Träger der Gmünder Jugendkirche, die zunächst als ökumenischen Jugendkirche in der Filialkirche des Münsters, der Johanniskirche, beheimatet war. Seit 2016 dient der nun konfesionell-katholischen Jugendkirche die Auferstehung-Christi-Kirche in der Stadt als Kirchenraum.

Filialkirchen und Kapellen des Münsters:

Außerdem befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinde noch viele Kapellen in privaten Häusern, in Ordenshäusern, in Pflegeheimen etc., sowie das Kloster der Franziskanerinnen der ewigen Anbetung.

Koordinaten:

Kirchen: Kernstadt: Augustinuskirche | Dreifaltigkeitskapelle | St. Franziskus | Gmünder Münster | Herrgottsruhkapelle | Johanniskirche | Josefskapelle | St. Katharina | Leonhardskirche | Mariä Verkündigung | Michaelskirche | Michaelskapelle (†) | St. Peter und Paul | Piuskirche | St. Salvator | Spitalkirche (†) | St. Veit (†)

Bargau: Jakobuskirche | Bettringen: Auferstehung-Christi-Kirche | St. Cyriakus | Felixkapelle | Friedenskirche | Ottilienkirche | Versöhnungskirche | Burgholz: St. Nemesius Degenfeld: Mariä Namen und St. Sebastian | St. Sebastian und Walburga | Großdeinbach: St. Bernhard (†) | Christus König | Evangelische Kirche | Herlikofen: St. Alban | Hussenhofen: Johanneskirche | St. Leonhard | Lindach: Heilig-Geist-Kirche | St. Nikolaus | Rechberg: Wallfahrtskirche St. Maria | Rehnenhof-Wetzgau: St. Coloman | Maria Königin | Martin-Luther-Kirche | Rehnenhofkapelle | Straßdorf: Alt-St. Cyriak | Neu-St. Cyriak | Marienkapelle | Weiler in den Bergen: St. Michael | Zimmern: St. Johannes Baptist

Klöster: Augustinerkloster | Dominikanerinnenkloster Gotteszell | Franziskanerkloster | Kapuzinerkloster St. Ulrich (†) | Franziskanerinnenkloster St. Ludwig | Kloster der Franziskanerinnen der ewigen Anbetung | Predigerkloster

(†): Sakralbau nicht mehr vorhanden

Eine Art Familientreffen

Eine Art Familientreffen ist der letzte Teil der autobiographischen Romantrilogie von Judith Kerr, die mit Als Hitler das rosa Kaninchen stahl beginnt. Er spielt im Herbst 1956 in London und Westberlin.

Eine Art Familientreffen kam in der deutschen Übersetzung von Annemarie Böll erstmals 1979 heraus. Das englischsprachige Original aus dem Jahr 1978 erschien unter dem Titel A Small Person Far Away.

Wie in den beiden ersten Bänden trägt Judith Kerrs Alter Ego den Namen Anna, ihr Bruder Michael erscheint als Max, die Eltern Alfred und Julia Kerr heißen Mama und Papa. Hinter der Figur des Richard verbirgt sich Judith Kerrs Ehemann Nigel Kneale.

Während Als Hitler das rosa Kaninchen stahl einen Zeitraum von gut zwei Jahren – vom Frühjahr 1933 bis zum Herbst 1935 – umfasste und Warten bis der Frieden kommt die Kriegsjahre in London ab März 1940 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum Thema hatte, erstreckt sich die Handlung des dritten Bandes nur über wenige Tage im Oktober 1956. Aber wie schon im Vorgängerband wird die Vergangenheit in zahlreichen Rückblenden und Erinnerungsszenen thematisiert, so dass eine nahezu lückenlose Darstellung der Schicksale der Emigrantenfamilie bis zum Herbst 1956 entsteht.

Anna ist seit etwa einem Jahr mit einem bekannten Fernsehschriftsteller verheiratet. Die beiden leben in einer kleinen Wohnung in einem Neubaublock in Camden und sind noch dabei, die letzten Einrichtungsgegenstände für dieses Domizil zu beschaffen. Während Annas Mann Richard zu Hause an der Schreibmaschine sitzt, entdeckt Anna an einem Samstagmorgen bei Heals endlich einen Teppich fürs Esszimmer, der genau den richtigen, lange gesuchten Farbton aufweist. Als sie den Scheck ausfüllt, kommt sie mit dem Verkäufer ins Gespräch, weil dieser stutzt, als er den bekannten Nachnamen ihres Ehemanns zu Gesicht bekommt. Dabei erfährt man, dass Anna, die zunächst Kunst studiert hatte, inzwischen ebenfalls schriftstellerisch tätig ist und wie ihr Mann für die BBC arbeitet.

Auf dem Heimweg kommt Anna zufällig am Haus der Dillons vorbei, eines Ehepaares, das ebenfalls für die BBC tätig ist und mit dem sie sich vor kurzer Zeit auf einer Party angefreundet hat. Elizabeth Dillon bittet Anna herein. James Dillon, noch im Schlafanzug, sitzt erst beim Frühstück, da er wegen „dieser Sache mit Ungarn“ erst spät ins Bett gekommen ist. Gemeint ist der Aufstand der Ungarn gegen die sowjetische Besatzung im Jahr 1956, der wenige Tage nach dieser Szene blutig niedergeschlagen wurde und, ebenso wie die Suezkrise, alle Geschehnisse der Erzählung überschattet. Kein Mensch wünsche sich einen dritten Weltkrieg und daher, so sagt James Dillon voraus, werde der Westen zwar reden, aber nicht mit Waffen gegen die Sowjets vorgehen. Nichts zu tun, so meint Elizabeth, sei aber schon bei Hitler der falsche Weg gewesen, wie ja niemand besser wisse als Anna selbst. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über Annas Schicksale während der Flucht vor Hitler, ihre Dreisprachigkeit und ihre Tätigkeit bei der BBC. Als sie Abschied nimmt, lädt das Ehepaar Dillon sie und Richard für den kommenden Donnerstag zum Abendessen ein.

Anna kehrt so glücklich über die Begegnung mit den Dillons und über ihren Einkauf in ihre Wohnung zu Richard zurück, dass sie den Hausmeister nicht beachtet, der vor dem Haus nach ihr ruft. Wenige Augenblicke später aber erscheint er an der Wohnungstür und überreicht ihr ein Telegramm. Überzeugt, dass an einem solchen Tag nur eine positive Nachricht übermittelt werden kann, ist Anna fassungslos, als sie den Text liest. Ihre Mutter, die mittlerweile wieder in Berlin lebt, sei schwer an Lungenentzündung erkrankt, Anna solle für alle Fälle für den nächsten Tag einen Flug buchen. Näheres erfahre sie abends telefonisch.

Abgeschickt wurde das Telegramm von Konrad, Mamas Lebensgefährten. Seit 1947 nämlich lebt Mama, die als Dolmetscherin für die amerikanische Besatzung arbeitet, in Westberlin. Papa ist während seines ersten Besuchs in Deutschland 1948 gestorben bzw. hat nach einem Schlaganfall den Freitod gewählt, und etwa ein Jahr später muss Mamas Beziehung zu Konrad Rabin begonnen haben. Der promovierte Jurist arbeitet für die JRSO und wohnt wie Mama in einem amerikanischen Neubau. Konrad hat Mama zuliebe seine Frau und zwei erwachsene Töchter verlassen. Zum gemeinsamen Bekanntenkreis gehören Konrads Kollege Erwin Goldblatt und dessen Ehefrau Hildy.

Anna zerbricht sich den Kopf, wie es zu Mamas Erkrankung gekommen sein kann. Vor der Idee, nach Berlin zu fliegen, schreckt sie zurück. Obwohl sie während der Emigration und in der Zeit des Zweiten Weltkriegs zahlreiche gefährliche Situationen überstanden hat, hat sie sich in der Obhut ihrer Eltern nur selten geängstigt. Nun aber erscheint ihr das eingekesselte Westberlin wie eine Falle. Richard beruhigt sie schließlich mit den Worten, Konrad habe doch nur von einer provisorischen Buchung des Fluges gesprochen und bis zum Abend sehe die Situation vielleicht schon wieder ganz anders aus. Er begleitet sie zur Ablenkung auf den Markt in der Portobello Road, wo das Ehepaar wiederum auf Demonstranten stößt, die auf die Situation in Ungarn aufmerksam machen wollen; dabei fallen von Seiten der Zuschauer auch fremdenfeindliche Äußerungen.

Bei dem Telefonat mit Konrad erfährt Anna, dass ihre Mutter keineswegs nur an Lungenentzündung erkrankt ist, sondern dass sie versucht hat, sich mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben zu nehmen, und in einem Berliner Krankenhaus liegt. Konrad hält Annas Anwesenheit für erforderlich und verspricht, sie anderntags auf dem Flughafen in Tempelhof abzuholen. Anna zerbricht sich den ganzen Abend den Kopf, was ihre Mutter zu einem solchen Schritt getrieben haben kann, und macht sich Vorwürfe, weil sie ihr schon lange nicht mehr geschrieben hat. In der Nacht hat sie, offenbar nicht zum ersten Mal, einen fürchterlichen Alptraum: Sie weiß, dass sie zu jemandem gehören muss, kann sich aber nicht erinnern, um wen es sich handelt, und sieht sich daher völlig allein und verlassen in unterschiedlichen beängstigenden Szenerien. Erst nach dem Aufwachen wird ihr klar, dass es sich bei dem Gesuchten um Richard handelt, der neben ihr im Bett liegt.

Richard bietet wiederholt an, mit Anna nach Berlin zu fliegen, doch lehnt Anna das ab, weil er mitten in der Arbeit zu einer neuen Fernsehserie steckt und ihr außerdem, schon wegen mangelnder Deutschkenntnisse, in Berlin ja doch nicht helfen könne. Als sie aber auf dem Flughafen Heathrow von ihm Abschied nimmt, hat sie das Gefühl, dies sei eine Trennung für immer, und wird von Tränen überwältigt. Ihren Mann beruhigt sie aber mit dem Hinweis: „Du weißt doch, dass ich immer heule, wenn ich meine Tage kriege.“

Erst in Berlin erfährt Anna von Konrad den Grund für den Selbstmordversuch ihrer Mutter: Während diese einige Tage beruflich in Hannover zu tun hatte, hat er mit seiner Sekretärin Ilse angebändelt. Er hat diese Beziehung seiner Partnerin nach deren Rückkunft selbst gestanden, weil sich beide in einem so engen Kreis bewegen, dass sich der Vorfall auf die Dauer wohl ohnehin nicht hätte vertuschen lassen. Konrad besteht darauf, dass Mama als erwachsener Mensch über eine solche Affäre hinwegsehen können sollte. Dennoch hat er sich in den Wochen nach seinem Geständnis um Mama gesorgt – er war es auch, der sie nach dem Selbstmordversuch in ihrer Wohnung gefunden und den Transport in ein deutsches Krankenhaus in die Wege geleitet hat. Als Anna ihn fragt, warum er denn das Verhältnis mit Ilse begonnen habe, die er selbst als viel langweiliger und unattraktiver als Mama schildert, scheint er etwas ratlos und meint schließlich, er habe sich wohl bei der Sekretärin ein wenig ausruhen wollen. Dies kann Anna, an die mitunter nervenaufreibende Intensität der Lebensäußerungen ihrer Mutter gewöhnt, gut nachvollziehen.

Nach einem Mittagessen in einem Lokal besuchen Anna und Konrad Mama im Krankenhaus. Sie liegt im Koma, und Anna wird aufgefordert, sie immer wieder anzurufen: Vielleicht dringe ihre Stimme in Mamas Bewusstsein vor und könne eine Reaktion auslösen. Anna, schon den ganzen Tag von Übelkeit geplagt, hält diese Versuche nicht lange aus. Sie lässt sich von Konrad ins Hotel bringen, ruht dort eine Weile aus, wobei sie zahlreiche Visionen ihrer Vergangenheit erlebt, und begleitet Konrad abends zum Abendessen beim Ehepaar Goldblatt, da Konrad und Mama für diesen Tag dort eingeladen sind. Die Goldblatts wissen nur von Mamas Lungenentzündung, nicht von ihrem Versuch, sich das Leben zu nehmen, beginnen aber bald zu ahnen, dass etwas nicht stimmen kann, zumal im Gespräch erwähnt wird, dass Konrad inzwischen auch Annas Bruder Max alarmiert hat, der sich derzeit mit Frau und Kind auf einer entlegenen griechischen Insel befindet.

Beim nächsten Besuch im Krankenhaus am Montagmorgen hat Anna Gelegenheit, mit Mamas behandelndem Arzt zu sprechen. Dieser erklärt, man habe die Behandlungsmethode gewechselt und Mama sei jetzt sehr unruhig. Anna, wiederum von Erinnerungen an die Vergangenheit heimgesucht, hält es erneut nicht lange an Mamas Bett aus. Auch meint das Personal, ein Besuch am Nachmittag werde vielleicht sinnvoller sein. Konrad bringt Anna, da sie vom strömenden Regen völlig durchweicht ist, in seine gut geheizte Wohnung und verabredet sich zum Mittagessen mit ihr. Während Anna sich in Konrads Wohnung aufhält

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

, entdeckt sie einige Haarklemmen, die wahrscheinlich nicht von ihrer Mutter stammen, und nimmt einen Anruf von Ilse entgegen, die über Konrads langes Ausbleiben an seiner Arbeitsstelle beunruhigt ist. Beides trägt nicht gerade dazu bei, dass Anna optimistisch in die Zukunft schauen kann, was Konrads Versprechen, bei Mama zu bleiben, betrifft. Beim Mittagessen in einem Restaurant gibt es aber immerhin positive Nachrichten aus Ungarn. Annas und Konrads Gespräch über die scheinbar erfreuliche Wendung – die Sowjets wurden zum Abzug aus Ungarn aufgefordert – wird von einem Bekannten Konrads unterbrochen: Ken Hathaway vom British Council. Dieser beteuert, wie sehr Mama in ihrem Umfeld geschätzt wird. Ihre kulturellen Interessen seien wohl eine ausgesprochen kontinentale Eigenschaft, äußert er dabei, und Anna kann nicht umhin, sich vorzustellen, wie sehr ihre Mutter, die sich als Britin fühlt, sich über diese Äußerung ärgern würde.

Nachmittags lässt sie sich von Konrad in der Umgebung ihres einstigen Zuhauses absetzen, da dies fast der einzige Teil Berlins ist, an den sie sich von ihrer Kindheit her noch erinnern kann: „Als sie klein war, war ihr die Straße immer sehr dunkel vorgekommen. Die Bürgersteige waren von einer dichten Baumreihe gesäumt, und als Mama und Papa ihr gesagt hatten, daß sie hier wohnen würden statt in ihrer alten Etagenwohnung in der hellen Straße, in der es überhaupt keine Bäume gab, da hatte sie gedacht, sie sind verrückt […] Das war im Sommer gewesen – sie mußte vier oder fünf gewesen sein -, als die Blätter eine Art Baldachin über die ganze Straße hinweg bildeten. Jetzt lagen die meisten Blätter am Boden […] Sie hatte das Haus am anderen Ende erwartet, aber sie stand sehr bald davor. Es war kaum wiederzuerkennen […]“ Doch dann stellt Anna fest, dass die Treppe zur Vordertür unverändert geblieben ist, die sie jeden Tag nach der Schule hinaufgestürzt ist. Kaum wurde damals die Tür geöffnet, da rief sie Tag für Tag: „Ist Mami da?“ Plötzlich spürt sie mit geisterhafter Klarheit, wie es war, ein kleines Mädchen zu sein, nur deutsch zu sprechen und sich im Bewusstsein der Anwesenheit ihrer Eltern vollkommen sicher zu fühlen. Zahlreiche Szenen aus ihrer Kindheit treten ihr vor die Augen, Vergangenheit und Gegenwart scheinen sich zu vermischen und Anna ist plötzlich einem Ohnmachtsanfall nahe, als Hildy Goldblatt auftaucht und sie ins benachbarte Café führt, wo sie sich langsam erholen kann. Schließlich kann Hildy sie in ein Taxi setzen und sie fährt zum Krankenhaus. Wieder ruft sie ihre komatöse Mutter an, auch mit der Bezeichnung „Mami“ aus ihrer Kindheit. Im Hinterkopf stellt sie dabei eine ärgerliche Ähnlichkeit der Szene mit der kitschigen Fernsehserie Dr. Kildare fest – aber diesmal erfolgt tatsächlich eine erkennbare Reaktion ihrer Mutter. Nachdem diese mehrfach die Worte „Ich will“ hervorgebracht und Anna jedes Mal mit „Du darfst nicht!“ und ähnlichen Ausrufen auf den Wunsch, zu sterben, geantwortet hat, erwidert Mama schließlich: „Ja, gut.“ Entgegen der Skepsis des Arztes und Konrads ist Anna jetzt davon überzeugt, dass ihre Mutter überleben wird. Sie verbringt den Abend allein im Hotel und hat eine entspannte Nacht.

Anderntags wird sie durch einen Anruf geweckt: Man ist sich nun auch im Krankenhaus sicher, dass Annas Mutter gerettet ist. Kurz darauf erfährt sie außerdem, dass Max sich mittlerweile in Berlin befindet. Die beiden treffen sich im Krankenhaus und können kurz mit Mama sprechen. Nachmittags besucht Anna mit Max eine Ausstellung in einem Theaterfoyer, die ihrem Vater gewidmet ist. Die meisten der alten Fotografien sind ihr bekannt. Wirklich berührt ist sie erst, als sie sich zum Gehen wendet und das letzte Bild ihres Vaters, das ein Pressefotograf 1948 bei dessen Ankunft in Deutschland gemacht hat, in riesiger Vergrößerung vor sich sieht. Dieses Foto stellt als einziges ihren Vater so dar, wie sie ihn erlebt hat. Sowohl Anna als auch Max stellen sich die Frage, wie Mama, die mit einem Mann wie ihrem Vater verheiratet war, nun ihr Herz an einen so alltäglichen Menschen wie Konrad hängen kann. Doch Max äußert schließlich Verständnis: „Papa war ein großer Mann. Es ist gar nicht so einfach, sich seiner würdig zu erweisen. Mit ihm verheiratet und dazu ein Flüchtling zu sein – da würde jeder sich nach ein bisschen Alltäglichkeit sehnen. Ich glaube, irgendwie haben wir es alle getan.“ Anna, die Künstlerin und Schriftstellerin, sieht das nicht ganz so, vertieft das Thema aber nicht, da sie mit Maxens Ankündigung, er müsse in Kürze wieder abreisen und sich um seine Frau Wendy kümmern, beschäftigt ist. Sie hat Angst davor, allein mit Mama und Konrad in Westberlin zu bleiben. Später besuchen die beiden ihre Mutter im Krankenhaus. Diese hat einen heftigen Gefühlsausbruch, weil sie sich durch Konrads Seitensprung zutiefst verletzt fühlt, und ist unglücklich, weil sie Maxens Urlaub verdorben hat. Anna fühlt sich, wie so oft, wenn Mama mit ihrem Sohn spricht, wie ein fünftes Rad am Wagen. Gleichzeitig stellt sie aber zum wiederholten Mal und mit etwas schlechtem Gewissen fest, dass die Vorgänge sich großartig eignen würden, um darüber zu schreiben. Den Abend verbringen Anna und Max mit Konrad in dem Lokal, in dem sie einst Annas Verlobung gefeiert haben, und die Wirtin gibt ihnen einen Schnaps zum „Familientreffen“ aus. Entsetzt stellt Anna bei der Rückkehr ins Hotel fest, dass es zu spät ist, heute noch Richard anzurufen, was sie zwei Tage zuvor von der Goldblattschen Wohnung aus tun konnte, und dass Max offenbar zu Konrad gesagt hat, sie, Anna, werde noch länger in Berlin bleiben, wenn er nach Griechenland zurückfliege.

Am Mittwoch sind beide Geschwister schon morgens gereizt. Anna wird von wiederkehrenden Erinnerungen an ihre Mutter, die weinend vor einem Laden steht, verfolgt, Max von der Angst um seine Frau geplagt. Als sie dann noch in der Zeitung eine Schlagzeile über den englischen Angriff in Suez lesen, während gleichzeitig gemeldet wird, dass die Russen ihren Abzug aus Ungarn, Rumänien und Polen anbieten, steht es für Max fest, dass er so schnell wie möglich nach Griechenland fliegen und Frau und Kind holen muss. Darüber gerät er kurz danach mit seiner Mutter in Streit, die behauptet, sie hätte eine solche Situation wie die, in der sich Wendy gerade befindet, auch ohne Hilfe ihres Mannes meistern können und nur ihr sei es zu verdanken, dass die Familie die Emigration so gut überstanden habe. Einerseits müssen ihre Kinder ihr recht geben, andererseits aber will Max auch seine eigenen Leistungen und Schwierigkeiten nicht vergessen sehen, ebenso die seiner Schwester und seines Vaters. Er wirft ihr vor, die Welt immer in einem romantischen und einseitigen Licht sehen zu wollen. Schließlich wird auch Anna in den Streit hineingezogen und ist empört, weil ihre Mutter es offenbar gar nicht richtig zu schätzen weiß, dass sie sich von Richard getrennt und höchst widerwillig die Reise nach Berlin angetreten hat. Der zweite Besuch dieses Tages im Krankenhaus verläuft harmonischer. Mama – die Anna immer noch in dieser hartnäckigen Vision weinend vor einem Laden stehen sieht – erinnert sich an viele Szenen aus der Zeit der Emigration, scheint sich mit Konrad ausgesöhnt zu haben und ist begeistert, dass Anna und Max abends zu Ken Hathaways British-Council-Party gehen werden. Von dort aus will Konrad Max dann direkt zum Flughafen bringen. Als Anna anschließend einige Zeit allein in der Eingangshalle des Krankenhauses sitzt, fällt ihr plötzlich der Zusammenhang der Szene, die ihr in den letzten Tagen immer wieder vor Augen getreten ist, ein: Mama hat schon einmal, in London während der Emigration, versucht, sich das Leben zu nehmen. Zumindest hat sie das Anna erzählt, nachdem sie diese, vor einem Laden stehend, im Bus vorbeifahren gesehen und gerufen hat. Anna hat damals den Bus bei der nächsten Gelegenheit verlassen, ist zu Mama zurückgelaufen, die weinend vor einer Woolworths-Filiale stand, und musste erfahren, dass ihre Mutter angeblich in der Nacht zuvor im Badezimmer des Hotels zwei Tabletten genommen hatte, die sie während der Kriegszeit von Professor Rosenberg, einem befreundeten Arzt, erhalten hatte. Die Tabletten sollten ein sofort tödlich wirkendes Gift enthalten; Annas Eltern hatten sie sich geben lassen, als die Invasion der Deutschen in Großbritannien befürchtet wurde. Diese Tabletten, so hat Mama weinend erklärt, hätten aber nicht gewirkt – vielleicht sei der Arzt ein Scharlatan gewesen, vielleicht auch habe das Präparat im Lauf der Jahre seine Wirksamkeit verloren. Anna erinnert sich plötzlich, dass sie die Szene auf einmal so absurd gefunden hat, dass sie zu lachen begann und Mama in das Lachen einstimmte. Offenbar hat sie das Erlebnis später verdrängt; nun aber steht es ihr wieder vor Augen.

Für Anna bedeutet Hathaways Party am Abend puren Stress. Sie versucht von Hathaways Wohnung aus Richard anzurufen, um von diesem einen Rat bezüglich ihrer Rückkehr nach London zu bekommen. Doch die Verbindung lässt auf sich warten und als sie endlich zustandegekommen ist, wird das Gespräch gleich wieder unterbrochen. Weil Max eilends zum Flughafen gebracht werden muss, kann Anna auch keinen zweiten Versuch zu einem Telefonat unternehmen. Konrad rast mit den beiden Geschwistern durch das nächtliche Berlin und kann Max gerade noch rechtzeitig am Flughafen absetzen. Auf der Rückfahrt kommt Anna mit Konrad ins Gespräch. Er fühlt sich sehr bedrückt, weil er Mama zu einem Selbstmordversuch gebracht hat, was sie seiner Meinung nach nicht einmal in den schlimmsten Zeiten der Emigration ernsthaft in Erwägung gezogen hat. Anna erzählt ihm daraufhin von ihrer wiedergekehrten Erinnerung an das Erlebnis in London, was Konrad große Erleichterung zu verschaffen scheint. Anna fragt sich, ob sie mit dieser Erzählung etwas Schlimmes angerichtet hat. Andererseits fühlt sie sich erlöst, weil Konrad angeboten hat, ihr für Freitag einen Heimflug zu buchen.

Nach einer unruhigen Nacht erfährt sie von der Wirtin, dass die Russen wirklich aus Ungarn abzuziehen scheinen. Auch Mama, die sie am Vormittag im Krankenhaus besucht, ist von dieser Nachricht begeistert und reagiert relativ gelassen, als Anna vorsichtig ankündigt, dass sie bald nach Hause fliegen wird. Doch ein Anruf Konrads zerstört die entspannte Atmosphäre. Als Mama fragt, ob Konrad die Hotelzimmer für ihren Erholungsurlaub gebucht hat, teilt dieser ihr mit, dass Erwin krank ist und er noch nicht weiß, ob er unter diesen Umständen Urlaub beantragen kann. Mama verliert die Fassung und beschuldigt Konrad, immer noch mit der Sekretärin Ilse liiert zu sein; schließlich kommt sie auf ihren Selbstmordversuch zu sprechen und Konrad reagiert mit der süffisanten Bemerkung, das sei ja nicht das erste Mal gewesen. Da Mama Konrad nie von ihrem angeblichen oder tatsächlichen Versuch, sich mit den Tabletten Rosenbergs das Lebens zu nehmen, erzählt hat, ist sie fassungslos. Konrad gelingt es aber später, sie glauben zu machen, sie habe ihm selbst über den Vorfall berichtet.

Anna verlässt so bald wie möglich das Krankenzimmer. Konrad hat seinen Besuch im Krankenhaus angekündigt und einen Augenblick spielt sie mit dem Gedanken, ihn in der Eingangshalle abzufangen und zu bitten, Mama nicht zu erzählen, was sie, Anna, ihm nachts verraten hat. Doch dann lässt sie ihn vorübergehen, ohne dass er sie bemerkt, und fährt noch einmal in die Douglasstraße. Sie möchte das Erlebnis von neulich wiederholen und wieder die Gegenwart der kleinen Person spüren, die sie einmal war. Doch der Versuch misslingt. Schließlich lässt sich Anna von einem Taxi zu Konrads Büro bringen. Im Vorzimmer trifft sie auf Ilse. Konrad selbst ist noch nicht anwesend und erschrickt etwas, als er Anna und Ilse später miteinander antrifft. Er schickt Ilse zum Mittagessen, nimmt Anna mit in sein Privatbüro und erklärt ihr, dass er sich mit Mama wieder versöhnt und außerdem Annas Flugticket besorgt hat. Außerdem geht er mit ihr den Wiedergutmachungsantrag durch, den er für Mama zu bearbeiten hat. Dabei erzählt er ihr, dass er ihren Vater einmal in London getroffen hat und von ihm sehr beeindruckt war: „Er war so witzig und interessant. Und was er alles wußte. Und seine Begeisterungsfähigkeit – genau wie bei deiner Mutter. Sie paßten sehr gut zusammen. Sowohl emotional wie intellektuell […] Ich war nicht so ganz ihre Schuhnummer […] es ist wahr und ich weiß es.“ Er verspricht aber, sich in Zukunft um Annas Mutter zu kümmern, und Anna verlässt nach einem letzten Besuch bei ihrer Mutter das Krankenhaus wenigstens halbwegs beruhigt. Sie beschließt, noch einen Besuch bei den Goldblatts zu machen. Hildy und Erwin, der im Krankenbett liegt, trinken gerade auf die tapferen Ungarn und darauf, dass Erwin doch nicht, wie zunächst befürchtet, an Hepatitis leidet, und Hildy spricht Anna, die keine Lust mehr hat, die Geschehnisse zu vertuschen, Mut zu. Konrad werde sicher wenigstens vorläufig bei seiner Partnerin bleiben. „»Dann?« Hildy hob beide Handflächen in der uralten jüdischen Gest. »Dann? Wer wird sich darüber groß bekümmern? Dann kommt ja alles immer doch anders, als man denkt.«“

Der Freitag beginnt damit, dass Anna, am Fenster stehend, plötzlich das Gefühl hat, das Glas riechen zu können, und sich auf einmal erbrechen muss. Sie befürchtet, sich mit Erwins Magen-Darm-Grippe angesteckt zu haben, ist aber entschlossen, trotzdem nach Hause zu fliegen, und lässt sich von Konrad zum Flughafen bringen. Das Abschiedsgespräch verläuft stockend und ist voller Fußangeln, Anna ist froh, als ihr Flug aufgerufen wird. Im Halbschlaf durchlebt sie im Flugzeug wieder Szenen aus ihrer Vergangenheit. Die Stewardess ist beunruhigt über ihre Blässe und fragt, ob sie in Heathrow abgeholt wird. Das kann Anna bejahen, doch sie erlebt wieder eine Schrecksekunde, weil sie sich, wie in ihrem wiederkehrenden Alptraum, nicht gleich erinnern kann, von wem sie abgeholt werden wird. Richard scheint in diesen Träumen einfach ausgeblendet zu werden.

In der Realität ist er aber vorhanden und nimmt sie am Flughafen in die Arme. Er habe es inzwischen mit der Angst zu tun bekommen, erklärt er, und jetzt erst erfährt Anna, dass Budapest mittlerweile von Panzern eingekesselt ist und die Sowjets in Ungarn tun, was sie wollen, während die Labour Party „eine riesige Protestversammlung auf dem Trafalgar Square“ veranstaltet, wegen „uns. Wie böse wird sind, dass wir wie Imperialisten in Suez einmarschieren. Und während wir uns mit unserem eigenen kleinen Fiasko beschäftigen, tun die wahren Imperialisten, was sie wollen.“ Als die beiden auf ein Taxi warten, macht Anna unter dem Eindruck dieser Nachrichten einen völlig erschöpften Eindruck, und Richard erwähnt, dass sie ja außerdem in der vergangenen anstrengenden Woche auch noch ihre Tage hatte. Anna blickt ihn daraufhin fassungslos an und weiß plötzlich, dass sie schwanger ist.

Der Verkäufer in der Eingangsszene spricht von einer großen Fernsehserie, die im vergangenen Jahr gelaufen sei. Bei diesem Straßenfeger handelte es sich um The Quatermass Experiment von Nigel Kneale. Elizabeth Dillon wird die Bezeichnung „eingeweckte Kindheit“ in den Mund gelegt, die später den Titel einer weiteren Publikation Judith Kerrs über ihre Kindheit bildete. Julia Kerr hatte in der Zeit des Exils regelmäßig von der Möglichkeit, ihrem Leben ein Ende zu setzen, gesprochen und wollte tatsächlich in den 1950er Jahren aus dem Leben scheiden. In Judith Kerr’s Creatures erwähnt ihre Tochter diese Tatsache, ohne sich über die Hintergründe zu äußern. Auch eine erste Schwangerschaft Judith Kerrs, die aber mit einer Fehlgeburt endete, fällt in diese Zeit. Das erste Kind, die Tochter Tacy, wurde 1958 geboren, ihr Bruder Matthew folgte 1960.

Judith Kerr selbst schrieb über den dritten Teil ihrer autobiographischen Trilogie: „A Small Person Far Away is really a grown-up novel an I have always been pleased that my grown-up children liked it best of the three […] I just wanted to tell the story of my family – how, when my brother and I were young, our parents were always able to protect us, how they always seemed to know what to do

MCM Taschen Boston

MCM Taschen Boston

BUY NOW

€715.00
€60.44

, and how, gradually the relationship changed, until, with my mother’s attempt at suicide, the position was totally reversed […]“ Kerr stellte hier auch fest, dass Eine Art Familientreffen auf weniger Leserinteresse stieß als seine beiden Vorgänger, kommentierte dies aber mit den Worten: „I had found writing it interesting an decided to follow it up wit another grown-up novel“. Dieses geplante Buch kam aber nie zustande.

Bannasch und Rochus bezeichnen den Roman Eine Art Familientreffen als „den Versuch einer Therapie“ und meinen, die Hauptperson bzw. die Autorin habe hier den Versuch unternommen, das Trauma des Exils zu verarbeiten, dessen Folgen bis in ihre Gegenwart reichten. Sie befassen sich im Handbuch der deutschsprachigen Exilliteratur aber ausführlicher mit dem ersten Band der Trilogie.

Aufmerksamkeit erhielten Judith Kerrs autobiographische Bücher dadurch, dass sie zu den ersten Kinder- und Jugendbüchern gehörten, die sich mit dem Dritten Reich beschäftigten. Aber auch hier stand meist der erste Band der Trilogie im Vordergrund des Interesses. Eine Art Familientreffen scheint von jungen Lesern oft eher negativ beurteilt zu werden, aber auch die erwachsene Ulrike Schimming urteilte: „Von den drei Bänden ist Eine Art Familientreffen sicherlich der schwächste Teil.“ Sie billigt dem Band nur zu, dass er das Bild sozusagen bis zur Familiengründung der Hauptperson abrunde, ohne darauf einzugehen, wie das Thema der Eltern-Kind-Beziehung in diesem Buch weitergeführt wird und dass dieser letzte Band erst die Begegnung mit der im englischen Titel genannten kleinen Person ermöglicht, die Anna alias Judith Kerr vor der Erfahrung des Exils war.

Wilhelm Kühlmann gelangt gar in seiner Darstellung des Romans zu dem Schluss: „Ihre Geschichte entpuppt sich als die Identitätssuche einer jungen Frau, die schließlich das unerhoffte Mutterglück aus einer Reihe unlösbar scheinender Krisen befreit und das Ende ihrer Kindheit markiert. Somit gipfelt das Schlussstück der Romantrilogie in der gelungenen Ausbildung eines spezifisch weiblichen Geschlechtscharakters […] Damit werden die emanzipatorischen Anregungen, die von den ersten beiden Teilen [.

MCM Umhängetaschen Leder

MCM Umhängetaschen Leder

BUY NOW

€724.00
€61.44

..] ausgehen, revidiert. In seiner pädagogischen und moralischen Zielsetzung ist Eine Art Familientreffen den Idealen der traditionellen Mädchenliteratur zuzurechnen.“ Judith Kerr allerdings hat dieses Buch wohl nie als „Mädchenliteratur“ aufgefasst. Auf dem Schutzumschlag der deutschsprachigen Ausgabe ist ihre Erläuterung zu lesen: „Diese Geschichte von Anna, die in London geheiratet hat und dort ihr eigenes Leben führt, und von ihrer tapferen, verletzbaren, alternden Mutter, die sich in England nie eingewöhnen konnte, ist ein Buch über Eltern und Kinder für Erwachsene.“

Cristian Roldan

2 Stand: 6. Juni 2016

Cristian Roldan (* 3. Juni 1995 in Artesia, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Fußballspieler, der meist als Mittelfeldspieler eingesetzt wird. Er steht derzeit bei den Seattle Sounders unter Vertrag.

Roldan ging nach seinem Highschool-Abschluss auf die University of Washington. Während seiner Zeit dort spielte für die Fußballmannschaft seiner Universität, den Washington Huskies. Außerdem spielte er zur selben Zeit noch in der Premier Development League für Washington Crossfire. Für Crossfire erzielte er in 13 Spielen sechs Tore.

Am 8. Januar 2015 wurde bekannt, dass Roldan das College vorzeitig verlässt und einen Generation Adidas-Vertrag bei der Major League Soccer unterzeichnet hat. Am 15. Januar wurde Roldan beim MLS SuperDraft 2015 von den Seattle Sounders als 16. Pick in der ersten Runde ausgewählt. In den ersten beiden Spielen der Saison gegen New England Revolution und die San José Earthquakes wurde er jeweils für wenige Minuten eingewechselt und kam so zu seinen ersten Einsatzminuten in der MLS. Danach wurde er an die Seattle Sounders 2 in die USL ausgeliehen und erzielte im ersten Spiel auch sein erstes Tor in seiner Profikarriere. Aufgrund von mehreren Verletzten in der ersten Mannschaft der Seattle Sounders, wurde die Leihe vorzeitig beendet und Roldan kam in der folgenden Woche, beim torlosen Duell gegen den FC Dallas, zu seinem Startelfdebüt in der MLS. Am 14. Juli 2016 erzielte er sein erstes Tor in der Major League Soccer. Im Spiel gegen den FC Dallas traf er zum 5:0-Endstand.

Aufgrund seiner Herkunft wäre Cristian Roldan spielberechtigt für die Nationalmannschaften von El Salvador, Guatemala und den Vereinigten Staaten. Für die USA U-20 Auswahl stand er 2015 zweimal auf dem Platz

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

. In einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender Univision Deportes gab er im Juli 2016 bekannt, für einen der drei Nationalmannschaft in Zukunft spielen zu wollen. Bislang hatte er aber Einladungen aus El Salvador und Guatemala abgelehnt, da er sich vornehmlich auf den Fußball bei den Sounders konzentrieren wollte.

Fechtweltmeisterschaft 1952

Die 8. Fechtweltmeisterschaft fand 1952 in Kopenhagen statt. Da im selben Jahr in Helsinki die Olympischen Sommerspiele stattfanden, wurde lediglich der nichtolympische Mannschaftswettbewerb im Damenflorett ausgetragen.

Paris 1921 | Ostende/Paris 1922 | Den Haag 1923 | Ostende 1925 | Ostende/Budapest 1926 | Vichy 1927 | Neapel 1929 | Lüttich 1930 | Wien 1931 | Kopenhagen 1932 | Budapest 1933 | Warschau 1934 | Lausanne 1935 | San Remo 1936

Paris 1937 | Piešťany 1938 | Lissabon 1947 | Den Haag 1948 | Kairo 1949 | Monte Carlo 1950 | Stockholm 1951 | Kopenhagen 1952 | Brüssel 1953 | Luxemburg 1954 | Rom 1955 | London 1956 | Paris 1957 | Philadelphia 1958 | Budapest 1959 | Turin 1961 | Buenos Aires 1962 | Danzig 1963 | Paris 1965 | Moskau 1966 | Montreal 1967 | Havanna 1969 | Ankara 1970 | Wien 1971 | Göteborg 1973 | Grenoble 1974 | Budapest 1975 | Buenos Aires 1977 | Hamburg 1978 | Melbourne 1979 | Clermont-Ferrand 1981 | Rom 1982 | Wien 1983 | Barcelona 1985 | Sofia 1986 | Lausanne 1987&nbsp mcm taschen sale;| Orléans 1988 | Denver 1989 | Lyon 1990 | Budapest 1991 | Havanna 1992 | Essen 1993 | Athen 1994 | Den Haag 1995 | Kapstadt 1997 | La Chaux-de-Fonds 1998&nbsp

MCM Rucksack

MCM Rucksack

BUY NOW

€724.00
€61.44

;| Seoul 1999 | Budapest 2000 | Nîmes 2001 | Lissabon 2002 | Havanna 2003&nbsp

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

;| New York 2004 | Leipzig 2005 | Turin 2006 | St. Petersburg 2007 | Peking 2008 | Antalya 2009 | Paris 2010 | Catania 2011 | Kiew 2012 | Budapest 2013 | Kasan 2014 | Moskau 2015 | Rio de Janeiro 2016 | Leipzig 2017 | Wuxi 2018

Wolfgang Unterzaucher

Wolfgang Unterzaucher (* 7. September 1934 in Graz) ist ein österreichischer Schauspieler.

Unterzaucher wuchs in Leverkusen auf. Nach dem Abitur absolvierte er von 1953 bis 1956 beim Chemiekonzern Bayer AG eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Von 1956 bis 1958 studierte er Theaterwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte in München und Wien.

Von 1958 bis 1960 besuchte er die Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin. Nach seinem Abschluss erhielt Unterzaucher von 1960 bis 1962 ein erstes Engagement am Theater Heilbronn mcm taschen sale, wo er mit der Titelrolle in Shakespeares Hamlet sein Bühnendebüt gab. Weitere Rollen waren Mephisto in Urfaust und Leonce in Leonce und Lena

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

, als Gast war er unter anderem 1962 in Stuttgart am Theater der Altstadt in Molière/Schwarzes Die Lästigen zu sehen.

In Berlin agierte er zwischen 1965 und 1967 bei dem politischen Kabarett Das Bügelbrett von Hannelore Kaub. 1968 übernahm er die Titelrolle in Kaspar von Peter Handke am Forum-Theater am Kurfürstendamm.

Nach vier Semestern Soziologie an der Freien Universität Berlin nahm Unterzaucher seine Theaterarbeit wieder auf. 1971 spielte er unter der Regie von Hansjörg Utzerath in Dieter Fortes Martin Luther & Thomas Münzer oder Die Einführung der Buchhaltung an der Freien Volksbühne Berlin.

Von 1973 bis 1977 war er an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin tätig. Er spielte unter anderem 1973 Edgar Wibeau in der westdeutschen Erstaufführung von Ulrich Plenzdorfs Die neuen Leiden des jungen W. und Ben Silverman in Neil Simons Sunny boys jeweils am Schlossparktheater.

1982 verkörperte er Felix Fürst in Martin Walsers Zimmerschlacht am Theater der Freien Hansestadt Bremen. 1986 und 1988 wirkte er bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel und 1989 bei den Bad Hersfelder Festspielen mit.

Ab 1992 gehörte er zum Ensemble des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Rollen dort waren 1992 Schlomo Herzl in George Taboris Mein Kampf, Edward Broderick in Julien Greens Süden, Narr in Shakespeares Was ihr wollt und 1993 die Titelrolle in Nestroys Häuptling Abendwind.

Matt Leinart

Matthew Stephen „Matt“ Leinart (* 11. Mai 1983 in Santa Ana, Kalifornien) ist ein ehemaliger US-amerikanischer American-Football-Spieler auf der Position des Quarterbacks. Er spielte College Football für die University of Southern California und gewann 2004 die Heisman Trophy. Anschließend spielte er für die Arizona Cardinals, Houston Texans und Oakland Raiders in der National Football League (NFL).

Leinart spielte von 2001 bis 2005 für die University of Southern California (USC) unter Head Coach Pete Carroll in der NCAA College Football. Am 1. Januar 2004 gewann er mit seinen USC Trojans den Rose Bowl gegen die Michigan Wolverines und wurde zum Most Valuable Player (MVP) der Partie gewählt.

Am 4. Januar 2005 konnte Leinart erneut einen Titel mit den Trojans gewinnen. Er triumphierte im BCS National Championship Game, das in jenem Jahr im Orange Bowl Stadium in Miami durchgeführt wurde, gegen die Oklahoma Sooners. Erneut wurde Leinart zum MVP gewählt und erhielt am Ende der Saison zum ersten Mal die Heisman Trophy.

2006 qualifizierten sich die Trojans erneut für das BCS Championship Game, das dieses Mal im Rose Bowl Stadium in Pasadena durchgeführt wurde. Doch Leinart konnte die Trojans nicht noch einmal zum Sieg führen. Gegen die Texas Longhorns verlor Leinart seine zweite von 39 College-Partien.

Leinart wurde im NFL Draft 2006 in der ersten Runde an zehnter Stelle von den Arizona Cardinals ausgewählt. In seiner Rookiesaison verdrängte er den damaligen Starting-Quarterback Kurt Warner und wurde selbst Starting-Quarterback für die Cardinals. In der Saison 2007 brach sich Leinart im vierten Saisonspiel das Schlüsselbein und konnte den Rest der Saison nicht mehr eingesetzt werden.

Zu Beginn der Saison 2008 eroberte Kurt Warner den Starting-Job von Leinart zurück und verdrängte ihn wieder auf die Bank. Warner führte die Cardinals sogar bis in den Super Bowl, wo sie allerdings den Pittsburgh Steelers unterlagen.

Auch 2009 sah Leinart das Spielfeld nur von der Bank aus, da Warner erneut hervorragend spielte und die Cardinals abermals in die Play-offs führte, wo sie in der zweiten Runde an den späteren Super-Bowl-Siegern New Orleans Saints scheiterten.

Am 4. September 2010 gaben die Arizona Cardinals bekannt, Leinarts Vertrag einseitig zu beenden. Zwei Tage später unterschrieb er einen Vertrag bei den Houston Texans und wurde dort dritter Quarterback hinter Matt Schaub und Dan Orlovsky.

Am 1. Mai 2012 unterschrieb Leinart einen Vertrag bei den Oakland Raiders und war als Ersatz für seinen ehemaligen College Football Teamkollegen Carson Palmer eingeplant. Nachdem dieser sich am 16. Spieltag verletzte, teilten sich Leinart und der dritte Quarterback Terrell Pryor die Einsatzzeiten. Letztendlich setzte sich Pryor aber durch und Leinarts Vertrag wurde nach der Saison aufgelöst.

Im August 2013 wurde Leinart nach den Verletzungen ihrer Quarterbacks E.J. Manuel und Kevin Kolb von den Buffalo Bills unter Vertrag genommen. Leinart und Thad Lewis sollten dabei um den vierten Quarterback-Posten hinter Jeff Tuel konkurrieren. Lewis setzte sich durch und Leinart wurde nach fünf Tagen wieder entlassen.

1935: Berwanger | 1936: Kelley | 1937: Frank | 1938: O’Brien | 1939: Kinnick | 1940: Harmon | 1941: B. Smith | 1942: Sinkwich | 1943: Bertelli | 1944: Horvath | 1945: Blanchard | 1946: G. Davis | 1947: Lujack | 1948: D. Walker | 1949: Hart | 1950: Janowicz | 1951: Kazmaier | 1952: Vessels | 1953: Lattner | 1954: Ameche | 1955: Cassady | 1956: Hornung | 1957: Crow | 1958: Dawkins | 1959: Cannon | 1960: Bellino | 1961: E. Davis | 1962: Baker | 1963: Staubach | 1964: Huarte | 1965: Garrett | 1966: Spurrier&nbsp

MCM Umhängetaschen Leder

MCM Umhängetaschen Leder

BUY NOW

€724.00
€61.44

;| 1967: Beban | 1968: Simpson | 1969: Owens | 1970: Plunkett | 1971: Sullivan | 1972: J. Rodgers | 1973: Cappelletti | 1974: Griffin | 1975: Griffin | 1976: Dorsett | 1977: Campbell&nbsp mcm taschen sale;| 1978: Sims | 1979: C. White | 1980: G. Rogers | 1981: Allen | 1982: H. Walker | 1983: Rozier | 1984: Flutie | 1985: Jackson | 1986: Testaverde | 1987: Brown | 1988: Sanders | 1989: Ware | 1990: Detmer | 1991: Howard | 1992: Torretta | 1993: Ward | 1994: Salaam | 1995: George | 1996: Wuerffel | 1997: Woodson | 1998: Williams | 1999: Dayne | 2000: Weinke | 2001: Crouch | 2002: Palmer | 2003:&nbsp

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

;J. White | 2004: Leinart | 2005: vakant * | 2006: T. Smith | 2007: Tebow | 2008: Bradford | 2009: Ingram | 2010: Newton | 2011: Griffin III | 2012: Manziel | 2013: Winston | 2014: Mariota | 2015: Henry

*2005 gewann Reggie Bush, der die Heisman Trophy jedoch 2010 – aufgrund illegaler Zuwendungen während seiner College-Zeit – zurückgab.

Legendary Pictures

Legendary Pictures ist eine US-amerikanische Filmproduktionsgesellschaft mit Sitz im kalifornischen Burbank

MCM Handtaschen Klassische

MCM Handtaschen Klassische

BUY NOW

€724.00
€61.44

.

Legendary Pictures wurde von Thomas Tull gegründet und war das erste Unternehmen seiner Art, das große Hollywood-Filme durch Privatkapital und Hedge-Fonds-Investoren finanziert. Das brachte ihm 2005 den Titel „Media / Entertainment Deal of the Year“ vom IDD Magazine ein. Zu den Investoren gehört unter anderen die Bank of America.

2005 schloss die Firma einen Vertrag mit Warner Bros. Entertainment ab, laut dem Legendary Pictures in einem Zeitraum von sieben Jahren die Co-Finanzierung und Co-Produktion von 40 Warner Bros.-Filmen übernahm. Die kommerziell erfolgreichsten Filme aus dieser Phase waren die fünf gemeinsam mit Syncopy Films produzierten Filme von Christopher Nolan (weltweites Einspielergebnis: fast 4 Milliarden Dollar) und die drei mit Green Hat Films produzierten Filmkomödien von Todd Phillips (weltweites Einspielergebnis: über 1 mcm taschen sale,2 Milliarden Dollar).

2010 wurde ein eigener Comicverlag unter dem Namen Legendary Comics gegründet.

Nachdem der Vertrag mit Warner Bros. ausgelaufen war, verkündete Legendary Pictures im Juli 2013, dass sie ab 2014 eine Partnerschaft mit Universal Pictures eingehen werden. Der Vertrag ist auf 5 Jahre angelegt.

Im Jahr 2015 hatten von Legendary produzierte Filme ein weltweites Box Office von mehr als 12 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Am 11. Januar 2016 gab die chinesische Wanda Group bekannt, dass sie sich mit den Anteilseignern auf einen Erwerb von Legendary Entertainment, des Mutterunternehmens von Legendary Pictures, zum Preis von 3,5 Milliarden Dollar geeinigt habe.