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EBSA U19-Snookereuropameisterschaft 2007

Die EBSA U19-Snookereuropameisterschaft 2007 war die elfte Auflage der von der European Billiards and Snooker Association veranstalteten Junioren-Europameisterschaft im Snooker. Sie fand vom 1. bis 5. April 2007 im Pontins in Prestatyn in Wales statt.

Der Waliser Michael White wurde durch einen 6:2-Sieg im Finale gegen den Iren Vincent Muldoon Europameister und qualifizierte sich damit für die Main-Tour-Saison 2007/08.

Die 64 teilnehmenden Spieler wurden in acht Gruppen mit acht Spielern eingeteilt, in denen sie im Round-Robin-Modus gegeneinander antraten. Die vier Bestplatzierten jeder Gruppe qualifizierten sich für die Finalrunde, die im K.-o.-System ausgespielt wurde.

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;| 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000&nbsp mcm taschen sale;| 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016

U19-/U21-Europameisterschaften
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U18-Europameisterschaft
2016

Wahlbezirk Böhmen 25

Der Wahlbezirk Böhmen 25 war ein Wahlkreis für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus im österreichischen Kronland Böhmen. Der Wahlbezirk wurde 1907 mit der Einführung der Reichsratswahlordnung geschaffen und bestand bis zum Zusammenbruch der Habsburgermonarchie.

Nachdem der Reichsrat im Herbst 1906 das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Männerwahlrecht beschlossen hatte, wurde mit 26. Jänner 1907 die große Wahlrechtsreform durch Sanktionierung von Kaiser Franz Joseph I. gültig. Mit der neuen Reichsratswahlordnung schuf man insgesamt 516 Wahlbezirke mit je einem zu wählenden Abgeordneten, die durch Direktwahl mit allfälliger Stichwahl bestimmt wurden. Der Wahlkreis Böhmen 20 umfasste die Städte, Märkte und Gemeinden Pardubitz, Sezemitz, Poděbrady, Sadska, Petschek, Prelauc, Chlumetz, Königstadtl, Nimburg und Daschitz. Aus der Reichsratswahl 1907 ging Jan Vladimír Hráský von den Jungtschechen als Sieger hervor. Hráský konnte sein Mandat auch bei der Reichsratswahl 1911 verteidigen.

Die Reichsratswahl 1907 wurde am 14. Mai 1907 (erster Wahlgang) sowie am 23. Mai 1907 (Stichwahl) durchgeführt.

Die Reichsratswahl 1911 wurde am 13. Juni 1911 durchgeführt. Die Stichwahl entfiel auf Grund des absoluten Mehrheit für Tobolka im ersten Wahlgang.

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;| 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | 51 | 52 | 53 | 54 | 55 | 56 | 57 | 58 | 59 | 60 | 61 | 62 | 63 | 64 | 65 | 66 | 67 | 68 | 69 | 70 | 71 | 72 | 73 | 74 | 75 | 76 | 77 | 78 | 79 | 80 | 81 | 82 | 83 | 84 | 85 | 86 | 87 | 88 | 89 | 90 | 91 | 92 | 93 | 94 | 95 | 96 | 97 | 98 | 99 | 100 | 101 | 102 | 103 | 104 | 105 | 106 | 107 | 108 | 109 | 110 | 111 | 112 | 113 | 114 | 115 | 116 | 117 | 118 | 119 | 120 | 121 | 122 | 123 | 124 | 125 | 126 | 127 | 128 | 129 | 130

Hadrian II.

Hadrian II. (* 792; † 14. Dezember 872 in Rom) war von seiner Inthronisation am 14. Dezember 867 bis zu seinem Tode im Jahre 872 exakt fünf Jahre lang Papst.

Hadrian II. stammte aus einem vornehmen römischen Geschlecht und galt als ein versöhnlicher Papst. Dies zeigte sich sowohl daran, dass er Gebiete, welche sein Vorgänger Nikolaus I. beansprucht hatte, wieder preisgab, als auch an seinem Einlenken in der Frage der slawischen Liturgie.

Als Hadrian Priester wurde, war er noch verheiratet. Papst Gregor IV. ernannte ihn zum Kardinal von San Marco. Schon nach dem Ableben Leos IV. und dem Tod von Benedikt III. war er jeweils als Papst vorgeschlagen worden, hatte sich der Wahl aber verweigert. Nach dem Tod von Nikolaus I. am 13. November 867 wurde er dann allerdings einmütig von Klerus und Volk gewählt. Er nahm die Wahl 75-jährig an und wurde am 14. Dezember 867 inthronisiert. Kurz nach seiner Inthronisation wurden seine Gattin und seine Tochter von Eleutherus, einem Verwandten des früheren Gegenpapstes Anastasius III., ermordet

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Dem fränkischen König Lothar II. gestattete er, das Problem der Verstoßung seiner kinderlosen Gemahlin in Rom vorzutragen, womit er sich gleichfalls deutlich kompromissbereiter gab, als sein Vorgänger Nikolaus I. dies gewesen war. Einer Entscheidung bedurfte es in dieser Sache freilich nicht mehr, da Lothar II. kurz darauf starb.

Zugleich gab Hadrian II. durch die Heiligsprechung der Äbtissin Walburga an einem 1. Mai Anlass für den heute in Deutschland noch verbreiteten Brauch der Walpurgisnacht, die in der dem Patronatsfest Walburgas vorausgehenden Nacht gefeiert wird.

Im Jahre 867 ernannte er den ehemaligen Gegenpapst Anastasius III. zum Bibliothekar der römischen Kirche.

The Oaks (Bürogebäude)

The Oaks ist ein Bürogebäude in Westlake Village an der Grenze zu Thousand Oaks in Kalifornien im Conejo-Tal. Es wurde 1982 nach einem Entwurf des in Los Angeles ansässigen Architekturbüros A.C. Martin fertiggestellt.

Das Bürogebäude wurde zunächst vom Bauherren, dem Versicherungskonzern Prudential Financial genutzt. Im Januar 1985 wurde es für einen Preis von über 67 Millionen US-Dollar an die private Telephongesellschaft General Telephone & Electronics Corporation (GTE) verkauft.

Das Bürogebäude ist heute ein wissenschaftliches Forschungsinstitut und Sitz von Baxter International

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. Früher war es unter anderem Sitz des United States Bureau Of The Census, von GTE (GTE of California/GTE Paging) und Verizon Communications.

Im Jahr 2007 wurde das Gebäude für 131 Millionen US-Dollar von der in Beverly Hills ansässigen Immobilienverwaltungs- und Investmentfirma Kennedy Wilson erworben.

Das Gebäude wurde zwischen 1978 und 1980 geplant. Chefdesigner war Michael O’Sullivan.

Das 230 Meter (755 f) lange Bürogebäude mit einer Nutzfläche von rund 32 919 m² (354 341 sqf) ist ein-, zwei und dreigeschossig. Die Fassade verjüngt sich schräg nach oben in gerader Linie über die einzelnen Etagen. Es ist in den Hang der von niedrigen Hügeln geprägten Landschaft der Gegend gebaut. Um die Höhe des Gebäudes hatte es während der Planung Unstimmigkeit zwischen den Entwicklern und der Stadt Westlake, in der stets auf eine niedrige Bebauung geachtet worden ist, gegeben. Schließlich wurde Erdaushub an den Enden des Gebäudes aufgeschichtet, um einen nahtlosen Übergang in die Umgebung zu erreichen

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Ein Atrium über die volle Höhe mit einem Oberlicht durchzieht das gesamte Gebäude. Das Atrium wird von 9 Brücken überspannt, welche die inneren Hauptwege verbinden. Zwei langgestreckte Flügel treffen sich in einem Winkel von ca. 45°. Die langen Korridore sollten den ansässigen Unternehmen einen reibungslosen Arbeitsablauf ermöglichen. Das Atrium ist von offenen Büros flankiert, die den Angestellten Kommunikation und Versorgung mit Tageslicht ermöglichen.

Die Fensterwände an den Längsseiten des Gebäudes sind durch ca. 1,80 m (6 f) breite Überhänge vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Die Nordfenster des Atriums lassen natürliches Licht einfallen, während die kleineren Südfenster ein kontrolliertes Einlassen direkter Sonnenstrahlen erlauben soll.

Die Firma M. Arthur Gensler aus San Francisco entwarf für Prudential die Innenarchitektur des Gebäudes, welche sich als Hauptachsen an den Korridoren längs des Atriums orientierte, und auch eigens gestaltete Möbel umfaßte, einschließlich Polster, Raumteiler, Stuhlsysteme und für Röhrenmonitore geeignete Schreibtische.

Ein großer Teil des ca. 19,8 ha (49 ac) großen Geländes ist für Zwecke der Erholung von Nutzern und Besuchern vorgesehen. Neben dem Eingang des Gebäudes ist ein künstlicher See angelegt. Durch seine Gradlinigkeit und dadurch, dass es komplett dunkelbraun metallisch gebaut ist, wirkt es futuristisch im Stil der 1970er Jahre.

Das Gebäude wurde 1982 mit den Preis „Excellence in Design, Commercial“ des American Institute of Architects, Los Angeles Chapter und 1983 mit dem „Architectural Award of Excellence“ des American Institute of Steel Construction ausgezeichnet.

Für die neue Stadt Westlake hatte A.C. Martin bereits seit 1963 im Auftrag des Investors, der American-Hawaiian Steamship Company, einen Masterplan entwickelt. In Thousand Oaks hat A.C. Martin auch die 1995 gebaute Grand R. Brimhall Bücherei entworfen.

Durch seine markante futuristische Erscheinung war das Gebäude oft Drehort von Hollywood-Filmen und Serien. Dazu gehören Demolition Man, Airwolf, Meine Stiefmutter ist ein Alien und 12:01

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Koordinaten:

Siggelkow

Siggelkow ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Eldenburg Lübz mit Sitz in der Stadt Lübz verwaltet.

Die Gemeinde liegt in den Niederungen der Elde, etwa acht Kilometer südöstlich von Parchim und zirka zehn Kilometer südlich von Lübz. An der Nordgrenze des Gemeindegebiets fließen die Müritz-Elde-Wasserstraße und ein Altarm der Elde, in die der Gehlsbach und der Moosterbach münden. Stehende Gewässer sind der Sabelsee und der Blanksee. Siggelkow ist reich an Naturschutzgebieten, so die Naturschutzgebiete Wüstemoor am Blanksee, das Naturschutzgebiet Gehlsbachtal bei Klein Pankow und das Naturschutzgebiet Sabelsee bei Groß Pankow. Größere Waldgebiete im Gemeindegebiet sind die Siggelkower Tannen im Westen, die Pankower Tannen im Süden und das kleine Waldgebiet um den höchsten Punkt der Gemeinde, den Heideberg mit 77,3 m ü. NHN, bei Redlin.

Südlich des Gemeindegebietes verläuft die Bundesautobahn 24, welche über den Anschluss Suckow erreichbar ist.

Ortsteile der Gemeinde sind Groß Pankow, Klein Pankow, Neuburg, Redlin und Siggelkow.

Die Ortsteile der Gemeinde sind slawischen Ursprungs. Im Jahr 1235 wird Siggelkow erstmals als Siklecowe urkundlich erwähnt. Es folgen Redlin 1307, Klein Pankow 1364, Groß Pankow 1396 und Neuburg 1451. Das Gebiet lag immer im Grenzgebiet zwischen Mecklenburg und Brandenburg. Seit dem 13. Jahrhundert bis 1452 gehörte die Gegend erst zum Kloster Dünamünde (heute Daugavgriva) in Lettland und dann zum Kloster Templin. Danach gehört das Land bis auf Redlin zu Mecklenburg-Schwerin. Nach dem Zweiten Weltkrieg und Gründung der DDR kommt Siggelkow und das Dorf Redlin erst zum Land Mecklenburg und dann zum Bezirk Schwerin. Seit der Wende 1990 gehört Siggelkow zum Land Mecklenburg-Vorpommern und ab dem 1. Juli 2004 zum Amt Eldenburg Lübz.

Der Name von Siggelkow stammt vom altslawischen žih ab und deutet auf den slawischen Lokator hin, also Ort des Žichlik.

Auch Pankow wurde nach dem Lokator benannt, Ort des Pąk.

Das Wappen wurde am 2. März 2001 durch das Innenministerium genehmigt und unter der Nr. 238 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Gold eine schräglinke blaue Wellenleiste, begleitet: vorn von einer auf einem schwarzen Astende sitzenden roten Eule, hinten von einer in der bauchigen Mitte profilierten roten Urne mit zwei Henkeln.“

Das Wappen wurde von dem Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltet.

Die blaue Wellenleiste symbolisiert den durch die Gemeinde fließenden Moosterbach. Die Urne symbolisiert die zahlreichen ur- und frühgeschichtlichen Grabungsfunde, die in der Gemeinde aufgenommen werden konnten. Die in der vorderen Schildhälfte befindliche Eule – die Wappenbilderordnung des Herold unterscheidet nicht zwischen Uhu und Eule – steht nicht nur für die schöne Umgebung der Gemeinde und die Bedeutung des Naturschutzes, sondern insbesondere für die Bedeutung einer intakten Natur als Wirtschaftsfaktor – den Tourismus.

Die Flagge der Gemeinde ist längsgestreift von Blau, Gold (Gelb) und Blau. Die blauen Streifen nehmen je vier Neuntel der Höhe des Flaggentuches ein, der goldene (gelbe) Streifen nimmt ein Neuntel ein. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils fünf Achtel der Höhe der beiden blauen Streifen übergreifend, das Gemeindewappen. Die Länge des Fahnentuches verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Siggelkow

Dorfkirche in Siggelkow

Dorfkirche in Groß Pankow

Dorfkirche in Redlin

Dorfkirche in Klein Pankow

Alt Krenzlin | Alt Zachun | Balow | Bandenitz | Banzkow | Barkhagen | Barnin | Belsch | Bengerstorf | Besitz | Blankenberg | Blievenstorf | Bobzin | Boizenburg/Elbe | Borkow | Brahlstorf | Brenz | Bresegard bei Eldena | Bresegard bei Picher | Brüel | Brunow | Bülow | Cambs | Crivitz | Dabel | Dambeck | Demen | Dersenow | Dobbertin | Dobin am See | Dömitz | Domsühl | Dümmer | Eldena | Friedrichsruhe | Gallin | Gallin-Kuppentin | Gammelin | Ganzlin | Gehlsbach | Gischow | Gneven | Göhlen | Goldberg | Gorlosen | Grabow | Granzin | Grebs-Niendorf | Gresse | Greven | Groß Godems&nbsp

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;| Groß Krams | Groß Laasch | Hagenow | Hohen Pritz | Holthusen | Hoort | Hülseburg | Karenz&nbsp

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;| Karrenzin | Karstädt | Kirch Jesar | Klein Rogahn | Kloster Tempzin | Kobrow | Kogel | Kreien | Kremmin | Kritzow | Kuhlen-Wendorf | Kuhstorf | Langen Brütz | Leezen | Leussow | Lewitzrand | Lübesse | Lüblow | Lübtheen | Lübz | Ludwigslust | Lüttow-Valluhn | Malk Göhren | Malliß | Marnitz | Mestlin | Milow | Möllenbeck | Moraas | Muchow | Mustin | Neu Gülze | Neu Kaliß | Neu Poserin | Neustadt-Glewe | Nostorf | Obere Warnow | Pampow | Parchim | Passow | Pätow-Steegen | Picher | Pinnow | Plate | Plau am See | Prislich | Pritzier | Raben Steinfeld | Rastow | Redefin | Rom | Schossin | Schwanheide | Setzin | Siggelkow | Spornitz | Sternberg | Stolpe | Stralendorf | Strohkirchen&nbsp

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;| Suckow | Sukow | Sülstorf | Techentin | Teldau | Tessenow | Tessin b. Boizenburg | Toddin | Tramm | Uelitz | Vellahn | Vielank | Warlitz | Warlow | Warsow | Weitendorf | Werder | Wittenburg | Wittendörp | Wittenförden | Witzin | Wöbbelin | Zapel | Zarrentin am Schaalsee | Ziegendorf | Zierzow | Zölkow | Zülow

Sinplus

Sinplus ist ein Schweizer Musikduo, bestehend aus den Brüdern Gabriel und Ivan Broggini. Nach dem Schulabschluss beschloss Gabriel, nach San Diego zu ziehen. Die Underground-Musikszene faszinierte ihn. Zurück in der Schweiz gründete er mit seinem Bruder eine Band, und sie begannen zu komponieren.

Ende 2011 wurden Sinplus als offizielle Vertreter der Schweiz für den Eurovision Song Contest 2012 in Baku in Aserbaidschan ausgewählt. Sie verpassten nur knapp den Finaleinzug mit dem 11. Platz. Im April 2012 erschien das erste Sinplus-Album «Disinformation».

Bislang traten sie europaweit auf. In der zweiten Hälfte 2013 produzierten Sinplus in einem Studio in England ihr neues Album Up to Me. Das Album wurde im Januar 2014 veröffentlicht. Anfang November 2014 gewannen Sinplus den MTV Award als Best Swiss Act.

1956–1958: Lys Assia | 1959: Christa Williams | 1960: Anita Traversi | 1961: Franca di Rienzo | 1962: Jean Philippe | 1963: Esther Ofarim | 1964: Anita Traversi | 1965: Yovanna | 1966: Madeleine Pascal | 1967: Géraldine | 1968: Gianni Mascolo | 1969: Paola del Medico | 1970: Henri Dès | 1971: Peter, Sue & Marc | 1972: Véronique Müller | 1973: Patrick Juvet | 1974: Piera Martell | 1975: Simone Drexel | 1976: Peter

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, Sue & Marc | 1977: Pepe Lienhard Band | 1978: Carole Vinci | 1979: Peter, Sue & Marc und Pfuri, Gorps & Kniri | 1980: Paola | 1981: Peter, Sue & Marc | 1982: Arlette Zola | 1983: Mariella Farré | 1984: Rainy Day | 1985: Mariella Farré & Pino Gasparini | 1986: Daniela Simons | 1987: Carol Rich | 1988: Céline Dion&nbsp

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;| 1989: Furbaz | 1990: Egon Egemann | 1991: Sandra Simó | 1992: Daisy Auvray | 1993: Annie Cotton | 1994: Duilio | 1996: Kathy Leander | 1997: Barbara Berta | 1998: Gunvor Guggisberg | 2000: Jane Bogaert | 2002: Francine Jordi | 2004: Piero Esteriore & The MusicStars | 2005: Vanilla Ninja | 2006: six4one | 2007: DJ BoBo | 2008: Paolo Meneguzzi | 2009: Lovebugs | 2010: Michael von der Heide | 2011: Anna Rossinelli | 2012: Sinplus | 2013: Takasa | 2014: Sebalter | 2015: Mélanie René | 2016: Rykka

Thomas Krisp

Thomas Krisp (* 25. September 1961) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Krisp stammt aus der Jugendabteilung von Alemannia Aachen und begann dort auch seine Profikarriere in der 2. Bundesliga. Sein erstes Spiel machte er am 7. Mai 1983 gegen SC Freiburg. Nachdem er in seiner ersten Saison nur zweimal eingesetzt worden war, avancierte er zum Stammspieler. Den einzigen Treffer seiner Profizeit erzielte er am 7. April 1984 zum 1:0-Erfolg gegen den SC Charlottenburg.

Schließlich wurde Borussia Mönchengladbach auf ihn aufmerksam und er wechselte 1984 zur Borussia in die Bundesliga. Sein erstes Bundesligaspiel machte Krisp am 24. August 1984, dem ersten Spieltag der Saison, gegen den FC Schalke 04. In vier Jahren spielte er 56-mal in der Bundesliga. Dazu kamen zehn Einsätze im UEFA-Pokal und zwei im DFB-Pokal.

Nach einer Saison bei Türk Gücü München kehrte er 1989 zu Alemannia Aachen zurück und spielte 1989/90 noch einmal in der 2. Bundesliga. Nach dem Abstieg der Aachener ins Amateurlager wechselte Krisp für zwei Jahre zum SC Viktoria Köln und kehrte dann erneut zur Alemannia zurück. Dort spielte er noch bis 1996 in der Ober- und Regionalliga. 1996 wechselte er zu Rhenania Würselen

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; mit dem Verein stieg er 1997 in die Oberliga Nordrhein auf.

Krisps Vater Herbert Krisp spielte ebenfalls für die Alemannia und stand mit der Mannschaft im DFB-Pokalendspiel 1965.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate oder Saccharide bilden eine biologisch und chemisch bedeutsame Stoffklasse. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate den größten Teil der Biomasse aus. Mono-, Di- und Polysaccharide (u. a. Stärke und Cellulose) stellen zusammen mit den Fetten und Proteinen den quantitativ größten verwertbaren und nicht-verwertbaren (Ballaststoffe) Anteil an der Nahrung. Neben ihrer zentralen Rolle als physiologischer Energieträger spielen sie als Stützsubstanz vor allem im Pflanzenreich und in biologischen Signal- und Erkennungsprozessen (z. B. Zell-Zell-Erkennung, Blutgruppen) eine wichtige Rolle. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate beschäftigt, heißt Glykobiologie.

Die Monosaccharide (Einfachzucker, z. B. Traubenzucker, Fruchtzucker), Disaccharide (Zweifachzucker, z. B. Kristallzucker, Milchzucker, Malzzucker) und Oligosaccharide (Mehrfachzucker, z. B. Raffinose) sind wasserlöslich, haben einen süßen Geschmack und werden im engeren Sinne als Zucker bezeichnet. Die Polysaccharide (Vielfachzucker, z. B. Stärke, Cellulose, Chitin) sind hingegen oftmals schlecht oder gar nicht in Wasser löslich und geschmacksneutral.

Da viele Saccharide die Bruttoformel Cn(H2O)m aufweisen, wurde fälschlicherweise angenommen, dass es sich um Hydrate des Kohlenstoffs handle, weshalb Carl Schmidt 1844 den Begriff Kohlehydrate prägte, der bis heute als Kohlenhydrate in abgewandelter Form verwendet wird. Vertreter dieser Stoffklasse können jedoch erheblich von dieser Bruttoformel abweichen und weitere funktionelle Gruppen und Heteroatome wie Stickstoff oder Schwefel enthalten, während andere Verbindungen derselben Formel nicht zu den Kohlenhydraten gehören, da sie keine Hydroxyaldehyde oder Hydroxyketone sind. Allgemein liegen Kohlenhydrate vor, wenn in einem Stoff mindestens eine Aldehydgruppe bzw. Ketogruppe und mindestens zwei Hydroxygruppen anzufinden sind. Für unverzweigte Polysaccharide, die aus demselben Monosaccharid mit der Summenformel C6H12O6 (Glucose, Fructose, Galactose etc.) aufgebaut sind, gilt die Formel:

Diese Polysaccharide – ein Beispiel ist die Amylose – zählen zu den Homopolymeren.

Bereits im Jahr 1811 machte Constantin Kirchhoff die Entdeckung, dass sich beim Kochen von Stärkemehl mit Säure Traubenzucker bildet. Auf Anregung von Johann Wolfgang Döbereiner wurde 1812 während der Kontinentalsperre eine Stärkezuckerfabrik errichtet. Henri Braconnot entdeckte 1819, dass durch Einwirkung von konzentrierter Schwefelsäure auf Cellulose Zucker entsteht. William Prout gab nach chemischen Analysen des Zuckers, der Stärke durch Joseph Louis Gay-Lussac und Thénard dieser Stoffgruppe den Gruppennamen Sacharine.

Einfachzucker werden von Pflanzen im Calvin-Zyklus durch Photosynthese aus Kohlenstoffdioxid und Wasser aufgebaut, und enthalten Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Zur Speicherung oder zum Zellaufbau werden diese Einfachzucker bei praktisch allen Lebewesen zu Mehrfachzuckern verkettet. Pflanzen synthetisieren in den Plastiden (z. B. Chloroplasten) das Polysaccharid Stärke. Tiere bilden in der Leber aus Glucose den langkettigen Speicherzucker Glykogen.

Die Energieversorgung des Gehirns ist hochgradig von Glucose abhängig, da es Fette nicht direkt energetisch verwenden kann. In Hungersituationen ohne Kohlenhydratzufuhr oder bei verstärkter Muskelarbeit wird daher unter Energieaufwand Glucose in der Gluconeogenese aus den Stoffwechselprodukten Lactat, bestimmten Aminosäuren (u. a. Alanin) und Glycerin synthetisiert. Die Gluconeogenese verwendet zwar einige Enzyme der Glycolyse, dem Abbauweg der Glucose zur Erzeugung von energiereichem ATP und NADH+H+, ist aber keinesfalls als deren Umkehrung zu verstehen, da entscheidende Schritte von eigenen Enzymen wie gesagt unter Energieverbrauch stattfinden. Glycolyse und Gluconeogenese sind reziprok reguliert, d. h. sie schließen einander in ein und derselben Zelle nahezu aus. Unterschiedliche Organe können jedoch sehr wohl gleichzeitig den einen und den anderen Weg beschreiten. So findet bei starker Muskelaktivität im Muskel Glycolyse und damit Lactatfreisetzung und in der Leber Gluconeogenese unter Verwendung von Lactat statt. Dadurch wird ein Teil der Stoffwechsellast in die Leber verlagert.

Kohlenhydrate sind neben Fett und Eiweiß ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Nahrung. Wichtige Grundnahrungsmittel, die einen hohen Anteil an Kohlenhydraten aufweisen, sind die verschiedenen Getreidesorten, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden (Reis, Weizen, Mais, Hirse, Roggen, Hafer) bzw. als Viehfutter genutzt werden (vor allem Gerste, Hafer, Mais, Triticale). Die stärkehaltigen Getreideprodukte sind u. a. Brot, Nudeln, Kuchen u. v. a. m. Die Wurzelknollen der Kartoffel, eines Nachtschattengewächses, und die zu den Hülsenfrüchten gehörenden Erbsen, Bohnen und Linsen weisen einen hohen Kohlenhydratanteil auf.

Pflanzenarten, die vor allem zur Kohlenhydrataufnahme in der Ernährung beitragen, sind in der Liste der Nutzpflanzen zusammengestellt.

Die in der Pflanzenwelt als Stützsubstanz in großen Mengen vorkommende Cellulose ist für den Menschen unverdaulich. Sie ist aber von den Wiederkäuern wie Rindern, Schafen und Ziegen verwertbar, da diese sich in ihren Vormägen (Pansen) den mikrobiellen Aufschluss zu Nutze machen.

Die unmittelbare Energiewährung für biologische Prozesse ist das Adenosintriphosphat (ATP), das zum Beispiel die Muskelkontraktion antreibt und an fast allen energieverbrauchenden Prozessen beteiligt ist. Es liegt jedoch in den Zellen nur in geringer Konzentration vor und muss durch aeroben und anaeroben Abbau energiereicher Verbindungen wie Fette, Kohlenhydrate oder Proteine in den Zellen nachgeliefert werden.

Kohlenhydrate sind der Hauptenergielieferant für den Organismus. Sie sind im Gegensatz zu den Fetten relativ schnell verwertbar, da sie anaerob Energie liefern. Ein wichtiger Kohlenhydratbaustein im Energiehaushalt des Körpers ist die Glucose. Jede Körperzelle kann Glucose durch die Zellmembran aufnehmen bzw. wieder abgeben. In den Zellen der verschiedenen Organe kann sie entweder durch Verstoffwechselung die chemische Energie für Muskelarbeit, anabole Prozesse oder Gehirnaktivität liefern oder in Form von Glucoseketten als Glykogen gespeichert werden.

Die akute Energieversorgung des Körpers wird im Wesentlichen über die im Blut gelöste Glucose gewährleistet. Ihre Konzentration im Blut, der sogenannte Blutzuckerspiegel, wird in engen Grenzen gehalten. Bei der Verdauung wird die Glucose im Dünndarm als Monosaccharid aus dem Nahrungsbrei aufgenommen und in das Blut abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme steigt der Blutzuckerspiegel daher an. Die ins Blut aufgenommene Glucose muss also erst einmal zwischengespeichert werden. Das Signal hierzu gibt das Insulin, ein Peptidhormon. Es signalisiert dem Muskel- und Lebergewebe, verstärkt Glucose aus dem Blut aufzunehmen und zu Glycogen zu verketten. Bei der Aufnahme (Resorption) der Glucose aus der Nahrung ist es nicht egal, wie schnell das geschieht. Da die Glucose in der Nahrung in mehr oder weniger oligomerisierter, bzw. polymerisierter, genauer: polykondensierter Form vorliegt, müssen die Glucoseketten im Verdauungstrakt aufgespalten werden, was je nach Länge der Ketten unterschiedlich schnell geschieht. Werden z. B. stärkehaltige Nahrungsmittel wie Brot oder Kartoffeln gegessen, so zerlegen die Verdauungsenzyme die Glucosekette der Stärke in einzelne Bruchstücke und schließlich bis zu den einzelnen Glucose-Molekülen, die nach und nach in den Blutkreislauf übergehen. Es vergeht also eine gewisse Zeit, bis die Stärke vollständig zerlegt und die Glucose-Bausteine aufgenommen werden. Der Blutzucker steigt hier daher eher langsam an.

Auch die anderen Nahrungsbestandteile spielen für die Geschwindigkeit des Blutzuckeranstiegs eine Rolle. Dies gibt dem Körper Zeit, die energiereichen Moleküle einzulagern. Je schneller die Glucose im Verdauungstrakt freigesetzt wird, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel an. Wenn sie in Form von Zucker, also direkt als Glucose oder kurzkettigen Di-, Tri- und Oligomeren, aufgenommen wird, so steigt der Blutzuckerspiegel schnell an, welches der Grund für die belebende Wirkung zuckerhaltiger Süßigkeiten und Getränke ist. Bei körperlicher oder geistiger Aktivität wird der Körper so mit schneller Energie versorgt. Wird jedoch „schwer gegessen“, also eine umfangreiche Mahlzeit eingenommen, so wird durch die intensive Durchblutung des Verdauungstraktes dem Muskelgewebe und dem Gehirn Energie entzogen, so dass man eher träge wird. Hierbei spielt das Insulin eine Rolle, da bereits während der Mahlzeit Insulin ausgeschüttet wird, welches den Blutzucker senkt. Der Blutzuckerspiegel steigt also während der Mahlzeit zunächst an, sinkt aufgrund der Einlagerung der Glucose in Muskeln und Leber ab und erreicht wieder einen normalen Wert.

Ein niedriger Blutzuckerspiegel spielt beim Hungergefühl eine entscheidende Rolle. Daher kann es sein, dass man ca. eine halbe bis eine ganze Stunde nach einer Mahlzeit wieder ein leichtes Hungergefühl hat. Es ist daher sinnvoll, das Dessert oder den Kaffee an die Mahlzeit anzuschließen, da Ersteres durch den Zuckergehalt und Letzterer durch die den Blutzuckerspiegel steigernde Wirkung des Koffeins dieses Absinken ausgleicht.

Wenn die Versorgung der Gewebe mit Kohlenhydraten größer ist als ihr Verbrauch, wird der Überschuss in Fett umgewandelt und als Depotfett gespeichert. Fette haben eine höheren physiologischen Brennwert als Kohlenhydrate und haben keine Hydrathülle. Sie sind für die langfristige Energiespeicherung also platzsparender als Kohlenhydrate und bewirken eine bessere Wärmedämmung des Körpers.

Entgegen der landläufigen Meinung werden Fettdepots ständig energetisch verwertet und nicht erst, wenn der Glycogenspeicher im Muskel reduziert ist. Dass der Abbau von Körperfett erst nach ca. 30-minütiger Ausdauerübung einsetzt, ist falsch. Tatsächlich verhält es sich so, dass das Adenosintriphosphat (ATP) für intensive Muskelarbeit durch vier Energiequellen geliefert wird. Daran den größten Anteil hat die Verwertung von Creatinphosphat (aus dem Proteinstoffwechsel), das ein höheres Phosphatgruppenübertragungspotential hat als ATP und dieses daher schnell nachliefern kann; es folgt die anaerobe Zuckerverwertung; etwas geringer ist der Anteil der oxidativen Zuckerverwertung; und den geringsten Anteil hat der Fettabbau. Je intensiver die Anstrengung ist, desto stärker nimmt der Anteil der ersten, insbesondere anaeroben Anteile zu. Folglich nimmt der relative Anteil des Fettabbaus bei erhöhter Pulsfrequenz ab, die absolute Menge des verwerteten Fettes nimmt aber sehr wohl zu, da der Gesamtenergieumsatz ebenfalls zunimmt. Der erhöhte Anteil des anaeroben Stoffwechsels hängt mit dem abnehmenden Sauerstoffangebot im Muskel bei starker Muskelarbeit zusammen, da der Fettabbau im Stoffwechsel ein aerober Prozess ist.

Untrainierten Sportlern wird oft geraten, ausdauernd und leistungsschwach anzufangen („Laufen, ohne zu schnaufen“). Es gibt jedoch die Ansicht, dass allein die Energiebilanz beim Sport entscheidend ist, da z. B. nach der Anstrengung noch ein weiterer Abbau der Fette stattfindet. Wird also während des Trainings viel Glucose umgesetzt, wird in der Erholungsphase umso mehr Fett abgebaut. Weitere Faktoren des Fettabbaus sind die Art und die Frequenz der Nahrungsaufnahme, da mit jedem Insulinausstoß der Fettabbau gehemmt wird. Mit zunehmendem Training vergrößert sich die Muskelmasse, die Sauerstoffaufnahme verbessert sich, wodurch ein erhöhter Fettabbau entsteht. Leistungssportler trainieren vor einem Wettkampf durch den geeigneten Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme die Optimierung ihres Glycogenspeichers, da dieser ein wichtiger Energiespeicher für kurzfristige Leistungsspitzen ist.

Kohlenhydrate gelten nicht als essentiell, da der Körper sie in der Gluconeogenese unter Energieaufwand aus anderen Nahrungsbestandteilen wie Proteinen und Glycerin selbst herstellen kann. Da insbesondere das Gehirn hochgradig von Glucose als Energieträger abhängig ist und keine Fette verwerten kann, muss der Blutzucker­spiegel in engen Grenzen gehalten werden. Dessen Regulation erfolgt durch das Zusammenspiel von Insulin und Glucagon. Bei Kohlenhydratmangel wird das Gehirn durch Ketonkörper versorgt, was sich z. B. bei einer Diät durch Aceton­geruch bemerkbar macht. Eine völlig kohlenhydratfreie Ernährung wurde im Tierversuch bei Hühnern problemlos vertragen. Auch eine Langzeitstudie an Kindern und jungen Erwachsenen mit der sehr kohlenhydratreduzierten ketogenen Diät zeigte gesundheitliche Unbedenklichkeit. Eine eigenständige Erkrankung des Menschen durch das Fehlen von Kohlenhydraten ist unbekannt. Der Energiegehalt eines Gramms Kohlenhydrat beträgt rund 17,2 Kilojoule (4,1 Kilokalorien).

Die physiologische Energieerzeugung aus Kohlenhydraten erfolgt im Normalfall in der nicht-oxidativen Glycolyse und im oxidativen Citrat-Zyklus. Die Oxidationsschritte im Citrat-Zyklus bestehen in einer Abspaltung von Wasserstoff, der durch Wasserstoffüberträger in die Atmungskette eingespeist und dort mit Sauerstoff zu Wasser oxidiert wird. Das dabei an der Mitochondrienmembran erzeugte Membranpotential liefert mit Abstand die meiste Energie für die ATP-Synthese aus ADP.

Die Gärung ist ein Stoffwechselprozess, bei dem unter Sauerstoffabschluss (Anaerobie) Kohlenhydrate zum Energiegewinn abgebaut werden. Sie wird in der Natur vor allem von Mikroorganismen genutzt, jedoch können Pflanzen unter Sauerstoffmangel auf sie zurückgreifen. In den Muskeln findet unter Sauerstoffmangel Milchsäuregärung statt.

Gärungen werden vielfältig zur Herstellung und Veredelung von Lebensmitteln genutzt. So wird bei der Milchsäuregärung Milchzucker zu Milchsäure umgesetzt und zur Herstellung von Joghurt, Quark und Buttermilch genutzt. Die Herstellung von Sauerteig und Silage beruhen auf der Gärung von Kohlenhydraten zu Milchsäure. Bei der Käse-Herstellung ist die Milchsäuregärung ein wichtiger Zwischenschritt.

Bei der alkoholischen Gärung werden verschiedene Zuckerarten zu Alkohol vergoren. Zu nennen wäre hier u. a. Malzzucker beim Bierbrauen und Traubenzucker beim Keltern von Wein. Stärkehaltige Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Getreide und Reis werden z. B. zu Schnäpsen, Früchte zu Obstwässern verarbeitet.

Im Vergleich zur Zellatmung wird bei Gärungen nur eine geringe Menge Energie gewonnen, da statt Citratzyklus und anschließender Atmungskette nur die Substratkettenphosphorylierung genutzt werden kann.

Nach ihrer Funktion im Organismus kann man die Kohlenhydrate in Strukturkohlenhydrate und Nicht-Strukturkohlenhydrate unterteilen:

Strukturkohlenhydrate können von Säugern mit einhöhligem Magen nur bedingt verdaut werden, hingegen weitgehend oder vollständig von Wiederkäuern (Ruminantia), Kamelartigen (Camelidae) (diese sind ebenfalls Wiederkäuer, allerdings nicht im systematischen Sinne, da sich bei ihnen das Wiederkäuen unabhängig entwickelt hat) und Pferdeartigen (Equidae).

Die Einteilung nach chemischer Struktur ist im Absatz „Liste wichtiger Kohlenhydrate“ dargestellt.

Die folgende Tabelle zeigt einige Beispiele für die Vielfalt natürlicher Kohlenhydratstrukturen. Pentosen und Hexosen können im Prinzip sowohl Fünf- als auch Sechsringe bilden, wobei ein neues Chiralitätszentrum entsteht, so dass einschließlich der offenkettigen Form bereits für ein Monosaccharid fünf Isomere existieren. Durch glykosidische Bindungen können sich Monosaccharide zu Oligo- und Polysacchariden verbinden. Dadurch potenziert sich die Anzahl möglicher Kohlenhydratstrukturen theoretisch zu einer schier unendlichen Vielfalt. Die Natur beschränkt sich allerdings auf energetisch günstige Strukturen.

Das Beispiel der α-D-Glucopyranose zeigt verschiedene gleichwertige Darstellungsformen.

Kohlenhydrate sind Hydroxyaldehyde oder Hydroxyketone sowie davon abgeleitete Verbindungen, haben in ihrer offenkettigen Form also neben mindestens zwei Hydroxygruppen auch mindestens eine Aldehydgruppe oder Ketogruppe. Handelt es sich um ein Hydroxyaldehyd (Carbonylgruppe an einem terminalen C-Atom (Aldehyd)), so spricht man von einer Aldose, handelt es sich um ein Hydroxyketon (Carbonylgruppe an einem internen C-Atom (Ketone)), bezeichnet man den Zucker als Ketose. Die Carbonylfunktion ist eine hochreaktive funktionelle Gruppe: Zu nennen sind hier besonders die leichte Oxidierbarkeit zur Carbonsäure, die Reduktion zum Alkohol und der leichte nukleophile Angriff am Kohlenstoffatom der Carbonylgruppe

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Ein genereller Nachweis von Kohlenhydraten kann durch die Molisch-Probe und die PAS-Reaktion erfolgen. Die Unterscheidung von Monosacchariden von Di-, Oligo- oder Polysacchariden ist durch die Barfoed’sche Probe möglich. Aldosen und Ketosen können durch die Seliwanow-Probe mit Resorcin unterschieden werden. Reduzierende Zucker können mit der Fehling-Probe nachgewiesen werden, bei der sich bei Anwesenheit von Aldehyden und reduzierenden Zuckern (Aldosen und Acyloine) rot-braunes Kupfer(I)-oxid bildet. Neben der Fehling-Probe können reduzierende Zucker auch mit Hilfe des Benedict-Reagenz (durch die Farbe des ausfallenden Produkts), mit Nylanders Reagenz, mit 3,5-Dinitrosalicylsäure oder aufgrund der Entfärbung einer Kaliumpermanganat-Lösung nachgewiesen werden. Die Unterscheidung von Pentosen und Hexosen kann durch die Mejbaum-Probe mit Orcin oder durch die Bial-Probe (ebenfalls mit Orcin) erfolgen. Durch die Dische-Probe kann mit Diphenylamin Desoxyribose nachgewiesen werden.

Durch Oxidationsmittel werden Kohlenhydrate zu Aldonsäuren oxidiert. Dies gilt unter basischen Bedingungen nicht nur für die Aldosen, sondern auch für die Ketosen, die durch die Base in einer komplexen Reaktion umgelagert werden (dabei wird die im Zuge der Keto-Enol-Tautomerie auftretende Aldose-Form stabilisiert). Beim Nachweis durch das Fehling-Reagenz wird ein blauer Cu(II)-Weinsäure-Komplex zu unlöslichem, roten Cu(I)oxid reduziert.

Wird die Carbonylfunktion zur Hydroxygruppe reduziert, erhält man ein sogenanntes Alditol.

Durch intramolekularen nukleophilen Angriff einer der Hydroxygruppen auf das Carbonylkohlenstoffatom bildet sich ein zyklisches Halbacetal, welches energetisch meist sehr günstig ist. Hierbei werden überwiegend Sechsringe (pyranose Form) gebildet, die eine sehr niedrige Ringspannung aufweisen, es entstehen aber auch in geringerem Maße Fünfringe (furanose Form). Andere Ringgrößen treten nicht auf, da sie eine zu hohe Ringspannung aufweisen. Es entsteht ferner ein neues Chiralitätszentrum. Die beiden resultierenden Diastereomere werden mit α und β bezeichnet. In wässriger Lösung bilden α- und β-pyranose und -furanose Form eine Gleichgewichtsreaktion miteinander und mit der offenkettigen Form. Eine wässrige Lösung von reiner α-Glukopyranose wird daher nach einiger Zeit zu einer Gleichgewichtsmischung aus α- und β-Glucopyranose und -furanose (38 % α-Glcp, 62 % β-Glcp, 0 % α-Glcf, 0,14 % β-Glcf, 0,002 % offenkettig). Die hierbei messbare Veränderung des Drehwertes wird als Mutarotation bezeichnet. Während aliphatische Aldehyde bereits von Luftsauerstoff allmählich zur Carbonsäure oxidiert werden, sind Kohlenhydrate durch die Acetalbildung erheblich unempfindlicher, was zweifelsohne für eine so wichtige Biomolekülklasse von enormer Bedeutung ist mcm taschen sale.

Von zentraler Bedeutung in der Kohlenhydratchemie und Biochemie ist ferner die glykosidische Bindung. Das hierbei gebildete zyklische Vollacetal eines Zuckers bezeichnet man als Glykosid.

Mit Aminen (z. B. in Aminosäuren, Proteinen) reagiert der offenkettige Aldehyd des Kohlenhydrates über ein Imin reversibel zu Amadori-Produkten, welches wiederum ebenfalls mit Aminen oder Aminosäuren kondensieren kann und sich irreversibel umlagert:

Diese nichtenzymatische Reaktion erfolgt im Organismus mit Aminosäuren und Eiweißen relativ häufig und ist einer der zentralen Vorgänge beim Altern (z. B. Altersflecken), da die Reaktionsprodukte vom Körper nicht abgebaut werden können. Ferner spielt sie eine wichtige Rolle bei der thermischen Zubereitung von Lebensmitteln

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, z. B. beim Braten und Kochen. Es kommt zu der typischen Bräunung, da sich konjugierte Ringsysteme bilden, die farbig sind. Diese Produkte der sogenannten Maillard-Reaktion sind auch für den Geschmack zubereiteter Lebensmittel entscheidend.

Eine Art Familientreffen

Eine Art Familientreffen ist der letzte Teil der autobiographischen Romantrilogie von Judith Kerr, die mit Als Hitler das rosa Kaninchen stahl beginnt. Er spielt im Herbst 1956 in London und Westberlin.

Eine Art Familientreffen kam in der deutschen Übersetzung von Annemarie Böll erstmals 1979 heraus. Das englischsprachige Original aus dem Jahr 1978 erschien unter dem Titel A Small Person Far Away.

Wie in den beiden ersten Bänden trägt Judith Kerrs Alter Ego den Namen Anna, ihr Bruder Michael erscheint als Max, die Eltern Alfred und Julia Kerr heißen Mama und Papa. Hinter der Figur des Richard verbirgt sich Judith Kerrs Ehemann Nigel Kneale.

Während Als Hitler das rosa Kaninchen stahl einen Zeitraum von gut zwei Jahren – vom Frühjahr 1933 bis zum Herbst 1935 – umfasste und Warten bis der Frieden kommt die Kriegsjahre in London ab März 1940 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zum Thema hatte, erstreckt sich die Handlung des dritten Bandes nur über wenige Tage im Oktober 1956. Aber wie schon im Vorgängerband wird die Vergangenheit in zahlreichen Rückblenden und Erinnerungsszenen thematisiert, so dass eine nahezu lückenlose Darstellung der Schicksale der Emigrantenfamilie bis zum Herbst 1956 entsteht.

Anna ist seit etwa einem Jahr mit einem bekannten Fernsehschriftsteller verheiratet. Die beiden leben in einer kleinen Wohnung in einem Neubaublock in Camden und sind noch dabei, die letzten Einrichtungsgegenstände für dieses Domizil zu beschaffen. Während Annas Mann Richard zu Hause an der Schreibmaschine sitzt, entdeckt Anna an einem Samstagmorgen bei Heals endlich einen Teppich fürs Esszimmer, der genau den richtigen, lange gesuchten Farbton aufweist. Als sie den Scheck ausfüllt, kommt sie mit dem Verkäufer ins Gespräch, weil dieser stutzt, als er den bekannten Nachnamen ihres Ehemanns zu Gesicht bekommt. Dabei erfährt man, dass Anna, die zunächst Kunst studiert hatte, inzwischen ebenfalls schriftstellerisch tätig ist und wie ihr Mann für die BBC arbeitet.

Auf dem Heimweg kommt Anna zufällig am Haus der Dillons vorbei, eines Ehepaares, das ebenfalls für die BBC tätig ist und mit dem sie sich vor kurzer Zeit auf einer Party angefreundet hat. Elizabeth Dillon bittet Anna herein. James Dillon, noch im Schlafanzug, sitzt erst beim Frühstück, da er wegen „dieser Sache mit Ungarn“ erst spät ins Bett gekommen ist. Gemeint ist der Aufstand der Ungarn gegen die sowjetische Besatzung im Jahr 1956, der wenige Tage nach dieser Szene blutig niedergeschlagen wurde und, ebenso wie die Suezkrise, alle Geschehnisse der Erzählung überschattet. Kein Mensch wünsche sich einen dritten Weltkrieg und daher, so sagt James Dillon voraus, werde der Westen zwar reden, aber nicht mit Waffen gegen die Sowjets vorgehen. Nichts zu tun, so meint Elizabeth, sei aber schon bei Hitler der falsche Weg gewesen, wie ja niemand besser wisse als Anna selbst. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über Annas Schicksale während der Flucht vor Hitler, ihre Dreisprachigkeit und ihre Tätigkeit bei der BBC. Als sie Abschied nimmt, lädt das Ehepaar Dillon sie und Richard für den kommenden Donnerstag zum Abendessen ein.

Anna kehrt so glücklich über die Begegnung mit den Dillons und über ihren Einkauf in ihre Wohnung zu Richard zurück, dass sie den Hausmeister nicht beachtet, der vor dem Haus nach ihr ruft. Wenige Augenblicke später aber erscheint er an der Wohnungstür und überreicht ihr ein Telegramm. Überzeugt, dass an einem solchen Tag nur eine positive Nachricht übermittelt werden kann, ist Anna fassungslos, als sie den Text liest. Ihre Mutter, die mittlerweile wieder in Berlin lebt, sei schwer an Lungenentzündung erkrankt, Anna solle für alle Fälle für den nächsten Tag einen Flug buchen. Näheres erfahre sie abends telefonisch.

Abgeschickt wurde das Telegramm von Konrad, Mamas Lebensgefährten. Seit 1947 nämlich lebt Mama, die als Dolmetscherin für die amerikanische Besatzung arbeitet, in Westberlin. Papa ist während seines ersten Besuchs in Deutschland 1948 gestorben bzw. hat nach einem Schlaganfall den Freitod gewählt, und etwa ein Jahr später muss Mamas Beziehung zu Konrad Rabin begonnen haben. Der promovierte Jurist arbeitet für die JRSO und wohnt wie Mama in einem amerikanischen Neubau. Konrad hat Mama zuliebe seine Frau und zwei erwachsene Töchter verlassen. Zum gemeinsamen Bekanntenkreis gehören Konrads Kollege Erwin Goldblatt und dessen Ehefrau Hildy.

Anna zerbricht sich den Kopf, wie es zu Mamas Erkrankung gekommen sein kann. Vor der Idee, nach Berlin zu fliegen, schreckt sie zurück. Obwohl sie während der Emigration und in der Zeit des Zweiten Weltkriegs zahlreiche gefährliche Situationen überstanden hat, hat sie sich in der Obhut ihrer Eltern nur selten geängstigt. Nun aber erscheint ihr das eingekesselte Westberlin wie eine Falle. Richard beruhigt sie schließlich mit den Worten, Konrad habe doch nur von einer provisorischen Buchung des Fluges gesprochen und bis zum Abend sehe die Situation vielleicht schon wieder ganz anders aus. Er begleitet sie zur Ablenkung auf den Markt in der Portobello Road, wo das Ehepaar wiederum auf Demonstranten stößt, die auf die Situation in Ungarn aufmerksam machen wollen; dabei fallen von Seiten der Zuschauer auch fremdenfeindliche Äußerungen.

Bei dem Telefonat mit Konrad erfährt Anna, dass ihre Mutter keineswegs nur an Lungenentzündung erkrankt ist, sondern dass sie versucht hat, sich mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben zu nehmen, und in einem Berliner Krankenhaus liegt. Konrad hält Annas Anwesenheit für erforderlich und verspricht, sie anderntags auf dem Flughafen in Tempelhof abzuholen. Anna zerbricht sich den ganzen Abend den Kopf, was ihre Mutter zu einem solchen Schritt getrieben haben kann, und macht sich Vorwürfe, weil sie ihr schon lange nicht mehr geschrieben hat. In der Nacht hat sie, offenbar nicht zum ersten Mal, einen fürchterlichen Alptraum: Sie weiß, dass sie zu jemandem gehören muss, kann sich aber nicht erinnern, um wen es sich handelt, und sieht sich daher völlig allein und verlassen in unterschiedlichen beängstigenden Szenerien. Erst nach dem Aufwachen wird ihr klar, dass es sich bei dem Gesuchten um Richard handelt, der neben ihr im Bett liegt.

Richard bietet wiederholt an, mit Anna nach Berlin zu fliegen, doch lehnt Anna das ab, weil er mitten in der Arbeit zu einer neuen Fernsehserie steckt und ihr außerdem, schon wegen mangelnder Deutschkenntnisse, in Berlin ja doch nicht helfen könne. Als sie aber auf dem Flughafen Heathrow von ihm Abschied nimmt, hat sie das Gefühl, dies sei eine Trennung für immer, und wird von Tränen überwältigt. Ihren Mann beruhigt sie aber mit dem Hinweis: „Du weißt doch, dass ich immer heule, wenn ich meine Tage kriege.“

Erst in Berlin erfährt Anna von Konrad den Grund für den Selbstmordversuch ihrer Mutter: Während diese einige Tage beruflich in Hannover zu tun hatte, hat er mit seiner Sekretärin Ilse angebändelt. Er hat diese Beziehung seiner Partnerin nach deren Rückkunft selbst gestanden, weil sich beide in einem so engen Kreis bewegen, dass sich der Vorfall auf die Dauer wohl ohnehin nicht hätte vertuschen lassen. Konrad besteht darauf, dass Mama als erwachsener Mensch über eine solche Affäre hinwegsehen können sollte. Dennoch hat er sich in den Wochen nach seinem Geständnis um Mama gesorgt – er war es auch, der sie nach dem Selbstmordversuch in ihrer Wohnung gefunden und den Transport in ein deutsches Krankenhaus in die Wege geleitet hat. Als Anna ihn fragt, warum er denn das Verhältnis mit Ilse begonnen habe, die er selbst als viel langweiliger und unattraktiver als Mama schildert, scheint er etwas ratlos und meint schließlich, er habe sich wohl bei der Sekretärin ein wenig ausruhen wollen. Dies kann Anna, an die mitunter nervenaufreibende Intensität der Lebensäußerungen ihrer Mutter gewöhnt, gut nachvollziehen.

Nach einem Mittagessen in einem Lokal besuchen Anna und Konrad Mama im Krankenhaus. Sie liegt im Koma, und Anna wird aufgefordert, sie immer wieder anzurufen: Vielleicht dringe ihre Stimme in Mamas Bewusstsein vor und könne eine Reaktion auslösen. Anna, schon den ganzen Tag von Übelkeit geplagt, hält diese Versuche nicht lange aus. Sie lässt sich von Konrad ins Hotel bringen, ruht dort eine Weile aus, wobei sie zahlreiche Visionen ihrer Vergangenheit erlebt, und begleitet Konrad abends zum Abendessen beim Ehepaar Goldblatt, da Konrad und Mama für diesen Tag dort eingeladen sind. Die Goldblatts wissen nur von Mamas Lungenentzündung, nicht von ihrem Versuch, sich das Leben zu nehmen, beginnen aber bald zu ahnen, dass etwas nicht stimmen kann, zumal im Gespräch erwähnt wird, dass Konrad inzwischen auch Annas Bruder Max alarmiert hat, der sich derzeit mit Frau und Kind auf einer entlegenen griechischen Insel befindet.

Beim nächsten Besuch im Krankenhaus am Montagmorgen hat Anna Gelegenheit, mit Mamas behandelndem Arzt zu sprechen. Dieser erklärt, man habe die Behandlungsmethode gewechselt und Mama sei jetzt sehr unruhig. Anna, wiederum von Erinnerungen an die Vergangenheit heimgesucht, hält es erneut nicht lange an Mamas Bett aus. Auch meint das Personal, ein Besuch am Nachmittag werde vielleicht sinnvoller sein. Konrad bringt Anna, da sie vom strömenden Regen völlig durchweicht ist, in seine gut geheizte Wohnung und verabredet sich zum Mittagessen mit ihr. Während Anna sich in Konrads Wohnung aufhält

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, entdeckt sie einige Haarklemmen, die wahrscheinlich nicht von ihrer Mutter stammen, und nimmt einen Anruf von Ilse entgegen, die über Konrads langes Ausbleiben an seiner Arbeitsstelle beunruhigt ist. Beides trägt nicht gerade dazu bei, dass Anna optimistisch in die Zukunft schauen kann, was Konrads Versprechen, bei Mama zu bleiben, betrifft. Beim Mittagessen in einem Restaurant gibt es aber immerhin positive Nachrichten aus Ungarn. Annas und Konrads Gespräch über die scheinbar erfreuliche Wendung – die Sowjets wurden zum Abzug aus Ungarn aufgefordert – wird von einem Bekannten Konrads unterbrochen: Ken Hathaway vom British Council. Dieser beteuert, wie sehr Mama in ihrem Umfeld geschätzt wird. Ihre kulturellen Interessen seien wohl eine ausgesprochen kontinentale Eigenschaft, äußert er dabei, und Anna kann nicht umhin, sich vorzustellen, wie sehr ihre Mutter, die sich als Britin fühlt, sich über diese Äußerung ärgern würde.

Nachmittags lässt sie sich von Konrad in der Umgebung ihres einstigen Zuhauses absetzen, da dies fast der einzige Teil Berlins ist, an den sie sich von ihrer Kindheit her noch erinnern kann: „Als sie klein war, war ihr die Straße immer sehr dunkel vorgekommen. Die Bürgersteige waren von einer dichten Baumreihe gesäumt, und als Mama und Papa ihr gesagt hatten, daß sie hier wohnen würden statt in ihrer alten Etagenwohnung in der hellen Straße, in der es überhaupt keine Bäume gab, da hatte sie gedacht, sie sind verrückt […] Das war im Sommer gewesen – sie mußte vier oder fünf gewesen sein -, als die Blätter eine Art Baldachin über die ganze Straße hinweg bildeten. Jetzt lagen die meisten Blätter am Boden […] Sie hatte das Haus am anderen Ende erwartet, aber sie stand sehr bald davor. Es war kaum wiederzuerkennen […]“ Doch dann stellt Anna fest, dass die Treppe zur Vordertür unverändert geblieben ist, die sie jeden Tag nach der Schule hinaufgestürzt ist. Kaum wurde damals die Tür geöffnet, da rief sie Tag für Tag: „Ist Mami da?“ Plötzlich spürt sie mit geisterhafter Klarheit, wie es war, ein kleines Mädchen zu sein, nur deutsch zu sprechen und sich im Bewusstsein der Anwesenheit ihrer Eltern vollkommen sicher zu fühlen. Zahlreiche Szenen aus ihrer Kindheit treten ihr vor die Augen, Vergangenheit und Gegenwart scheinen sich zu vermischen und Anna ist plötzlich einem Ohnmachtsanfall nahe, als Hildy Goldblatt auftaucht und sie ins benachbarte Café führt, wo sie sich langsam erholen kann. Schließlich kann Hildy sie in ein Taxi setzen und sie fährt zum Krankenhaus. Wieder ruft sie ihre komatöse Mutter an, auch mit der Bezeichnung „Mami“ aus ihrer Kindheit. Im Hinterkopf stellt sie dabei eine ärgerliche Ähnlichkeit der Szene mit der kitschigen Fernsehserie Dr. Kildare fest – aber diesmal erfolgt tatsächlich eine erkennbare Reaktion ihrer Mutter. Nachdem diese mehrfach die Worte „Ich will“ hervorgebracht und Anna jedes Mal mit „Du darfst nicht!“ und ähnlichen Ausrufen auf den Wunsch, zu sterben, geantwortet hat, erwidert Mama schließlich: „Ja, gut.“ Entgegen der Skepsis des Arztes und Konrads ist Anna jetzt davon überzeugt, dass ihre Mutter überleben wird. Sie verbringt den Abend allein im Hotel und hat eine entspannte Nacht.

Anderntags wird sie durch einen Anruf geweckt: Man ist sich nun auch im Krankenhaus sicher, dass Annas Mutter gerettet ist. Kurz darauf erfährt sie außerdem, dass Max sich mittlerweile in Berlin befindet. Die beiden treffen sich im Krankenhaus und können kurz mit Mama sprechen. Nachmittags besucht Anna mit Max eine Ausstellung in einem Theaterfoyer, die ihrem Vater gewidmet ist. Die meisten der alten Fotografien sind ihr bekannt. Wirklich berührt ist sie erst, als sie sich zum Gehen wendet und das letzte Bild ihres Vaters, das ein Pressefotograf 1948 bei dessen Ankunft in Deutschland gemacht hat, in riesiger Vergrößerung vor sich sieht. Dieses Foto stellt als einziges ihren Vater so dar, wie sie ihn erlebt hat. Sowohl Anna als auch Max stellen sich die Frage, wie Mama, die mit einem Mann wie ihrem Vater verheiratet war, nun ihr Herz an einen so alltäglichen Menschen wie Konrad hängen kann. Doch Max äußert schließlich Verständnis: „Papa war ein großer Mann. Es ist gar nicht so einfach, sich seiner würdig zu erweisen. Mit ihm verheiratet und dazu ein Flüchtling zu sein – da würde jeder sich nach ein bisschen Alltäglichkeit sehnen. Ich glaube, irgendwie haben wir es alle getan.“ Anna, die Künstlerin und Schriftstellerin, sieht das nicht ganz so, vertieft das Thema aber nicht, da sie mit Maxens Ankündigung, er müsse in Kürze wieder abreisen und sich um seine Frau Wendy kümmern, beschäftigt ist. Sie hat Angst davor, allein mit Mama und Konrad in Westberlin zu bleiben. Später besuchen die beiden ihre Mutter im Krankenhaus. Diese hat einen heftigen Gefühlsausbruch, weil sie sich durch Konrads Seitensprung zutiefst verletzt fühlt, und ist unglücklich, weil sie Maxens Urlaub verdorben hat. Anna fühlt sich, wie so oft, wenn Mama mit ihrem Sohn spricht, wie ein fünftes Rad am Wagen. Gleichzeitig stellt sie aber zum wiederholten Mal und mit etwas schlechtem Gewissen fest, dass die Vorgänge sich großartig eignen würden, um darüber zu schreiben. Den Abend verbringen Anna und Max mit Konrad in dem Lokal, in dem sie einst Annas Verlobung gefeiert haben, und die Wirtin gibt ihnen einen Schnaps zum „Familientreffen“ aus. Entsetzt stellt Anna bei der Rückkehr ins Hotel fest, dass es zu spät ist, heute noch Richard anzurufen, was sie zwei Tage zuvor von der Goldblattschen Wohnung aus tun konnte, und dass Max offenbar zu Konrad gesagt hat, sie, Anna, werde noch länger in Berlin bleiben, wenn er nach Griechenland zurückfliege.

Am Mittwoch sind beide Geschwister schon morgens gereizt. Anna wird von wiederkehrenden Erinnerungen an ihre Mutter, die weinend vor einem Laden steht, verfolgt, Max von der Angst um seine Frau geplagt. Als sie dann noch in der Zeitung eine Schlagzeile über den englischen Angriff in Suez lesen, während gleichzeitig gemeldet wird, dass die Russen ihren Abzug aus Ungarn, Rumänien und Polen anbieten, steht es für Max fest, dass er so schnell wie möglich nach Griechenland fliegen und Frau und Kind holen muss. Darüber gerät er kurz danach mit seiner Mutter in Streit, die behauptet, sie hätte eine solche Situation wie die, in der sich Wendy gerade befindet, auch ohne Hilfe ihres Mannes meistern können und nur ihr sei es zu verdanken, dass die Familie die Emigration so gut überstanden habe. Einerseits müssen ihre Kinder ihr recht geben, andererseits aber will Max auch seine eigenen Leistungen und Schwierigkeiten nicht vergessen sehen, ebenso die seiner Schwester und seines Vaters. Er wirft ihr vor, die Welt immer in einem romantischen und einseitigen Licht sehen zu wollen. Schließlich wird auch Anna in den Streit hineingezogen und ist empört, weil ihre Mutter es offenbar gar nicht richtig zu schätzen weiß, dass sie sich von Richard getrennt und höchst widerwillig die Reise nach Berlin angetreten hat. Der zweite Besuch dieses Tages im Krankenhaus verläuft harmonischer. Mama – die Anna immer noch in dieser hartnäckigen Vision weinend vor einem Laden stehen sieht – erinnert sich an viele Szenen aus der Zeit der Emigration, scheint sich mit Konrad ausgesöhnt zu haben und ist begeistert, dass Anna und Max abends zu Ken Hathaways British-Council-Party gehen werden. Von dort aus will Konrad Max dann direkt zum Flughafen bringen. Als Anna anschließend einige Zeit allein in der Eingangshalle des Krankenhauses sitzt, fällt ihr plötzlich der Zusammenhang der Szene, die ihr in den letzten Tagen immer wieder vor Augen getreten ist, ein: Mama hat schon einmal, in London während der Emigration, versucht, sich das Leben zu nehmen. Zumindest hat sie das Anna erzählt, nachdem sie diese, vor einem Laden stehend, im Bus vorbeifahren gesehen und gerufen hat. Anna hat damals den Bus bei der nächsten Gelegenheit verlassen, ist zu Mama zurückgelaufen, die weinend vor einer Woolworths-Filiale stand, und musste erfahren, dass ihre Mutter angeblich in der Nacht zuvor im Badezimmer des Hotels zwei Tabletten genommen hatte, die sie während der Kriegszeit von Professor Rosenberg, einem befreundeten Arzt, erhalten hatte. Die Tabletten sollten ein sofort tödlich wirkendes Gift enthalten; Annas Eltern hatten sie sich geben lassen, als die Invasion der Deutschen in Großbritannien befürchtet wurde. Diese Tabletten, so hat Mama weinend erklärt, hätten aber nicht gewirkt – vielleicht sei der Arzt ein Scharlatan gewesen, vielleicht auch habe das Präparat im Lauf der Jahre seine Wirksamkeit verloren. Anna erinnert sich plötzlich, dass sie die Szene auf einmal so absurd gefunden hat, dass sie zu lachen begann und Mama in das Lachen einstimmte. Offenbar hat sie das Erlebnis später verdrängt; nun aber steht es ihr wieder vor Augen.

Für Anna bedeutet Hathaways Party am Abend puren Stress. Sie versucht von Hathaways Wohnung aus Richard anzurufen, um von diesem einen Rat bezüglich ihrer Rückkehr nach London zu bekommen. Doch die Verbindung lässt auf sich warten und als sie endlich zustandegekommen ist, wird das Gespräch gleich wieder unterbrochen. Weil Max eilends zum Flughafen gebracht werden muss, kann Anna auch keinen zweiten Versuch zu einem Telefonat unternehmen. Konrad rast mit den beiden Geschwistern durch das nächtliche Berlin und kann Max gerade noch rechtzeitig am Flughafen absetzen. Auf der Rückfahrt kommt Anna mit Konrad ins Gespräch. Er fühlt sich sehr bedrückt, weil er Mama zu einem Selbstmordversuch gebracht hat, was sie seiner Meinung nach nicht einmal in den schlimmsten Zeiten der Emigration ernsthaft in Erwägung gezogen hat. Anna erzählt ihm daraufhin von ihrer wiedergekehrten Erinnerung an das Erlebnis in London, was Konrad große Erleichterung zu verschaffen scheint. Anna fragt sich, ob sie mit dieser Erzählung etwas Schlimmes angerichtet hat. Andererseits fühlt sie sich erlöst, weil Konrad angeboten hat, ihr für Freitag einen Heimflug zu buchen.

Nach einer unruhigen Nacht erfährt sie von der Wirtin, dass die Russen wirklich aus Ungarn abzuziehen scheinen. Auch Mama, die sie am Vormittag im Krankenhaus besucht, ist von dieser Nachricht begeistert und reagiert relativ gelassen, als Anna vorsichtig ankündigt, dass sie bald nach Hause fliegen wird. Doch ein Anruf Konrads zerstört die entspannte Atmosphäre. Als Mama fragt, ob Konrad die Hotelzimmer für ihren Erholungsurlaub gebucht hat, teilt dieser ihr mit, dass Erwin krank ist und er noch nicht weiß, ob er unter diesen Umständen Urlaub beantragen kann. Mama verliert die Fassung und beschuldigt Konrad, immer noch mit der Sekretärin Ilse liiert zu sein; schließlich kommt sie auf ihren Selbstmordversuch zu sprechen und Konrad reagiert mit der süffisanten Bemerkung, das sei ja nicht das erste Mal gewesen. Da Mama Konrad nie von ihrem angeblichen oder tatsächlichen Versuch, sich mit den Tabletten Rosenbergs das Lebens zu nehmen, erzählt hat, ist sie fassungslos. Konrad gelingt es aber später, sie glauben zu machen, sie habe ihm selbst über den Vorfall berichtet.

Anna verlässt so bald wie möglich das Krankenzimmer. Konrad hat seinen Besuch im Krankenhaus angekündigt und einen Augenblick spielt sie mit dem Gedanken, ihn in der Eingangshalle abzufangen und zu bitten, Mama nicht zu erzählen, was sie, Anna, ihm nachts verraten hat. Doch dann lässt sie ihn vorübergehen, ohne dass er sie bemerkt, und fährt noch einmal in die Douglasstraße. Sie möchte das Erlebnis von neulich wiederholen und wieder die Gegenwart der kleinen Person spüren, die sie einmal war. Doch der Versuch misslingt. Schließlich lässt sich Anna von einem Taxi zu Konrads Büro bringen. Im Vorzimmer trifft sie auf Ilse. Konrad selbst ist noch nicht anwesend und erschrickt etwas, als er Anna und Ilse später miteinander antrifft. Er schickt Ilse zum Mittagessen, nimmt Anna mit in sein Privatbüro und erklärt ihr, dass er sich mit Mama wieder versöhnt und außerdem Annas Flugticket besorgt hat. Außerdem geht er mit ihr den Wiedergutmachungsantrag durch, den er für Mama zu bearbeiten hat. Dabei erzählt er ihr, dass er ihren Vater einmal in London getroffen hat und von ihm sehr beeindruckt war: „Er war so witzig und interessant. Und was er alles wußte. Und seine Begeisterungsfähigkeit – genau wie bei deiner Mutter. Sie paßten sehr gut zusammen. Sowohl emotional wie intellektuell […] Ich war nicht so ganz ihre Schuhnummer […] es ist wahr und ich weiß es.“ Er verspricht aber, sich in Zukunft um Annas Mutter zu kümmern, und Anna verlässt nach einem letzten Besuch bei ihrer Mutter das Krankenhaus wenigstens halbwegs beruhigt. Sie beschließt, noch einen Besuch bei den Goldblatts zu machen. Hildy und Erwin, der im Krankenbett liegt, trinken gerade auf die tapferen Ungarn und darauf, dass Erwin doch nicht, wie zunächst befürchtet, an Hepatitis leidet, und Hildy spricht Anna, die keine Lust mehr hat, die Geschehnisse zu vertuschen, Mut zu. Konrad werde sicher wenigstens vorläufig bei seiner Partnerin bleiben. „»Dann?« Hildy hob beide Handflächen in der uralten jüdischen Gest. »Dann? Wer wird sich darüber groß bekümmern? Dann kommt ja alles immer doch anders, als man denkt.«“

Der Freitag beginnt damit, dass Anna, am Fenster stehend, plötzlich das Gefühl hat, das Glas riechen zu können, und sich auf einmal erbrechen muss. Sie befürchtet, sich mit Erwins Magen-Darm-Grippe angesteckt zu haben, ist aber entschlossen, trotzdem nach Hause zu fliegen, und lässt sich von Konrad zum Flughafen bringen. Das Abschiedsgespräch verläuft stockend und ist voller Fußangeln, Anna ist froh, als ihr Flug aufgerufen wird. Im Halbschlaf durchlebt sie im Flugzeug wieder Szenen aus ihrer Vergangenheit. Die Stewardess ist beunruhigt über ihre Blässe und fragt, ob sie in Heathrow abgeholt wird. Das kann Anna bejahen, doch sie erlebt wieder eine Schrecksekunde, weil sie sich, wie in ihrem wiederkehrenden Alptraum, nicht gleich erinnern kann, von wem sie abgeholt werden wird. Richard scheint in diesen Träumen einfach ausgeblendet zu werden.

In der Realität ist er aber vorhanden und nimmt sie am Flughafen in die Arme. Er habe es inzwischen mit der Angst zu tun bekommen, erklärt er, und jetzt erst erfährt Anna, dass Budapest mittlerweile von Panzern eingekesselt ist und die Sowjets in Ungarn tun, was sie wollen, während die Labour Party „eine riesige Protestversammlung auf dem Trafalgar Square“ veranstaltet, wegen „uns. Wie böse wird sind, dass wir wie Imperialisten in Suez einmarschieren. Und während wir uns mit unserem eigenen kleinen Fiasko beschäftigen, tun die wahren Imperialisten, was sie wollen.“ Als die beiden auf ein Taxi warten, macht Anna unter dem Eindruck dieser Nachrichten einen völlig erschöpften Eindruck, und Richard erwähnt, dass sie ja außerdem in der vergangenen anstrengenden Woche auch noch ihre Tage hatte. Anna blickt ihn daraufhin fassungslos an und weiß plötzlich, dass sie schwanger ist.

Der Verkäufer in der Eingangsszene spricht von einer großen Fernsehserie, die im vergangenen Jahr gelaufen sei. Bei diesem Straßenfeger handelte es sich um The Quatermass Experiment von Nigel Kneale. Elizabeth Dillon wird die Bezeichnung „eingeweckte Kindheit“ in den Mund gelegt, die später den Titel einer weiteren Publikation Judith Kerrs über ihre Kindheit bildete. Julia Kerr hatte in der Zeit des Exils regelmäßig von der Möglichkeit, ihrem Leben ein Ende zu setzen, gesprochen und wollte tatsächlich in den 1950er Jahren aus dem Leben scheiden. In Judith Kerr’s Creatures erwähnt ihre Tochter diese Tatsache, ohne sich über die Hintergründe zu äußern. Auch eine erste Schwangerschaft Judith Kerrs, die aber mit einer Fehlgeburt endete, fällt in diese Zeit. Das erste Kind, die Tochter Tacy, wurde 1958 geboren, ihr Bruder Matthew folgte 1960.

Judith Kerr selbst schrieb über den dritten Teil ihrer autobiographischen Trilogie: „A Small Person Far Away is really a grown-up novel an I have always been pleased that my grown-up children liked it best of the three […] I just wanted to tell the story of my family – how, when my brother and I were young, our parents were always able to protect us, how they always seemed to know what to do

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, and how, gradually the relationship changed, until, with my mother’s attempt at suicide, the position was totally reversed […]“ Kerr stellte hier auch fest, dass Eine Art Familientreffen auf weniger Leserinteresse stieß als seine beiden Vorgänger, kommentierte dies aber mit den Worten: „I had found writing it interesting an decided to follow it up wit another grown-up novel“. Dieses geplante Buch kam aber nie zustande.

Bannasch und Rochus bezeichnen den Roman Eine Art Familientreffen als „den Versuch einer Therapie“ und meinen, die Hauptperson bzw. die Autorin habe hier den Versuch unternommen, das Trauma des Exils zu verarbeiten, dessen Folgen bis in ihre Gegenwart reichten. Sie befassen sich im Handbuch der deutschsprachigen Exilliteratur aber ausführlicher mit dem ersten Band der Trilogie.

Aufmerksamkeit erhielten Judith Kerrs autobiographische Bücher dadurch, dass sie zu den ersten Kinder- und Jugendbüchern gehörten, die sich mit dem Dritten Reich beschäftigten. Aber auch hier stand meist der erste Band der Trilogie im Vordergrund des Interesses. Eine Art Familientreffen scheint von jungen Lesern oft eher negativ beurteilt zu werden, aber auch die erwachsene Ulrike Schimming urteilte: „Von den drei Bänden ist Eine Art Familientreffen sicherlich der schwächste Teil.“ Sie billigt dem Band nur zu, dass er das Bild sozusagen bis zur Familiengründung der Hauptperson abrunde, ohne darauf einzugehen, wie das Thema der Eltern-Kind-Beziehung in diesem Buch weitergeführt wird und dass dieser letzte Band erst die Begegnung mit der im englischen Titel genannten kleinen Person ermöglicht, die Anna alias Judith Kerr vor der Erfahrung des Exils war.

Wilhelm Kühlmann gelangt gar in seiner Darstellung des Romans zu dem Schluss: „Ihre Geschichte entpuppt sich als die Identitätssuche einer jungen Frau, die schließlich das unerhoffte Mutterglück aus einer Reihe unlösbar scheinender Krisen befreit und das Ende ihrer Kindheit markiert. Somit gipfelt das Schlussstück der Romantrilogie in der gelungenen Ausbildung eines spezifisch weiblichen Geschlechtscharakters […] Damit werden die emanzipatorischen Anregungen, die von den ersten beiden Teilen [.

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..] ausgehen, revidiert. In seiner pädagogischen und moralischen Zielsetzung ist Eine Art Familientreffen den Idealen der traditionellen Mädchenliteratur zuzurechnen.“ Judith Kerr allerdings hat dieses Buch wohl nie als „Mädchenliteratur“ aufgefasst. Auf dem Schutzumschlag der deutschsprachigen Ausgabe ist ihre Erläuterung zu lesen: „Diese Geschichte von Anna, die in London geheiratet hat und dort ihr eigenes Leben führt, und von ihrer tapferen, verletzbaren, alternden Mutter, die sich in England nie eingewöhnen konnte, ist ein Buch über Eltern und Kinder für Erwachsene.“

Isaac Israel Hayes

Isaac Israel Hayes (* 5. März 1832 im Chester County, Pennsylvania; † 17. Dezember 1881 in New York) war ein US-amerikanischer Arzt und Polarforscher.

Sofort nach Beendigung seines Studiums an der University of Pennsylvania (1853) beteiligte er sich an der Suchaktion nach dem verschollenen John Franklin und seinen Männern, indem er als Schiffsarzt bei der von Henry Grinnell finanzierten und von Elisha Kent Kane geleiteten Expedition (so genannte 2. Grinnell-Expedition) anheuerte. Die Suchaktion verlief – wie sämtliche andere der zahlreichen zur Rettung Franklins gestarteten Expeditionen Mitte des 19. Jahrhunderts – erfolglos, trug aber wesentlich zur Erforschung der kanadischen und grönländischen Arktis bei.

Ausgehend vom Kane-Becken, das die Expedition als Winterquartier wählte, unternahmen Kane und Hayes jeweils getrennte Schlittenfahrten in den Norden. Hayes erforschte den nördlichen Teil der Ellesmere-Insel, während sein Partner Kane Nordgrönland (Washingtonland und den Humboldt-Gletscher) erkundete.

Die beiden stießen auf eisfreie Zonen des Nordpolarmeeres und stellten so eine Theorie auf, die in den folgenden Jahren die Phantasie zahlreicher Abenteurer und Polarforscher anregte: Hayes nahm an, dass die konstante Drift der Eisschollen dazu führen würde, dass jenseits des zugefrorenen Kane-Beckens eine eisfreie, schiffbare Zone des Nordpolarmeeres Expeditionen relativ einfach zum Nordpol vorstoßen lassen würde. 1855 kehrte die Expedition nach Upernavik zurück.

Fünf Jahre später startete Hayes eine neue Arktisexpedition, beseelt von der damals gängigen Theorie vom eisfreien Nordpolarmeer und besessen vom Ziel, diese eisfreie, schiffbare Zone des Arktischen Ozeans rund um den Nordpol zu finden. Die Expedition stand vom Anfang an unter keinem guten Stern: Hayes hatte vorgehabt, sich erst in Grönland mit Schlittenhunden einzudecken, eine 1859 dort wütende Tollwutepidemie hatte aber den Husky-Bestand drastisch reduziert. Außerdem starb in Upernavik einer von Hayes’ Begleitern, ausgerechnet eines der beiden Crewmitglieder, die bereits Arktiserfahrung hatten.

Das primäre Ziel war es, im ersten Jahr möglichst weit nach Norden vorzustoßen, um im darauffolgenden die vermutete eisfreie Zone erreichen zu können. Schlechtes Wetter verhinderte, dass die United States, Hayes’ Schiff

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, wenigstens bis ins Kane-Becken vorstoßen konnte, so schlug man das Winterquartier am westlichsten Punkt Grönlands auf, dem Kap Alexander unweit der heutigen Siedlung Etah auf der nach Hayes benannten Halbinsel.

Weil im Winter 1860/61 zwei Drittel der Schlittenhunde an einer Epidemie starben, war Hayes gezwungen, seinen Astronomen August Sonntag, begleitet vom Inuk Hans Hendrik, zurückzuschicken, um neue Hunde zu besorgen. Bei dieser Aktion verunglückte Sonntag, so dass Hayes nun das letzte Mitglied seiner Crew war, das Arktiserfahrung vorweisen konnte.

Im Frühjahr brach Hayes mit den neuen Hunden nach Norden auf, am 19. Mai 1861 erreichte er nach einer 46-tägigen Schlittenfahrt den nördlichsten Punkt dieser Expedition, Lady Franklin Bay auf 81° 35′ nördlicher Breite gelegen. Von dort sah Hayes den Kennedy-Kanal, den er eisfrei vorfand und als Einfahrt in die offene, schiffbare arktische See zu identifizieren glaubte.

Zurück in der „Zivilisation“ sah sich Hayes mit politischen Problemen konfrontiert: Der Amerikanische Bürgerkrieg verhinderte eine weitere Expedition. Erst 1869 konnte er erneut nach Nordgrönland aufbrechen, diesmal reiste er ausschließlich mit Inuit, lebte mit ihnen und nahm ihre Gebräuche an. Der größte Erfolg dieser letzten Expedition Hayes’ war die Entdeckung des Robeson-Kanals 1871, was seine eigene Theorie, dass der Kennedy-Kanal direkt ins Nordpolarmeer führen würde, widerlegte.

Hayes entdeckerische Erfolge wurden rasch von nachfolgenden Expeditionen übertroffen, seine Theorie vom eisfreien Nordpolarmeer in den Folgejahren eindeutig widerlegt, für die Nachwelt interessant sind aber vor allem Hayes‘ Reisebeschreibungen, die aufgrund der lebhaften Schilderungen immer noch die Phantasie anregen.

Neben der erwähnten Hayes-Halbinsel im Nordwesten Grönlands sind auch die Hayes-Insel im Archipel Franz-Josef-Land und der Gletscher Hayesbreen auf der Insel Spitzbergen nach ihm benannt.